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02.11.2011

Nächster Gegner: Mit Kurz zum Ligaverbleib

Der 1. FC Kaiserslautern setzte zur richtigen Zeit ein Zeichen und verlängerte den Vertrag mit Cheftrainer und Aufstiegsmacher Marco Kurz vorzeitig um ein weiteres Jahr.

"Wir haben einen der besten Trainer der Liga", erklärte Kuntz, "und möchten auf diesem Posten weiter kontinuierlich arbeiten. Mit ihm werden wir auch in diesem Jahr den Klassenerhalt schaffen und weitere Ziele für unseren FCK ins Auge fassen." Beflügelt vom Verbleib des Cheftrainers holte die Mannschaft aus den letzten drei Partien sieben Zähler, sorgte dabei mit einem 2:1-Erfolg auf Schalke für eine faustdicke Überraschung und bezwang später eine Woche auch den SC Freiburg mit 1:0. Beinahe wäre den Roten Teufeln auch beim Gastspiel in Hamburg ein „Dreier“ gelungen, doch Guerrero sorgte in der zweiten Hälfte noch für den 1:1-Ausgleich. So rangiert Kaiserslautern nach elf Spieltagen auf Platz 13 und hat drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Kein sicheres Polster. Aber vor allem die Art, wie der Punkt beim HSV erarbeitet wurde, veranlasste den sonst sehr kritischen Kurz zu lobenden Worten: „Wir nehmen das Positive mit. Unser Auftritt sollte uns Mut für die anstehenden Aufgaben geben.“

Leistungsträger abgegeben

Der verhaltene Start der Pfälzer hat personelle Gründe: Nach der sensationellen Vorsaison, die Lautern als bester Aufsteiger auf Rang sieben abschloss, kam es aufgrund begrenzter wirtschaftlicher Möglichkeiten zwangsläufig zum personellen Umbruch: Mit Srdjan Lakic, Jan Moravek, Ivo Ilicevic und Erwin Hoffer verlor man vor allem in der Offensive große Qualität, die Neuzugänge konnten die hochwertigen Abgänge bislang nicht vergessen machen. Lakic, mit 16 Toren in der vergangenen Saison noch die Lauterer Lebensversicherung, wechselte zum VfL Wolfsburg, Jan Moravek kehrte nach abgelaufener Ausleihe zum FC Schalke 04 zurück, Ilicevic wechselte kurz vor Toreschluss nach Hamburg, Hoffer nach Frankfurt.

In die Breite verstärkt

Der Kader wurde vor allem in der Breite verstärkt und ist damit Sinnbild für den Grundgedanken in der Lauterer Strategie. Kouemaha kam aus Brügge, Shechter von Hapoel Tel Aviv, ebenso wie Vermouth, der das Mittelfeld verstärken sollte, aber bisher noch nicht richtig zum Zuge kam. „Wir funktionieren als Kollektiv und weniger über die individuelle Klasse einzelner Spieler“, sagte Pierre de Wit. Der Torschütze beim 1:1 gegen den HSV weiß wovon er spricht, immerhin war es sein erster Einsatz in der laufenden Saison von Beginn an. Auch Kurz betont, wie wichtig die Breite im Kader von Kaiserslautern für den Erfolg des Teams ist und sieht darin einen Beweis für den angestoßenen Entwicklungsprozess in der Pfalz: „Die Spieler, die in die Mannschaft kommen, finden langsam den Anschluss. Wir nehmen nun die wichtige und notwendige Entwicklung.“ Das Ziel für die Teufel bleibt zunächst der Klassenerhalt. Erreicht werden soll dieser mit zwar bescheidenen finanziellen Mitteln, dafür aber mit einem lautstarken Publikum auf dem heimischen Betzenberg im Rücken und mit Cheftrainer Marco Kurz auf der Trainerbank.

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