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CAMPUS
13.12.2014

Galstyans Last-Second-Treffer lässt die U17 auf Platz eins überwintern

Was für ein Jahresabschluss! Dank eines Treffers von Hayk Galstyan in der allerletzten Sekunde überwintert die U17 nach dem 2:2 (1:1) beim Karlsruher SC in der Bundesliga Süd/Südwest auf dem ersten Rang. Die Partie auf Platz 3 des Wildparkstadions war nichts für schwache Nerven.

„Spitzenreiter! Spitzenreiter!“, dröhnte es aus der TSG-Kabine im Rudi-Fischer-Haus, dem Nachwuchsleistungszentrum des KSC. Durch die gleichzeitige Niederlage des FC Bayern im Derby gegen den TSV 1860 haben die B-Junioren der TSG Hoffenheim zum ersten Mal in dieser Saison den Platz an der Sonne erobert. Das Team von Trainer Jens Rasiejewski ist punktgleich und weist die identische Tordifferenz auf, hat aber einen Treffer mehr erzielt als die Bayern.

Vor dem Anpfiff schmetterten die Boxen am Kunstrasenplatz gastfreundlich das „Hoffe-Lied“, wenige Minuten später hätte es bereits im KSC-Kasten klingeln müssen, doch der aufgerückte Tim Wöhrle drückte einen Kopfball neben das Gehäuse (2.).

Auf der anderen Seite hatte Leon Jankowski großes Pech. Für den polnischen Neuzugang im Tor der Hoffenheimer, der erstmals nach seiner Freigabe zwischen den Pfosten stand, war gleich der erste Schuss der Karlsruher einer der Marke „unhaltbar“. Marcel Heller hatte mit links von der Strafraumgrenze abgezogen und genau in die rechte Ecke getroffen (7.).

Die Antwort der spielbestimmenden Hoffenheimer ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach einer Seitenverlagerung von Pasqual Pander auf Robin Hack traf der mit einem von seinem Bewacher Darian Gurley abgefälschten Schuss zum schnellen Ausgleich (12.).

Alles in allem schaffte es die Rasiejewski-Elf aber nicht, der Partie ihren Stempel aufzudrücken und hatte gegen Ende des ersten Durchgangs in der Defensive Probleme, drei Mal binnen weniger Minuten klärte der Abseitspfiff des Unparteiischen die Situation, einmal rettete Kapitän Johannes Bender vor dem einschussbereiten Florent Muslija (34.).

Im zweiten Abschnitt dasselbe Bild: Hoffenheim besser, aber mit Problemen, die kompakte KSC-Defensive zu knacken. Die Konsequenz: Entlastungsangriff, Eckball, Tor. Valentino Vujinović staubte aus dem Gewühl heraus aus kurzer Distanz ab, wieder hatte Jankowski keine Chance (54.).

Geduldig behielten die Hoffenheimer ihre Linie, taten sich aber weiterhin schwer, Abschlussmöglichkeiten zu kreieren. Die beste vergab Meris Skenderović, der nach Hacks Flanke über das Tor köpfte (59.). Theodoros Politakis verpasste mit einem Distanzschuss aus 18 Metern nur knapp (63.). Zwar ließen die Kraichgauer keine Konterchancen zu, doch die Zeit lief ihnen nun davon.

Rasiejewski mahnte an der Seitenlinie zur Ruhe. „Wir haben Zeit, noch vier Minuten“, rief er nach einem überhasteten Abschluss. Der Schiedsrichter zeigte schließlich drei Minuten Nachspielzeit an. Als dritten Einwechselspieler hatte Rasiejewski Hayk Galstyan gebracht. Noch zwei Minuten.

30 Sekunden vor Ablauf der Nachspielzeit entschied der Schiedsrichter nach einem Foul an Dennis Geiger auf Freistoß. Der Ball segelte in den Sechzehner, wurde aber aus der Gefahrenzone geköpft. Allerdings vor Galstyans Füße, der ein paar Meter mit der Kugel lief, sich ein Herz fasste und sie aus 16 Metern mit seiner linken Klebe in die linke Ecke schweißte – 2:2! Die Partie wurde gar nicht mehr angepfiffen. Riesenjubel auf der Hoffenheimer Bank, die geschlossen das Feld stürmte und Galstyan unter sich begrub. Erst jetzt drang die Kunde der Bayern-Niederlage durch: Spitzenreiter!

„Das war ein sehr schwieriges Spiel für uns auf diesem engen Platz“, sagte Rasiejewski. „Leider sind wir jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten für unsere Unachtsamkeit mit Gegentreffern bestraft worden und haben uns anschließend gegen die kompakte Defensive schwer getan. Umso mehr freut es mich für die Jungs, dass es noch gereicht hat. Nach zwölf Spielen am Stück ohne Niederlage und erfrischendem Offensivfußball haben sie sich Platz eins redlich verdient.“

Karlsruher SC – TSG 1899 Hoffenheim 2:2 (1:1)
Karlsruhe:
Semmle – Gurley, Tinchella, Capstrimb, Strompf, Goudar, Heller, Max, Vujinović (76. Frey), Muslija (66. Cukaj), Schmitt (41. Engels).
Hoffenheim: Jankowski – Pander (72. Galstyan), Politakis, Amade, Belkahia, Wöhrle, Karlein (55. Çevik), Bender (50. Königsmann), Skenderović (76. Kazaryan), Geiger, Hack.
Tore: 1:0 Heller (7.), 1:1 Gurley (12., Eigentor), 2:1 Vujinović (54.), 2:2 Galstyan (80.+3). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Marco Christmann (Morshausen). Karten: Gelb für Tinchella, Heller, Muslija, Engels / Belkahia, Wöhrle, Bender, Geiger.

Daten & Fakten zum Spiel »

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