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PROFIS
10.04.2014

Kenan Karaman über sein Debüt, die Bundesliga & Torjubel

Vor etwas mehr als einem Monat, beim 6:2-Sieg im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg feierte Kenan Karaman sein Bundesliga-Debüt. Der 20 Jahre alte Stürmer hat sich seit dem Winter in den 18er-Kader der TSG gekämpft. Im Interview spricht der türkische Junioren-Nationalspieler über sein Debüt, die achtzehn99 AKADEMIE und die Bundesliga.

Hallo Kenan, erzähl uns von deinem ersten Bundesliga-Einsatz gegen den VfL Wolfsburg?

Kenan Karaman: Ein paar Minuten vor Spielende habe ich mein vorbereitetes Trikot auf der Auswechselbank entdeckt. Das war natürlich schon ein besonderer Moment, auf den ich lange hingearbeitet habe. Es klingt abgedroschen, aber da ist wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen.

An welchen Aspekten deines Spiels hast du in den letzten Monaten besonders gearbeitet, um einen Kaderplatz zu bekommen?

Karaman: In der Vorrunde hatte ich lange mit einer Verletzung zu kämpfen. Wichtig war, dass ich da in meiner ersten Saison bei den Profis nie den Kopf hängen ließ. Als es dann wieder ging, habe ich einfach in jedem Training Gas gegeben, mir keine Auszeiten erlaubt. Dass Markus Gisdol und sein Team meine Leistungen dann so positiv bewertet haben, dass es für den Kader und auch schon für einige Einsätze gereicht hat, freut mich natürlich. Aber das soll noch nicht das Ende sein.

Nach deinen eigenen Erfahrungen. Wie schwer ist es, in der Bundesliga auf dem Feld zu stehen?

Karaman: Im Unterschied zur Regionalliga ist das Tempo viel höher. Alles läuft schneller ab, die Zeit, nachzudenken wird kürzer oder ist überhaupt nicht gegeben. Zudem geht es auch körperlich sehr viel robuster zu - das spüre ich in den Zweikämpfen. Aber ich habe den Willen, mich da durchzubeißen.

Gemeinsam mit Niklas Süle warst du einer der ersten, der in das Internat der achtzehn99 AKADEMIE eingezogen ist. Wie war diese Zeit und was hast du mitgenommen?

Karaman: Für mich war das damals ein großer Schritt. Mit meiner Familie habe ich mitten in Stuttgart gewohnt und dann ging es in das kleine Hoffenheim. Das war aus vielerlei Gründen eine Umstellung. Aber ich habe mich relativ schnell wohlgefühlt und die Kameradschaft mit den anderen Jungs im Internat war klasse. Und die Betreuung für uns war großartig. Ich wurde bei wirklich allem zu 100 Prozent unterstützt - genau wie die anderen auch. Das war schon eine gute Zeit.

Gespielt hast du jetzt schon einige Minuten. Was würde dir dein erstes Bundesliga-Tor bedeuten?

Karaman: Seit ich ein Kind war, will ich ein Bundesligator erzielen. Ich bin Stürmer und war es auch schon immer. Das Gefühl, ein Tor zu machen, ist unglaublich. Das in der Bundesliga zu schaffen, ist weiterhin ein großes Ziel.

Hast du eine Idee, wie du dieses Tor feiern würdest?

Karaman: Ehrlich gesagt schon. Im Team nennen mich einige "Bulle vom Bosporus" - deshalb würde ich mit meinen Händen links und rechts vom Kopf zwei Hörner formen. Das mache ich schon eine Weile so.

Am Sonntag geht es gegen eine der Überraschungsmannschaften der Saison - den FC Augsburg. Was für ein Spiel erwartest du?

Karaman: Nach dem Sieg gegen die Bayern werden sie noch ein bisschen mehr Selbstvertrauen mitbringen, aber ich denke, wir können auch den Schwung aus den vergangenen Partien mitnehmen. Dann sind wir vor unseren Fans sehr schwer zu schlagen.


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