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03.11.2010

Nächster Gegner HSV: Wechselhaft, heiter bis wolkig

„Wenn sie nach acht Spielen auch noch 21 Punkte haben, soll es mir recht sein“, sagte Armin Veh vor dem Spiel gegen Mainz 05. Und so kam es. Dem Hamburger SV gelang es als erstes Team, den bis dato schier unaufhaltbaren 05ern den Zahn zu ziehen. Der zweite Sieg in Folge für den HSV, dem ein Punktgewinn gegen die Bayern folgte und eine Pleite in Köln - Tendenz wechselhaft.

„Teilweise ganz ordentlich" oder anders ausgedrückt: heiter. Teilweise nicht so ordentlich: wolkig. Fünf Siege aus den ersten zehn Saisonspielen sind für den Bundesliga-Dino zu wenig. „15 Zähler sind zu wenig. Trotzdem bin ich nicht bereit, alles negativ zu sehen. Wir haben nur drei Punkte Abstand zum dritten Tabellenplatz und das ist unser nächster Gegner", sagte Armin Veh. Dem holprigen Saisonstart folgte ein kurzes Zwischenhoch mit zwei Siegen und einem Remis. Und jetzt wieder der kleine Wetterumschwung beim 2:3 in Köln. Es bleibt ein Auf und Ab. Da auch die Spitzenmannschaften Bayern, Bremen und Schalke noch nicht durchgestartet sind, schielen die Hamburger trotz allem auf die europäische Bühne. Die individuelle Klasse dafür hat der Kader zweifelsohne. „Ein Platz unter den ersten Drei ist drin", betont das Hamburger Urgestein Uwe Seeler.

„Haben viele gute Einzelspieler"

„Wir besitzen viele gute Einzelspieler, müssen unsere Leistung jedoch immer als Team abrufen", sagt auch Veh. Ruud van Nistelrooy, Zé Roberto und Kapitän Heiko Westermann bilden drei Säulen im Hamburger Spiel. Letzterer wechselte vor der Saison vom FC Schalke 04 an die Elbe und organisiert zusammen mit Joris Mathijsen die Defensive. Dauerbrenner Zé Roberto zieht die Fäden im Mittelfeld. „Er bringt uns erstklassige Leistungen, Woche für Woche, Tag für Tag, in jedem Training", beschreibt Veh die Bedeutung des Brasilianers. Und im Angriff spielt kein Geringerer als Weltstar van Nistelrooy. Der charismatische Niederländer, der nach eigener Aussage „heute noch bei jedem Treffer Gänsehaut bekommt", ist mit vier Treffern Hamburgs bester Torschütze. Zuletzt blieb aber auch er erfolglos vor dem Tor. Gegen Hoffenheim hält die Torflaute an, denn van Nistelrooy erlitt im Training einen Muskelfaserriss und fällt definitiv aus.

Von der Verletztenliste kann Cheftrainer Veh Zé Roberto und David Jarolim streichen. Nach seiner Muskelverletzung ist Jarolim wieder fit und auch Zé Roberto wird wieder mit von der Partie sein. Fragezeichen stehen dagegen noch hinter Marcell Jansen (Zehenbruch), Frank Rost (Teilabriss des Außenbandes) und Mladen Petric, der am Mittwoch das Training abbrechen musste. Veh freut sich über die Rückkehrer, denn „es ist wichtig, wenn Spieler mit hoher Qualität zurückkommen", sagte der Coach.

Es bleibt unbeständig

Nach einem Viertel der Saison hat sich die Wetterlage beim HSV noch nicht in eine eindeutige Richtung entwickelt. Was zu tun ist, um ein Hoch in der Hansestadt zu stabilisieren, hat Veh bereits analysiert: „Wir müssen einfach unsere Fehler abstellen". Die haben die Gegner in der letzten Zeit konsequent bestraft. Immerhin lichtet sich langsam das Lazarett und vielleicht auch die Wetterlage.

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