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22.11.2014

Supratik Sen: "Wir
haben eine spannende
Reise vor uns"

Supratik Sen ist Geschäftsführer von U Sports und damit auf indischer Seite hauptverantwortlich für die am Mittwoch bekanntgegebene Zusammenarbeit der TSG mit dem indischen Fußball. Jetzt war er im Trainings- und Geschäftsstellenzentrum der TSG in Zuzenhausen zu Gast. Für achtzehn99.de hat er sich Zeit genommen und das Engagement sowie die Kooperation erklärt.

Herr Sen, wann hatten Sie die Idee, sich mit U Sports im Fußball zu engagieren?

Supratik Sen: Wir haben vor etwa einem Jahr entschieden, dass wir uns im Fußball einbringen wollen. Mit diesem Bekenntnis im Hinterkopf haben wir lange darüber nachgedacht, wie unser Engagement genau aussehen soll. Wo engagieren wir uns? Wann engagieren wir uns? In welchem Umfang engagieren wir uns? Auf welche Laufzeit ist unser Engagement ausgelegt? Mit diesen Fragen haben wir uns intensiv beschäftigt. Im Lauf dieses Prozesses kamen wir irgendwann zu dem Entschluss, dass sich unser Projekt vor allem auf die Förderung der Jugend konzentrieren soll und langfristig angelegt sein muss.

Wann trat die TSG in diese Gedankenspiele und warum haben Sie sich für diese Partnerschaft entschieden?

Sen: Hoffenheim fiel uns als Verein auf, der sich sehr intensiv - auch wissenschaftlich - mit der Förderung des Jugendfußballs auseinandersetzt. Als die TSG dann zum Abschluss der vergangenen Saison in Indien zu Gast war, habe ich mich mit Teammanager Thomas Richter zu ersten Gesprächen getroffen. Daraus hat sich in den vergangenen sechs Monaten die kürzlich bekanntgegebene Zusammenarbeit ergeben. Zudem war von beiden Seiten recht schnell klar, dass großes Interesse an einer langfristigen engen Partnerschaft besteht. Das, sowie die Art und Weise, wie man in Hoffenheim an die Talentförderung herangeht, waren sehr überzeugende Argumente. Die Ergebnisse der Arbeit werden wir sicherlich erst in einigen Jahren sehen.

Welchen Stellenwert hat der Fußball in Indien aktuell?

Sen: Indien ist in der FIFA-Weltrangliste weit jenseits der Top 100 notiert. Dass wir nun mit einem Partner aus dem Land des Weltmeisters zusammenarbeiten können, ist für uns eine große Sache. Indien ist als Sportnation natürlich in erster Linie für Cricket bekannt. Wir werden oft als Nation wahrgenommen, in der es nur Cricket gibt. Das ist nicht ganz richtig. Nach Cricket kommt Kabaddi und danach Fußball. Im Fußball spielen wir aber seit Jahrzehnten auf globaler Ebene keine Rolle. Und das, obwohl Indien 1,26 Milliarden Einwohner hat. Unser Ziel ist es, Fußball in Schulen und auf den Freiplätzen des Landes zu etablieren. Das ist ein wichtiger Anfang. So können wir Fußball in Indien in den Mainstream bringen. Fußball ist ein globaler Sport mit enormer Anziehungskraft, der sich, wenn er richtig gefördert wird, auch in Indien durchsetzen wird. Wir wollen und können Fußball als Nummer zwei im Land etablieren.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Indien in den kommenden Jahren einen Bundesliga-Profi hervorbringen wird?

Sen: Wir haben eine spannende Reise vor uns, aber ich hoffe, dass wir Spieler finden, die einmal stark genug dafür sind. Derzeit gibt es weltweit keinen indischen Fußballprofi, der zu den besten 20.000 Akteuren auf der Welt gehört. Bei einem so großen Land wie Indien kann das eigentlich nicht sein. Ein indischer Spieler in der Bundesliga, das wäre auch medial eine große Sache. Überall auf der Welt.

Hier finden sie die Pressemitteilung zur Zusammenarbeit der TSG mit U Sports in Indien.

Hier geht es zur Seite der Aktion UDream.

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