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05.05.2015

David Abraham: "Grätschen ist die letzte Option"

Grätschen nur im Notfall, schneller denken als der Gegner, bis zum letzten Fußballspiel dazulernen und das besondere Gefühl, international zu spielen. David Abraham spricht im Interview mit achtzehn99.de über pfeilschnelle Gegenspieler, den Saisonendspurt und die bevorstehende Partie in Frankfurt.

Hallo David, wie geht es deiner Wade und wann steigst du wieder ins Teamtraining ein?

David Abraham: Meiner Wade geht es wieder gut. Heute konnte ich zwar noch nicht mit der Mannschaft trainieren, aber am Mittwoch werde ich wieder einsteigen. Heute habe ich individuell trainiert und die Wade wurde nochmal behandelt.

Gegen Dortmund habt ihr ein gutes Spiel gemacht, die Defensive hatte den schnellen BVB-Angriff gut im Griff. Wie verteidigt man am besten gegen einen so schnellen Spieler wie Aubameyang?

Abraham: Man muss immer eng an ihm dran sein und schneller denken als er. Alle wissen natürlich, dass er schnell ist und seine Mitspieler versuchen, seine Schnelligkeit mit langen Bällen auszuspielen und daraus einen Vorteil zu nutzen. Als Verteidiger muss man vorausschauend spielen und schon mit den langen Bällen rechnen, damit man schneller reagieren kann als er.

Ihr hattet einige Sprintduelle und Zweikämpfe außerhalb, aber auch im Strafraum und du hast auch einige Male die Grätsche ausgepackt. Gehst du in so einem Moment volles Risiko oder grätscht du nur mit 100%-iger Sicherheit, dass du den Ball triffst?

Abraham: Grätschen ist definitiv die letzte Option. Wenn ich merke, dass der Angreifer schon einen kleinen Vorteil gegenüber mir hat, ich ihn wohl nicht mehr anders einholen kann und mir nur die Grätsche bleibt, mache ich natürlich auch das. Aber ich muss mir dabei immer sicher sein, dass ich den Ball erwische. Ist das nicht der Fall, lasse ich das, denn ansonsten würde ich ja einen Elfmeter riskieren und meiner Mannschaft damit schaden.

Wie wichtig ist es für dich, den ersten deiner Zweikämpfe in einem Spiel zu gewinnen?

Abraham: Es ist gar nicht so sehr der erste Zweikampf eines Spiels, der für mich wichtig ist. Viel wichtiger ist es, das ganze Spiel lang wach zu sein und alle oder zumindest die Mehrzahl meiner Duelle für mich zu entscheiden. Ich fühle mich nicht anders oder unsicherer, wenn ich den ersten Zweikampf verliere. Danach habe ich genau so viel Selbstvertrauen.

Du bist einer der ältesten Spieler bei der TSG. Inwieweit hast du das Gefühl, auch selbst noch fußballerisch dazuzulernen?

Abraham: Man lernt nie aus. Während meiner Zeit in Hoffenheim habe ich schon so viel gelernt - im Training, in den Bundesligaspielen, jeden Tag. Ich werde bis zum letzten Spiel meiner Karriere immer wieder Neues lernen. Damit kann man nie aufhören.

Es sind noch drei Spiele - wie sehen deine Vorstellungen für ein perfektes Saisonende aus?

Abraham: Ich hoffe, dass ich die letzten drei Spiele von Beginn an spielen darf. Das ist mein persönlicher Wunsch. Für die Mannschaft und den Verein wünsche ich mir, dass wir die Europacupplätze noch erreichen können. Es wäre super, wenn wir international spielen dürften.

Mit dem FC Basel hast du schon mal in der Champions League gespielt. Was ist das Schönste daran, international zu spielen?

Abraham: Als Spieler spürt man sofort, wenn man international spielt. Das ist etwas ganz Besonderes und man hat ein ganz anderes Gefühl als bei einem Ligaspiel. Alle schauen hin. Alle sehen dein Spiel. Und das Schönste ist natürlich, wenn die Champions-League-Hymne läuft, alle Zuschauer im Stadion stehen und man selbst auf den Platz läuft. Das ist unglaublich - da merkst du dann: Du bist tatsächlich dabei. Das ist etwas Wunderbares.

Am Samstag spielt ihr in Frankfurt. Was erwartest du von dem Spiel?

Abraham: Es wird ein schweres Spiel werden. Der Gegner ist gut, hat schon viele gute Spiele abgeliefert. Es wird wie gegen Dortmund ein harter Fight werden. Aber ich hoffe, dass wir dieses Mal das bessere Ende für uns haben und das Spiel gewinnen.

 

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