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13.05.2015

Niklas Süle: "Meine Beinkraft hat oberste Priorität"

Fünf Monate ist jetzt her, als das Kreuzband von Niklas Süle riss. Im Interview mit achtzehn99.de spricht der Innenverteidiger über den aktuellen Stand der Dinge und die bevorstehenden Sommermonate.

Hallo Niklas, was stand heute auf deinem Trainingsplan?

Niklas Süle: Momentan steht Beinkrafttraining ganz oben auf meinem Trainingsplan, weil die Muskulatur meiner verletzten Seite noch nicht perfekt aufgebaut ist und das muss ich jetzt aufholen. Deshalb habe ich das am Morgen zusammen mit unserem Athletiktrainer und meinem aktuellen "Chef-Trainer" Otmar Rösch trainiert. Mittags waren wir dann auf dem Platz - haben mit dem Ball trainiert, aber auch einiges für die Ausdauer gemacht. 

Wiederholen sich die Übungen immer wieder oder gibt es Abwechslung?

Süle: Das Training ist sehr abwechslungsreich. Natürlich kann ich nicht jeden Tag das machen, was ich am liebsten mache - mit dem Ball spielen. Aber "Otti" macht das schon gut, indem er auch immer mal wieder Sachen einbaut, die mir Spaß machen. Er kann Fußball sehr gut mit Ausdauertraining verbinden. Bei Ausdauerübungen darf ich schon auch mal den Ball mitnehmen. Das macht es angenehmer. Auch auf dem Platz bauen wir immer wieder Übungen ein, die meine Beinkraft stärken - das hat jetzt oberste Priorität. Ich komme so langsam an das Ende meiner Reha und muss schauen, dass mein linkes Bein wieder genauso stabil wird wie mein rechtes.

Was war dein letztes Erfolgserlebnis? 

Süle: Das letzte große Erfolgerlebnis war, als ich das erste Mal wieder mit dem Ball trainieren konnte. Das war schon relativ früh - zum ersten Mal Mitte März. Da hat das Rehatraining dann auch wieder angefangen, Spaß zu machen. Die Anfangszeit war die schwierigste, weil ich zu Beginn schon etwas neben der Spur war. Es war für mich schwer nachvollziehbar, dass ich so lange pausieren muss. Jetzt habe ich aber nur noch positive Gedanken in Richtung meines Comebacks.

Deine Teamkollegen verabschieden sich bald in die Sommerpause. Du auch?

Süle: Die letzten beiden Spiele schaue ich mir natürlich noch an. Danach fliege ich mit meiner Freundin zehn Tage nach Teneriffa. Ich bekomme einen individuellen Trainingsplan von den Trainern und muss den dort durchziehen. Allerdings soll und darf ich auch mal etwas kürzer treten, weil auch ich noch eine Pause brauche, bevor die Vorbereitung wieder los geht. Wenn ich zurück bin, trainiere ich dann mit unserem Präventivtrainer Christian Neitzert wieder im Trainingszentrum und lasse mich in der Reha behandeln. Ich freue mich auf die kurze freie Zeit und bin momentan sehr zufrieden. 

Was hast du in den letzten Monaten am meisten an der Trainingsarbeit vermisst? 

Süle: Am meisten vermisse ich natürlich den geregelten Ablauf mit der Mannschaft. Der Alltag, mit meinen Teamkollegen auf den Platz zu gehen und am Wochenende im Stadion auf dem Feld zu stehen, fehlt mir. Wenn ich auf der Tribüne sitze und die Atmosphäre in den Stadien mitbekomme, möchte ich natürlich lieber selbst auf dem Feld stehen. 

Was hast du dir für den Sommer vorgenommen? 

Süle: Natürlich möchte ich, dass mein Knie stabil bleibt, ich schon sehr fit in die Vorbereitung gehe und eine gute Ausdauer habe, damit ich vom ersten Tag an eine gute Vorbereitung machen kann. Schon kurz nach der Verletzung hatte ich den Gedanken, am ersten Spieltag der kommenden Saison wieder auf dem Platz stehen zu wollen. Das ist immer noch mein Ziel.

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