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CAMPUS
21.09.2014

U19 gewinnt in Saarbrücken drei Zähler und viele Sympathien

Ein guter Bundesliga-Spieltag für die U19: Während die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann beim 1.FC Saarbrücken 4:2 (2:2) gewann und den fünften Sieg im sechsten Spiel feierte, ließ die direkte Konkurrenz Federn. Zudem bestachen die Hoffenheimer durch eine herausragende Fairplay-Aktion.

Die Szene des Spiels ereignete sich wenige Minuten vor dem Ende. Philipp Ochs hätte beim Stand von 3:2, als die Partie also noch keineswegs entschieden war, den Ball einfach nur ins leere Tor schieben und den Sack zu machen können. Allerdings lag Saarbrückens Torhüter Julian Wamsbach verletzt am Boden – und so spielte Ochs den Ball ins Aus. Eine sehr sportliche Geste, wenige Minuten später machte Ochs dann doch noch sein Tor…

Der Reihe nach. In einer sehr starken Anfangsphase mit viel Ballbesitz gingen die Hoffenheimer früh in Führung, als sich Joshua Mees schön im Strafraum der Platzherren durchsetzte und den Ball zum einschussbereiten Patrick Kapp gebracht hätte ... wäre nicht Ogün Tatlı dazwischengerauscht. Der FCS-Verteidiger traf ins eigene Netz (5.).

Die Hoffenheimer blieben zwar am Drücker, schafften es aber nicht, gegen die sehr tief stehende Viererkette des Aufsteigers den letzten Ball sauber an den Mann zu bringen. Ein Konter führte schließlich zum schnellen Ausgleich, der in der Entstehung etwas kurios war, da erst Johannes Bühler und anschließend Keeper Dominik Draband eigentlich hätten klären können, die Kugel landete jedoch bei Saarbrückens Angreifer Jens Meyer, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und nach einer knappen halben Stunde seine Farben sogar mit einem Kopfball in Führung brachte. „Der Spielverlauf war zwar auf den Kopf gestellt, allerdings hatten wir nach dem 1:0 auch keine klaren Chancen“, gab Nagelsmann zu. Immerhin gelang seiner Elf noch vor der Halbzeitpause das 2:2, das Mees auf Zuspiel Adrian Becks markierte (39.).

Ochs setzt den Schlusspunkt

Die Anfangsviertelstunde nach dem Wiederanpfiff bezeichnete Nagelsmann als „sensationell gut“, seine Mannschaft verteidigte extrem hoch und risikoreich. Doch durch die vielen Wechsel Mitte der zweiten Halbzeit riss der Faden zunächst, so dass etwas Leerlauf in die Partie kam. Die Schlussphase hatte es dann allerdings in sich. In der 80. Minute brachte Ochs einen Freistoß an den ersten Pfosten und der aufgerückte Benedikt Gimber verlängerte per Kopf zur erneuten Führung!

In der Nachspielzeit belohnte sich Ochs schließlich selbst für seine faire Geste wenige Minuten zuvor. Nach einem langen Abschlag Drabands verlängerte Beck auf den unter der Woche angeschlagenen Stürmer, der mit seinem fünften Saisontreffer für das 4:2 und die endgültige Entscheidung sorgte.

Mit drei Punkten Vorsprung auf den Karlsruher SC und den FSV Mainz 05 verteidigten die Hoffenheimer ihre Tabellenführung in der Bundesliga Süd/Südwest. Bemerkenswert: Der KSC holte beim 4:4 in Fürth einen 0:4-Pausenrückstand auf. Am kommenden Spieltag in zwei Wochen erwartet die Nagelsmann-Truppe zum Top-Duell des 7. Spieltags den FSV Mainz.

1.FC Saarbrücken – TSG 1899 Hoffenheim 2:4 (2:2)

Saarbrücken: Wamsbach – Tatlı (46. Erhardt), Lo Scrudato, Sachanenko, Grohs, Dalphin, Reiplinger, Steiner, Meyer, Bohnert (85. Labisch), Schneider (65. Flies).

Hoffenheim: Draband – Bühler, Rossipal, Kapp, Gimber, Rapp (70. Lorenz), Kölmel (46. Ochs), Beck, Mees (73. Bruno), Sessa, Waack (56. Öztürk).

Tore: 0:1 Tatlı (5., Eigentor), 1:1 Meyer (9.), 2:1 Meyer (26.), 2:2 Mees (39.), 2:3 Gimber (80.), 2:4 Ochs (90.). Schiedsrichter: Hafes Gerspacher. Karten: Sachanenko / Rapp, Bruno.

Daten & Fakten zum Spiel »

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