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11.04.2014

Jürgen Ehrmann: "Wege auch umsonst gehen"

Drei Wochen liegt die letzte Partie in der Bundesliga zurück. Am Sonntag, 13. April geht es für die TSG mit der Partie beim 1. FFC Turbine Potsdam nun endlich weiter. Kristin Demann, die zuletzt beim Champions-League-Halbfinalisten spielte, ist guter Dinge: „Wir müssen uns nicht verstecken und können für eine Überraschung sorgen.“

Das Selbstvertrauen ist enorm gestiegen. Aus den vergangenen drei Spielen holte die TSG sieben Punkte – wichtige Beute im Abstiegskampf. „Wir müssen an die vergangenen Partien anknüpfen und dürfen uns nicht ausruhen“, sagt Demann, betont aber auch, dass das Spiel in Potsdam eines sei, in dem man nicht unbedingt punkten müsse. Immerhin ist Potsdam ein ernsthafter Titelkandidat, steht im Halbfinale der Champions League und würde mit einem Sieg die Tabellenspitze übernehmen.

Wie ist die Mannschaft drauf?

Trainer Jürgen Ehrmann ist sich sicher, dass auf seine Mannschaft viel Defensivarbeit wartet: „Im Spiel gegen den Ball haben wir sicher einiges zu überstehen. Die Kommunikation bei uns muss perfekt sein und jede muss die Bereitschaft zeigen, auch Wege umsonst zu gehen.“ Über die dreiwöchige Pause ist der 53-Jährige nicht glücklich: „Wir waren zuletzt richtig gut drauf. Solch eine lange Pause nimmt natürlich den Spielrhythmus. Das ist nicht schön, aber ich denke, die Mannschaft zehrt von ihren positiven Resultaten und Auftritten.“

Auch während der Pause ist die Verletztenliste nicht kürzer geworden, im Gegenteil. Denn nach Selina Häfele, Silvana Chojnowski, Alisa Vetterlein, Leonie Keilbach und Fabienne Dongus, die alle in Potsdam fehlen werden, kam auch noch Kristina Kober hinzu. Für die Torhüterin ist die Saison mit einem Fingerbruch beendet. Außerdem fällt Innenverteidigerin Madita Giehl krankheitsbedingt aus.

Debüt zwischen den Pfosten

Die spannendste Personalfrage stellt sich auf der Torwartposition. Weil sowohl Vetterlein als auch Kober ausfallen, rücken die beiden Torhüterinnen der zweiten Mannschaft nach: Carina Schanz und Martina Tufekovic. „Welche von unseren Nachwuchstorhüterinnen im Tor steht, entscheiden wir kurzfristig“, so Ehrmann, der sich mittlerweile daran gewöhnt hat, seinen Kader immer erst kurz vor dem Spiel zu planen. Sicher ist nur: Für Schanz und Tufekovic wäre es das Bundesligadebüt.

Genauso wie der Coach sich wünscht, dass sich die personelle Situation in naher Zukunft wieder entspannt, hofft er: „Vielleicht bekommen wir am Sonntag auch in der Offensive die eine oder andere Möglichkeit.“ Denn vor dem Tor agierte seine Mannschaft zuletzt sehr effektiv.

Ohne Druck – „Von uns erwartet niemand, in Potsdam zu punkten“, so Demann – fährt die TSG nach Brandenburg und freut sich auf das Spiel: „Die Kulisse ist immer toll und die Fans machen gute Stimmung“, sind sich Ehrmann und Demann einig.

Regionalliga: Noch zehn Punkte bis zur Meisterschaft

In der Regionalliga Süd empfängt Hoffenheim den abstiegsbedrohten FFC Wacker München. Die Münchnerinnen sind am Sonntag, 13. April um 14 Uhr zu Gast beim Tabellenführer. Der Vorletzte der Regionalliga konnte am vergangenen Wochenende einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten einfahren, steckt mit nur elf Punkten aber tief im Abstiegskampf. Dieses Wort ist für die zweite Mannschaft der TSG in dieser Saison ein Fremdwort. Es sieht so aus, als würde der Mannschaft des Trainerteams Siegfried Becker und Lena Forscht keines der elf Teams den ersten Platz streitig machen. Nach zwölf Siegen und drei Unentschieden fehlen den Hoffenheimerinnen nur noch zehn Punkte, um die Meisterschaft perfekt zu machen. Und dazu hat 1899 noch sieben Spiele Zeit.

Neben den Langzeitverletzten Joanna Wolf und Tabea Waßmuth fehlt erneut Vanessa Giangrasso, ebenso wie Judith Steinert, die sich am vergangenen Spieltag das Handgelenk gebrochen hat. Weil die beiden Torhüterinnen Schanz und Tufekovic in die erste Mannschaft aufrücken, herrscht auch beim Regionalligateam die Spannung, wer das Tor hüten wird.

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