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14.10.2014

Kroos-Treffer reicht nicht zum Sieg - Rudy
spät eingewechselt

Die deutsche Nationalmannschaft kommt in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich nicht richtig in Schwung. In Gelsenkirchen musste sich das Team von Joachim Löw gegen tief stehende und aufopferungsvoll kämpfende Iren mit einem 1:1 begnügen.

Taktik und Personal:

Bundestrainer Joachim Löw baute seine Startelf nach der unerwarteten 0:2-Niederlage gegen Polen notgedrungen um. Für den verletzten Christoph Kramer agierte Matthias Ginter neben Toni Kroos auf der Doppelsechs. Und für den erkrankten Andre Schürrle griff Julian Draxler über die linke Außenposition an. Am System änderte sich durch die Wechsel nichts.

Das DFB-Team gab mit Anpfiff richtig Gas und setzte die Iren ständig unter Druck. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, Ideen waren vorhanden und auch der Zug zum Tor stimmte. Die Scharte von Warschau sollte postwendend ausgewetzt werden. Irland zog sich meist weit in die eigene Hälfte zurück und setzte vor allem auf Konter. Die wurden aber größtenteils schlampig ausgespielt, wenn sie nicht schon im Keim durch Ungenauigkeiten erstickt wurden. Die Genauigkeit ging auch der deutschen Mannschaft ab - immer wieder beim finalen Pass. Kein Wunder, nahm das Spiel doch immer wieder handballartige Züge an - viele Beine, wenig Platz. Dennoch bestimmte das Team die Partie. Der späte Ausgleich war mehr als unglücklich.

Der Hoffenheimer:

Wie schon vergangene Woche bei der Partie gegen Polen musste Sebastian Rudy zu Beginn der Partie auf der Bank Platz nehmen. Da es lange 0:0 stand, wechselte der Bundestrainer eher offensiv. So kam Rudy erst fünf Minuten vor Schluss zu seinem Einsatz. Er sollte im defensiven Mittelfeld für die nötige Stabilität sorgen, um den knappen Sieg über die Runden zu bringen. Er machte seinen Job gut und lief einige Bälle ab, den Ausgleich konnte "Basti" aber auch nicht verhindern.

Der Spielfilm:

5. Minute: Was macht denn Erik Durm da? Ballannahme mit der Brust und dann zieht er aus über 30 Metern voll ab. Ein Flatterball mit ordentlich Tempo - Latte. Was ein Pfund. Pech für Deutschland.

15. Minute: Draxler hat nach einem flachen Pass auf der linken Seite viel Platz. An der Grundlinie bewahrt er die Übersicht und findet Kroos im Rückraum. Der zieht aus 23 Metern direkt ab. Da fehlen aber doch drei, vier Meter.


32. Minute: Bellarabi hechtet in einen Ball und schafft so Raum für Müller. Der irische Keeper Forde ist aber aus seinem Strafraum und klärt - zumindest fast. Bellarabi bekommt den Ball an der rechten Seitenlinie wieder und das irische Tor ist verwaist. Seine Hereingabe findet aber keinen Abnehmer. Ein Torschuss war kaum möglich.

49. Minute: Der eingewechselte Lukas Podolski zimmert aus knapp 30 Metern mit links mal drauf. Leicht abgefälscht, verliert der Schuss an Tempo. Forde muss dennoch eingreifen. Er klärt zur Ecke.

53. Minute: Kroos sucht und findet Bellarabi mit einem Diagonalball. Der Leverkusener nimmt das Leder an und kommt dann mit der rechten Pieke aus fünf Metern zum Schuss. Forde ist wieder zur Stelle und klärt zur Ecke.

55. Minute: Kroos streichelt sich das Leder mit der Sohle in den Lauf und zieht dann aus 22 Metern mit rechts ab. Forde fliegt und hält erneut. Das Prädikat "bester Ire des Abends" hat sich der Keeper schon jetzt verdient.


71. Minute: Toni Kroos bricht den Bann. Mit rechts. Aus 22 Metern. An den Innenpfosten. Drin. Der Dosenöffner. Das 1:0. Endlich. Und verdient.

80. Minute: Podolski steckt im Strafraum auf der rechten Seite zum startendem Götze durch. Der schließt aus spitzem Winkel ab, scheitert aber an Forde. Einmal mehr gut gespielt vom DFB-Team.

85. Minute: Die erste Chance für die Iren. Wesley Hoolahan wird von links im Zentrum bedient und kommt frei zum Abschluss. Durm blockt den Schuss aus kurzer Distanz im letzten Moment. Das wäre für Neuer heikel geworden.

93. Minute: Unfassbar. Die Iren kommen in diese Partie zurück. John O'Shea, der Innenverteidiger, ist in der letzten Spielminute im deutschen Strafraum der gedankenschnellste Spieler und trifft aus sechs Metern mit dem rechten Fuß. Das 1:1. Das Spiel ist auf den Kopf gestellt.


Die Szene des Spiels:

Muss leider irgendwie entfallen. Bis zur 93. Minute stand hier der veremeintliche Siegtreffer von Toni Kross. Dann kam O'Shea.

Die Zahl des Spiels: 19 & 2

19 mal - so oft versuchte sich das deutsche Team gegen Irland im Abschluss. Ein Treffer sprang dabei heraus. Die Iren kamen zwei Mal zum Torschuss - der Ball war ebenfalls einmal drin. So kann der Fußball sein. Auch, wenn man Weltmeister ist.

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