Alle Ergebnisse TSG eSPORTS TSG Radio
FRAUEN
26.09.2012

Frauen II: "Die Mannschaft hat sich den Start verdient"

Lena Forscht und Siegfried Becker führen die zweite Mannschaft durch die Regionalliga. Becker ist als Nachfolger von Marco Göckel seit dieser Saison Trainer. Im ersten Teil des Interviews spricht das neu formierte Trainergespann über ihre gemeinsame Findungsphase und den Vorteil, ein nahezu unverändertes Team zu haben.

Habt Ihr Euch direkt „gefunden“?

Becker: Ich glaube schon. Es gab anfangs natürlich ein paar Punkte, die sich erst mit der Zeit einspielen. Aber mittlerweile ergänzen wir uns sehr gut.

Du hast den Job im Sommer bei den Frauen übernommen. Wie fallen Deine Eindrücke als Trainer einer Frauenmannschaft aus?

Becker: Es gibt einige Sachen, die anders sind. Gerade in der Wahrnehmung der Spielerinnen. Frauen setzen andere Schwerpunkte. Ansonsten ist es Fußball – hier und dort.

Wie ist das Klima im Förderzentrum und in der Mannschaft?

Becker: Das Klima am Jugendförderzentrum ist wirklich gut, man sieht sich und versteht sich, da alle den gleichen Grundgedanken tragen. So habe ich mich dort sehr schnell eingelebt. Zum Team: Natürlich bin ich anders als Marco. Aber solch kleine Veränderungen bringt ein Trainerwechsel mit sich und wie heißt es doch so schön – Veränderung ist der Anfang von Entwicklung.

Forscht: Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. In den vergangenen Spielen hat sich dies oftmals ausgezahlt. Aufgrund des Engagements und Willens, den die Mädels an den Tag legen, haben wir auch Testspiele gegen höherklassige Gegner gut bestritten und die ersten Punkte in der Liga eingefahren. Alle ziehen an einem Strang und wollen den Erfolg gemeinsam einfahren. Auch gegen Memmingen hat sich dies wieder gezeigt, als wir einen Rückstand noch in einen Ausgleich gebogen haben.

Lena, was ging in dir vor, als du von Marcos Entscheidung gehört hast, aufzuhören? War für dich sofort klar, dass du weitermachst?

Forscht: Natürlich war es sehr schade, dass sich Marco so entschieden hat. Ich wusste danach nicht, was und wer mich erwarten würden, nur dass ich gerne mit den Mädels weiterarbeiten möchte. Nachdem Siggi und ich uns kennengelernt haben, waren die Zweifel beseitigt und jetzt passt es richtig gut.

Wie wichtig war es, dass Lena die Mannschaft schon gekannt hat?

Becker: Für mich war es und ist es unheimlich wichtig. Spätestens bei der Aufstellung und der Organisation vor den Spielen hätte ich Probleme. Der Ablauf hier ist völlig anders wie das, was ich gewöhnt bin. Früher lief es so ab: Wenn ich gekommen bin und gesagt habe „Ich trainiere um 17 Uhr“ – dann war das so. Jetzt möchten teilweise fünf Mannschaften auf zwei Plätzen trainieren, die Zeiten sind fest eingeteilt. Man muss sich eben mit den anderen Trainern absprechen. Das habe ich so nicht gekannt, mich aber daran gewöhnt und Lena war mir dabei eine Hilfe.

Forscht: Ich habe mich zu Beginn unserer Zusammenarbeit teilweise bewusst zurück genommen, damit Siggi seine eigenen Eindrücke sammeln konnte. Natürlich ist es für mich und auch für uns als Trainerteam super, dass ich die Mädels kenne.

Ist es ein Vorteil, dass das Team nahezu unverändert ist?

Forscht: Es ist auf jeden Fall ein Vorteil. Das konnte man in den ersten Spielen und Trainingseinheiten beobachten. Bestimmte Abläufe auf und neben dem Platz haben sich schon eingespielt. So war es z.B. auch gar kein Problem, die beiden noch U17-Spielerinnen zu integrieren (Tessa Siller und Lisa Eiberger, Anm.d.Red.). Was wir uns letztes Jahr im technischen und taktischen Bereich erarbeitet haben, nehmen wir mit in eine Saison, in der wir uns in anderen Bereichen weiterentwickeln müssen: gerade im läuferischen und kämpferischen Bereich als auch in der Zielstrebigkeit. Es ist super, dass wir auf solch einem guten Fundament aufbauen können was auch darin gründet, dass alle Hoffenheimer Teams das gleiche System spielen und bereits in den Jugendteams gute Arbeit geleistet wird.

Becker: Wichtig war und ist natürlich auch jetzt noch die hervorragende Arbeit von Marco in der vergangenen Saison. Auf diese möchte ich aufbauen. Ich kam in eine Mannschaft, die schon ein fertiges Spielsystem hat. Wir müssen darauf achten, dass es funktioniert und es nicht in Vergessenheit gerät.

Im zweiten Teil des Interviews verraten die beiden Trainer ihre Sicht über den guten Saisonstart.

Jetzt Downloaden!
Seite Drucken nach oben