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24.07.2014

Andreas Beck: "Das Puzzle wird immer schlüssiger" - #vorbereitung

Seit mehr als sechs Jahren spielt Andreas Beck in Hoffenheim. Der Kapitän ist eines der "Gesichter Hoffenheims" (Markus Gisdol). Mit achtzehn99.de sprach er im Trainingslager der TSG im schweizerischen Brunnen über die Bedingungen vor Ort, den Stand der Vorbereitung, die Verletzungen von Eugen Polanski sowie Tarik Elyounoussi und die Situation vor einem Jahr.

Hallo, Andreas. Der Donnerstag ist der zweite Tag in der Schweiz. Wie gefällt es dir am Vierwaldstättersee?

Andreas Beck: Die Trainingsmöglichkeiten und das Hotel sind sehr gut. Der Platz ist in gutem Zustand und das Hotel bietet alles, was man sich wünscht - Wellnessbereich, Fitnessraum, gutes Essen. Zudem ist es auch landschaftlich super. Der Blick auf den See, kann sich schon sehen lassen. Darüber hinaus ist die Luft hier bisher sehr angenehm. Das hilft sowohl beim Training als auch bei der Regeneration.


Mit Sejad Salihovic und Ermin Bicakcic sind am Mittwochmorgen die beiden letzten Spieler zum Team gestoßen. Ermin ist einer der Neuzugänge. Wie hast du ihn bisher erlebt?

Beck: Ich kenne Ermin ja auch schon ein bisschen länger. Er war wie ich in der Jugend in Stuttgart. Weil er ungefähr drei Jahre jünger ist, haben wir nie zusammengespielt, aber wir kennen uns auch aus der Bundesliga. Er hat sich in der Liga bewiesen und auch bei der WM in Brasilien gute Spiele gemacht. Ich hoffe, dass er uns noch einen Schritt nach vorne bringt und den Konkurrenzkampf im Team weiter befeuert. Wir sind generell froh, dass wir jetzt als Mannschaft komplett sind.


Mit Adam Szalai ist noch ein Spieler dazugekommen, den du aus der Jugend des VfB kennst...

Beck: Adam war damals in Stuttgart ein sehr guter Freund. Wir haben uns auch in den vergangenen Jahren nie aus den Augen verloren. Bei den direkten Duellen in der Liga haben wir miteinander gesprochen, aber zwischendurch gab es auch immer mal wieder eine SMS oder eine Nachricht bei Whatsapp. Wenn er getroffen hat, oder wenn wir ein gutes Spiel abgeliefert haben. Seit er hier ist, haben wir schnell wieder eine Ebene gefunden und deshalb teilen wir uns auch das Zimmer.

Die Testspielwoche zwischen den beiden Trainingslagern war erfolgreich. Wie zufrieden warst du mit den gezeigten Leistungen?

Beck: Die Spiele haben sicherlich nicht die große Aussagekraft, aber wir haben immer bestimmte Schwerpunkte gesetzt und ich denke, diese Themen haben wir auf dem Platz gut umgesetzt. Dennoch wartet natürlich viel Arbeit auf uns. Je stärker die Gegner in der Vorbereitung werden, desto intensiver können wir an den Dingen arbeiten, die uns auch in der Bundesliga weiterhelfen. Das wird sich in den Wochen bis zum Saisonstart entwickeln. Kommende Woche steht ja schon das Spiel gegen Zürich an - das ist eine andere Hausnummer als bisher. Die erste Phase des Trainings haben wir hinter uns. Jetzt geht es um Details, um Feinheiten - sowohl im technischen als auch im taktischen Bereich. Wir sind bereit, jeden Tag zwei, drei Mal Vollgas zu geben.

Eugen Polanski und Tarik Elyounoussi haben sich jeweils in Testspielen verletzt. Wie schwer wiegt ihr Fehlen in der Schweiz?

Beck: Für die Mannschaft und für die beiden ist es sehr schade, dass sie hier nicht von Anfang an dabei sein können. Es ist ja eine wichtige Phase in der Vorbereitung. Aber wir haben bei der TSG eine sehr gute medizinische Abteilung, die die beiden schnell wieder nachhaltig auf die Beine bekommen wird. Beide sind schon eine Weile bei uns, kennen unseren Stil, unsere Art des Fußballs. Deshalb werden sie schnell wieder in den Tritt finden. Ich hoffe, dass sie so bald wie möglich wieder zu uns stoßen.

Es sind noch knapp vier Wochen bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal. Auf welchem Stand siehst du die Mannschaft derzeit?

Beck: Das ist schwer zu sagen. Vier Wochen sind eine lange Zeit. Wir haben noch viel vor, müssen die neuen Spieler auf einen Kentnissstand und uns auf ein Level bringen, auf dem wir das Tempo einer Partie 90 Minuten bestimmen können. Wir gehen alle mit voller Begeisterung und großer Freude an die Arbeit - das ist eine sehr gute Basis.

Vor einem Jahr habt ihr euch zu dieser Zeit in Österreich vorbereitet. Gibt es Unterschiede zum Vorjahr?

Beck: Markus Gisdol und sein Stab sind ein Jahr länger hier. Viele Spieler haben dieses Jahr komplett mitgemacht und wissen, wie der Trainer tickt, wohin er mit uns will. Das ist schon ein Unterschied. Zudem hatte die sportliche Leitung die Möglichkeit, Spieler gezielt zu holen, uns als Mannschaft passend zu ergänzen und verstärken. So wird das Puzzle immer schlüssiger und unser System immer griffiger. Wir sind auf einem höheren Leistungsstand. Aber das ist nicht das Ende. Wir alle haben den Ehrgeiz, dieses Level weiter auszubauen und besser zu werden. Das ist unser Anspruch - jeden Tag.

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