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AKADEMIE
23.12.2010

Rieder Delegation um Robert Ibertsberger zu Gast in der Akademie

Robert Ibertsberger, Bruder von 1899-Profi Andreas, war mit sechs Kollegen der Nachwuchsakademie der SV Ried zu Gast im Kraichgau, um einige Tage in der achtzehn99 AKADEMIE zu hospitieren und auch beim Training der Bundesliga-Profis vorbeizuschauen.

Beim Blick auf die aktuelle Tabelle der österreichischen Bundesliga dürfte sich so mancher Fußball-Freund verwundert die Augen reiben: Kein Team aus Wien, Salzburg, Innsbruck oder Graz, sondern die kleine Sportvereinigung Ried führt die Liga mit vier Zählern Vorsprung an. Von der Champions League darf in Oberösterreich also durchaus geträumt werden. Das ist auch ein Verdienst der Nachwuchsabteilung, die in den älteren Altersklassen als „AKA OÖ West" in der jeweils höchsten Liga an den Start geht und durchweg vordere Platzierungen belegt.

Nach einem kurzen Besuch des Nachwuchsleistungszentrums in Hoffenheim wurden Ibertsberger und Co. von Bernhard Peters, dem Hoffenheimer Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung, empfangen, der über den Status quo der Ausbildungsphilosophie referierte und für einen Erfahrungsaustausch zur Verfügung stand. Anschließend ging es zum Training der U23, Spielleiter Thomas Gomminginger lud die Rieder Delegation im Anschluss zu einer kurzen Führung im U23-Gebäude ein und gab einen Einblick in seinen „Zweitjob" als Laufbahnbegleiter, ehe Co-Trainer Otmar Rösch die Gruppe übernahm und mit ihr den Athletikbereich besichtigte - Fitnesstest inklusive. Doch damit war es am ersten Tag noch nicht genug. Zurück im Nachwuchsleistungszentrum nahm das Trainer-Septett an einer Videoanalyse-Sitzung der U19 mit Coach Guido Streichsbier teil, der sich auch spontan die Zeit nahm, um bei einer Fragerunde Rede und Antwort zu stehen. Beim anschließenden Training waren die Rieder selbstverständlich mit dabei.

Am Folgetag besichtigten Ibertsberger und Kollegen das Kinderzentrum und lernten dabei die Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner „Anpfiff ins Leben", der sich der ganzheitlichen Ausbildung der Hoffenheimer Spieler annimmt, kennen. Nach einigen Erinnerungsfotos im Dietmar-Hopp-Stadion stand nun ein Besuch beim Training der Profis im Terminplan, um den Gesamteindruck der Kraichgau-Visite zu komplettieren. „Wir haben einen umfassenden Einblick in die Philosophie und tägliche Arbeit von 1899 Hoffenheim bekommen", freute sich Helmut Prellinger, der Sportliche Leiter der Rieder Akademie. Am Folgetag schauten die Rieder sowohl bei den Punktspielen der U14 (4:0 gegen Germania Brötzingen) und der U17 (2:0 gegen den 1.FC Kaiserslautern) als auch selbstverständlich bei den Profis vorbei, die sich von Bayer Leverkusen 2:2 trennten. „Immerhin nicht verloren", sagte Robert Ibertsberger. „Bei meinem letzten Besuch gab es gegen Bayer ein 1:4."

Robert Ibertsberger, Jahrgang 1977 und somit fünf Jahre älter als Andreas, war einst selbst Profi (unter anderem bei Austria Salzburg, beim FC Tirol und in der Serie A beim AC Venezia), gewann zwei Mal die österreichische Meisterschaft und absolvierte acht Länderspiele. Die „Gazzetta dello Sport" bezeichnete Ibertsberger Mitte der 90er Jahre als „größtes Talent nach Ronaldo", doch eine schwere Knieverletzung, die er in einem Punktspiel gegen Austria Wien erlitt, setzte ihn für eineinhalb Jahre außer Gefecht. Danach warfen ihn weitere Verletzungen immer wieder zurück, so dass er 27-jährig seine Laufbahn vorzeitig beenden musste. Seine Trainerkarriere begann Ibertsberger im Jugendbereich von Austria Salzburg, im Sommer 2010 wechselte er als U18-Trainer und Leiter des Grundlagenbereichs in die Fußballakademie der SV Ried.

Das Gruppenbild im Dietmar-Hopp-Stadion zeigt von oben links: Robert Ibertsberger (Akademie U18-Trainer und Sportlicher Leiter U7-U14), Leo Zeilinger (U18-Tormanntrainer), Helmut Prellinger (Sportlicher Leiter Akademie U15 - U18 und Individualtrainer). Untere Reihe von links: Otmar Grossbötzl (Co-Trainer AKA U18), Edwin Causevic (Co-Trainer AKA U16), Andreas Milot (Trainer AKA U16), Günter Friedl (Trainer AKA U15).

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