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MäNNER
26.08.2022

Etablierter Underdog wagt den Neustart

Die TSG Hoffenheim erwartet am Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga den FC Augsburg. Die bayrischen Schwaben sind mit einem Sieg und zwei Niederlagen in ihre zwölfte Bundesliga-Spielzeit gestartet. Obwohl nur sieben Vereine länger ununterbrochen am Stück im Oberhaus vertreten sind, gelten die Augsburger noch immer als Underdog. Das will der neue Trainer Enrico Maaßen ändern.

Seitdem der FC Augsburg in der Bundesliga spielt, sind zahlreiche vom Namen her größere Vereine abgestiegen. Köln, Hamburg, Schalke, Bremen, Stuttgart, Hertha, Frankfurt – sie alle haben seit dem Aufstieg des FC Augsburg schon in der 2. Liga antreten müssen. Der FC Augsburg ist geblieben – und hat sich oft auch aus schwierigen Situationen befreit.

Dennoch fiel der Name „FC Augsburg“ vor dieser Spielzeit bei Experten häufig, wenn es um mögliche Abstiegskandidaten ging. Weiterhin fliegt der FCA unter dem Radar, zeigte aber am zweiten Spieltag in Leverkusen, dass die „Fuggerstädter“ auch in dieser Saison an guten Tagen jeden schlagen kann. Der 2:1-Sieg beim Champions-League-Teilnehmer war durchaus überraschend, dem gegenüber stehen aber die Heim-Niederlagen gegen Freiburg (0:4) und Mainz (1:2).

Für den Erfolg sollen auch die Neuverpflichtungen sorgen, die allesamt bereits Bundesliga-Erfahrung vorweisen. Arne Maier wurde nach seiner Ausleihe von Hertha BSC fest verpflichtet, Elvis Rexhbecaj kam vom VfL Wolfsburg. Ermedin Demirovic wechselte vom SC Freiburg nach Augsburg, Maximilian Bauer von Absteiger SpVgg Greuther Fürth. In der vergangenen Woche wurde Julian Baumgartlinger unter Vertrag genommen, der 34-jährige Österreicher soll dem Team mit seiner Erfahrung weiterhelfen.

Diese Hilfe wird auch nötig sein, denn gemessen am Marktwert fallen die drei wertvollsten Spieler aus. Innenverteidiger Reece Oxford wurde am Knie operiert und steht nicht zur Verfügung, Niklas Dorsch hat in der Vorbereitung einen Mittelfußbruch erlitten. Seit Dienstag besteht auch Gewissheit, dass Felix Uduokhai fehlen wird. Der Defensivspieler hat sich einen Riss der Syndesmose zugezogen und wird rund zwölf Wochen pausieren müssen.

Also muss Trainer Enrico Maaßen auf drei Säulen verzichten. Der 38-Jährige ist in dieser Saison erstmals in der Bundesliga an der Seitenlinie aktiv, hat in der Vergangenheit seine Qualitäten aber bereits unter Beweis gestellt. Den SV Drochtersen/Assel führte Maaßen gleich in seiner ersten Saison in die Regionalliga Nord, wo er den Klub etablierte. Es folgte der Wechsel zum SV Rödinghausen, in der Regionalliga West wurde er zunächst Dritter, ehe er den Meistertitel mit dem diesjährigen DFB-Pokalgegner der TSG feierte. Da der Verein aber auf den Aufstieg verzichtete, übernahm Maaßen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund und stieg prompt mit nur einer Niederlage in 40 Spielen in die 3. Liga auf.

Während Maaßen-Vorgänger Markus Weinzierl fast immer auf eine Viererkette und eine Doppelsechs setzte, hat der neue Trainer die Dreierkette etabliert. So ließ Maaßen auch bei seinen vergangenen Stationen spielen. „Mir gefällt sehr gut, dass wir wieder mehr Fußball spielen. Wir kontrollieren den Ball schon mehr als in der letzten Saison, aber es dauert natürlich noch, bis das perfekt wird“, lobt etwa Außenspieler Mads Pedersen den neuen Trainer.

Gegen die TSG sieht die Bilanz des FC Augsburg jedoch nicht gut aus. Von 22 Spielen in der Bundesliga gewann Hoffenheim 13, der FCA nur fünf. In Sinsheim konnte der FC Augsburg überhaupt erst einmal gewinnen. Dennoch wird die TSG gewarnt sein – unterschätzen sollte man den FCA schließlich nie.

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