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09.12.2014

Dóra Zeller: "Es geht noch mehr"

Sei einem halben Jahr spielt Dóra Zeller für die TSG. Sie kam in jedem Spiel zum Einsatz, ist zufrieden, aber es gehe noch mehr, sagt sie. Über Sportliches, Berufliches und Weihnachten in Ungarn sprach achtzehn99.de mit Zeller.

Wie feiert man in Ungarn Weihnachten?

Dóra Zeller: Ich glaube, das ist ganz ähnlich wie in Deutschland. Am 24. Dezember kommt die Familie zusammen. Es gibt Geschenke und wir essen ungarische Spezialitäten. Um Mitternacht gehen wir gemeinsam in die Kirche. Der 25. und 26. Dezember sind bei uns auch Feiertage, an denen wir Verwandte besuchen und das Weihnachtsfest ausklingen lassen.


Wie verbringst du die freien Wochen während der Winterpause?

Zeller: Obwohl wir schon ab dem 15. Dezember frei haben, fahre ich erst am 20. nach Hause. So lange habe ich noch Uni. Dann freue ich mich darauf, so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie zu verbringen. Wir schauen zusammen gerne Filme - das werden wir hoffentlich auch wieder machen. Außerdem möchte ich Freunde treffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe.


Am Sonntag beginnt die Winterpause. Wie wichtig ist sie für Euch?

Zeller: Sehr wichtig. Sie gibt uns Zeit, uns von der langen und anstrengenden Saison zu erholen. Das brauchen wir nach den vielen intensiven Spielen, um uns für die restlichen Spiele der Rückrunde vorzubereiten. Unser Kader ist klein. Deshalb ist es für uns umso wichtiger, uns nun mal ein paar Wochen Ruhe zu gönnen.


Worin liegen die größten Unterschiede zum Fußball in Ungarn?

Zeller: Die Geschwindigkeit ist eine ganz andere. Hier passiert alles viel schneller: das Spiel, die Spielerinnen. Man hat nur wenig Zeit, Entscheidungen zu treffen. Auch die Robustheit und körperliche Fitness ist eine andere. Daran musste ich mich erst gewöhnen.


Du kamst bisher in jedem Spiel zum Einsatz. Bist du zufrieden mit dir?


Zeller: Ich bin zufrieden, dass ich immer spielen durfte. Aber ich weiß auch, dass noch mehr geht. Als Stürmerin ist es nicht gut, wenn man nur ein Tor schießt. Deshalb möchte ich im nächsten Jahr noch mehr Tore machen und auch vorbereiten.


Gibt es ein Spiel, an das du dich besonders gerne erinnerst?

Zeller: Die Spiele gegen Leverkusen und Wolfsburg sind mir besonders in Erinnerung geblieben. Die Partie in Leverkusen war mein erstes Pflichtspiel für die TSG in der 1. Bundesliga und ich habe gleich mein erstes Tor erzielt. Und gegen Wolfsburg zu spielen, ist einfach ein tolles Erlebnis. Wolfsburg ist Deutscher Meister und Champions-League-Sieger und mit Sicherheit eine der besten Mannschaften der Welt. Außerdem habe ich gegen eine der weltbesten Spielerinnen gespielt. Das Duell mit Nilla Fischer war schwer. Sie ist eine kräftige Spielerin und es war wirklich nicht leicht, sich gegen sie durchzusetzen.

Du bist jetzt seit einem halben Jahr hier. Wie geht es dir hier, hast du dich eingelebt?

Zeller: Ich fühle mich hier sehr wohl und es gefällt mir gut. Alle in der Mannschaft haben mir sehr geholfen und es mir einfach gemacht, mich einzuleben.


Wie kommst du mit der deutschen Sprache voran?

Zeller: Es ist eine schwere Sprache. Am Anfang war es nicht leicht für mich, alles zu verstehen. Wenn die Trainer und Spielerinnen schnell und mit ihren Dialekten gesprochen haben, habe ich mich schon sehr schwer getan. Mittlerweile klappt das aber schon ganz gut und wird immer besser. Ich bekomme am Trainingszentrum auch Deutschunterricht, der mir dabei hilft, schneller und besser zu verstehen und zu sprechen.


Seit Oktober studierst du...

Zeller: Ja und es macht mir sehr viel Spaß. Ich bin momentan an einem Studienkolleg, das ausländische Studenten auf das Studium vorbereitet. Im Januar habe ich meine Deutschprüfung und im Mai folgen weitere Prüfungen. Danach kann ich dann mit dem eigentlichen Studium Wirtschaftswissenschaften in Heidelberg beginnen. Aber ich habe auch jetzt schon ein paar Fächer, die in Richtung Wirtschaft gehen. Das Studium gibt mir natürlich die Möglichkeit, auch außerhalb des Fußballs noch andere Leute kennenzulernen.


Was wünschst du dir für das kommende Jahr?

Zeller: Fußballerisch möchte ich gerne wieder so viel spielen wie im ersten halben Jahr und mit der Mannschaft noch einige Erfolge feiern. Privat ist mir eben wichtig, das Studienkolleg erfolgreich abzuschließen.


Am Sonntag spielt ihr noch in Wolfsburg. Ist das aus deiner Sicht ein schweres Spiel für Euch oder eines, in dem ihr befreit aufspielen könnt?

Zeller: Für uns ist es eher eines der leichteren Spiele. Wir haben keinen Druck, müssen beim Tabellenführer nicht gewinnen. Spiele gegen Freiburg oder Leverkusen sind schwieriger, weil das Duelle sind, die wir gewinnen sollten. Auf das Spiel am Sonntag in Wolfsburg freue ich mich aber. Denn wie schon gesagt: Der VfL hat eine der besten Mannschaften der Welt und gegen solche Teams spielt man doch besonders gerne.

Daten & Fakten zum Spiel »

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