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FRAUEN
03.08.2013

Vetterlein: "Ich muss immer im Spiel sein"

Vom Triple-Sieger VfL Wolfsburg wechselte Alisa Vetterlein zur TSG 1899 Hoffenheim: vom besten Verein Deutschlands zu einem Bundesligaaufsteiger. achtzehn99 sprach mit der Torhüterin über die Gründe für ihren Wechsel, ihre neue Mannschaft und die Erfahrungen, die sie mit den 1899-Frauen teilen kann.

Du bist seit knapp vier Wochen hier – hast du dich gut eingelebt?

Ja sehr gut. Ich fühle mich hier sehr wohl. Es ist schön, wieder im Süden und näher an der Heimat zu sein. Die Mannschaft macht es mir extrem leicht, mich wohlzufühlen.

Dein Wechsel war auf den ersten Blick ein sportlicher Rückschritt. Wolfsburg ist Meister, CL-Sieger, Pokalsieger. Hier geht es wohl gegen den Abstieg…

Es ist für mich hier natürlich eine komplett neue Aufgabe. Vom ersten Spieltag an geht es für uns darum, in der Liga zu bleiben. Es ist für mich und uns alle eine extrem große Herausforderung. Nach den ersten Wochen bin ich aber felsenfest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen.

Was war ausschlaggebend für deinen Schritt, zu einem Aufsteiger zu wechseln?

Wo die Mannschaft, zu der ich wechseln würde steht, ob sie Aufsteiger ist oder nicht, war nicht ausschlaggebend. Das Konzept hier überzeugt mich und der unbedingte Wille Hoffenheims, mich zu holen, war ausschlaggebend. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Verantwortlichen und Trainer mich, so wie ich bin, im Team haben wollen.

Was kannst und möchtest du der Mannschaft weitergeben?

Gerade im letzten Jahr habe ich eine Menge mitgenommen: an Erfahrungen und Extremsituationen sowie in Sachen Erfolg. Das alles, aber auch taktische Dinge kann ich weitergeben und ich habe gelernt, beruhigend auf meine Mitspielerinnen einzuwirken.

Wie schätzt du die Fähigkeiten der Mannschaft ein?

Es gibt hier viele junge und talentierte Spielerinnen. Was hier an Ausbildung passiert, ist unglaublich. Ich habe in einem Verein noch nie gesehen, dass es so viele Spielerinnen gibt, die wirklich kicken und immer besser werden wollen. Durch die taktischen und physischen Einheiten der Trainer werden wir bestens auf die Liga vorbereitet sein.

Warst du auf dem Feld schon immer so extrovertiert?

Ich war nicht immer so. Mein Job als Torwart bringt das aber mit sich. Mit der Zeit und als klar war, dass ich in Wolfsburg klare Nummer 1 sein würde, musste ich das lernen. Für meine Mitspielerinnen ist das aber positiv, weil ich ihnen so helfen kann.

Wie schwer ist es für Torhüterinnen im Spiel zu bleiben, wenn sie kaum etwas zu tun bekommen?

Man muss immer im Spiel sein. Das habe ich im letzten Jahr gelernt. Manchmal ist es so, dass ein Torwart 89 Minuten nichts zu tun hat, dann kommt ein Angriff und dann muss ich da sein! Diese Erfahrung habe ich vor allen Dingen im letzten Jahr in Wolfsburg gemacht. Aber es geht!

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