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11.02.2012

Ein Punkt von der Weser

1899 Hoffenheim kassiert beim 1:1 Unentschieden gegen Werder Bremen wieder mal den Ausgleich in letzter Minute. Beim Debüt des neuen 1899-Trainers Markus Babbel zeigte die Mannschaft eine starke erste Hälfte und ging nach nur vier Minuten durch Jannik Vestergaard in Führung. Bremen steigerte sich nach dem Seitenwechsel und belohnte sich dafür in der 89 Minute durch Marko Arnautovic.

Cheftrainer Markus Babbel hatte wenig Zeit seine neue Mannschaft kennenzulernen. Am Freitag wurde er in Hoffenheim offiziell vorgestellt, nur 24 Stunden später nahm er erstmals in Bremen auf dee Bank Platz. Doch dieser vermeintliche Nachteil machte sich positiv bemerkbar. Bereits in der 3. Minute prüfte Kapitän Andreas Beck Bremens Schlussmann Tim Wiese. Die anschließende Ecke von Sebastian Rudy köpfte Jannik Vestergaard in die Maschen - das erste Bundesligator des baumlangen Dänen. In Abwesenheit ihres Torjägers Claudio Pizarro hatte Werder zu Beginn Probleme. So musste eine Standardsituation her halten. Marko Arnautovic zirkelte den Ball über die Mauer bedrohlich aufs Eck. Starke antizipierte jedoch das Vorhaben des Bremers und parierte glänzend (8.). Hoffenheim, die ohne die gelbgesperrten Sejad Salihovic und Ryan Babel an die Weser gereist waren, machte es den Gastgebern äußerst schwer, störte früh und aggressiv und schaltete blitzschnell über wenige Stationen um. So geschehen in der 17. Minute, als ein Konter über Williams beinahe zum 2:0 geführt hätte. Der US-Nationalspieler legte in den Lauf von Roberto Firmino, der noch einen Gegenspieler austanzte den Ball aber nicht voll traf und dieser am kurzen Eck vorbei trudelte. Wer vorne seine Chancen nicht konsequent verwertet, wird des Öfteren bestraft. Markus Rosenberg verpasste die Chance auf den Ausgleich und verzog frei vor Starke am langen Pfosten (20.). Die Partie blieb weiter intensiv und hart umkämpft. Bremen erhöhte den Druck ohne sich dabei aber nennenswerte Möglichkeiten zu erspielen. Hoffe blieb stets gefährlich bei Kontern. Kurz vor dem Seitenwechsel kam Hoffe nochmal zu einer Chance. Einen Rudy-Freistoß köpfte Srdjan Lakic über den Querbalken (43.).

Babbel verzichtete in der Pause auf einen Wechsel, Trainerkollege Schaaf brachte Marin für Ekici. Gleich nach Wiederbeginn wurde es laut im Weser-Stadion. Marin setzte sich auf der Aussenbahn durch, legte flachen an den Fünfer, doch Beck klärte in höchster Not (48.). Bremen erneut in der Vorwärtsbewegung, doch mit einem gravierenden Ballverlust. Firmino machte sich auf, Lakic lauerte mutterseelenallein am Strafraum, der Brasilianer versuchte jedoch seinen Gegenspieler auszuspielen und verlor das Leder (55.). Nach gut einer Stunde wurde das Publikum unruhig, Werder fand zu selten den Weg in den Hoffenheimer Strafraum. 1899 nutzte hingegen jede sich bietende Chance, um Nadelstiche zu setzen. In der 62. Minute versuchte Rudy Wiese mit einem raffinierten Freistoß aufs kurze Eck zu überraschen, doch der Nationalkeeper hatte aufgepasst. Sieben Minuten später hatte Firmino die Chance den Sack zu zu machen. Schön freigespielt von Rudy köpfte der Brasilianer den Ball aber genau un die Arme von Wiese. In der 70. Minute wechselte Babbel zum ersten Mal aus. Weis, der eine starke Partie lieferte, jedoch kurz vor der gelb-roten Karte stand, verließ das Feld. Für ihn kam Knowledge Musona in die Partie.

Die Partie wurde deutlich langsamer. Werder gelang es, das Geschehen in der Hälfte der Kraichgauer zu halten. Allerdings verhinderten die Hoffenheimer die Abschlussbemühungen der Hausherren. Bis in die Schlussphase. Als noch eine Minute zu spielen war zeigte der bis dato völlig abgemeldete Arnautovic seine Torjägerqualitäten, verwandelte eiskalt und machte so die schlimmsten Befürchtungen der 1899-Fans wahr. Wieder geht ein sicher geglaubter Sieg kurz vor Schluss verloren. Nach dem Ausgleich drehten die Kraichgauer nochmal auf, aber weder Mlapa noch Musona konnten am Ergebnis etwas ändern.

So trennen sich Werder Bremen und 1899 Hoffenheim letztlich mit einem gerechten Unentschieden. Auch wenn die TSG mal wieder mit der letzten Minute hadert, kann sich die Mannschaft mit ihrem neuen Trainer über eine ordentliche Leistung freuen und bringt einen wichtigen Punkt mit nach Hause.

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