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22.04.2022

TSG-Gegner Frankfurt hat zu Hause erstaunliche Probleme

Am Samstag (15.30 Uhr) trifft die TSG Hoffenheim in einem Auswärtsspiel auf Eintracht Frankfurt. Bei den Hessen herrscht nach dem Einzug in das Halbfinale der Europa League eine ausgezeichnete Stimmung, doch intern gibt es vor dem 31. Spieltag auch Kritik an der schwachen Heimbilanz in der Bundesliga. tsg.hoffenheim.de hat sich mit der aktuellen Verfassung des nächsten Gegners beschäftigt.

Auf den Sportseiten der Zeitungen im Rhein-Main-Raum ist schon das Hinspiel des Europa-League-Halbfinales am nächsten Donnerstag bei West Ham United ein großes Thema. Im Londoner Olympiastadion von 2012 sollen den Eintracht-Fans diesmal wohl strikt nur 3.000 Karten zur Verfügung stehen, damit nicht wie beim Sieg in Barcelona rund 30.000 Frankfurter ihr Team anfeuern können. Sportvorstand Markus Krösche arbeitete vor dem Gastspiel der TSG im Deutsche Bank Park aber vor allem daran, dass die Konzentration nicht abgleitet und der nächste Gegner Hoffenheim ins Visier genommen wird. „In der Europa League haben wir etwas Außergewöhnliches erreicht. Mit unserer Bundesliga-Saison sind wir aber überhaupt nicht zufrieden. Das gilt speziell für die Rückrunde“, sagte Krösche am Mittwoch und stellte eine klare Forderung an das Team: „Es ist extrem wichtig, unser Heimspiel gegen Hoffenheim zu gewinnen. Die Bundesliga ist unsere Basis, wir dürfen nicht den Fokus verlieren. Die Europa League ist der Zusatz.“

Ein Blick in die Statistik zeigt, warum Krösche besorgt ist und mit Nachdruck erklärte: „Es ist unser Anspruch, dass wir deutlich mehr Heimspiele gewinnen.“ Im eigenen Stadion holte die Eintracht in dieser Spielzeit erst vier Siege, erreichte fünf Mal ein Unentschieden und kassierte sechs Niederlagen. In der Heimtabelle liegt Frankfurt mit lediglich 17 Punkten auf Platz 16, nur Bielefeld und Fürth (beide 14) weisen eine noch schlechtere Bilanz auf. Dies ist ein entscheidender Grund dafür, dass die Mannschaft nur Tabellen-Zehnter ist und sich wohl nicht mehr über die Bundesliga für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren kann.

Bei seiner Kritik ging Krösche noch weiter. „Wir haben extrem viele Baustellen“, sagte er und führte aus, dass den Spielern zu viele einfache Fehler in der Abwehr unterlaufen und im Angriff die Chancenverwertung mangelhaft sei. Gegen die TSG soll es besser gemacht und an die Vorjahre angeknüpft werden. Denn Hoffenheim hat die vergangenen fünf Spielen nicht mehr in Frankfurt gewonnen (dabei 4 Niederlagen) und letztmals im April 2016 dort drei Punkte geholt (2:0 nach Tore von Amiri und Uth).

Personell musste sich Eintracht-Trainer Oliver Glasner am Donnerstag noch mit einigen Problemen herumschlagen, die aber bei weitem nicht so groß sind wie der TSG. Ob Nationalkeeper Kevin Trapp, der am Ostersonntag beim 0:2 bei Union Berlin wegen einer Bänderdehnung im Handgelenk vom Ex-Hoffenheimer Jens Grahl ersetzt wurde, spielen wird, darf er selbst entscheiden. „Er spürt noch etwas in der Hand und wird selbst die Entscheidung treffen“, sagte Glasner. Auch bei Djibril Sow, der sich im Heimspiel vor zwei Wochen gegen Freiburg (1:2) am Knie verletzte, ist es ungewiss, ob er zurückkehrt. Den Nationalspieler aus der Schweiz könnte Glasner für die Partie bei West Ham schonen. „Bei Sow warten wir das Abschlusstraining ab, ob er im Kader stehen wird“, erklärte der aus Österreich stammende Chefcoach, der wegen der Europa-League-Aufgabe auch auf weitere Stammspieler verzichten könnte. Sicher ausfallen wird Christopher Lenz wegen eines Bruchs des kleinen Zehs.

Glasner hat eine hohe Meinung von der TSG, wie er am Donnerstag bei der Pressekonferenz deutlich machte. „Hoffenheim hat eine qualitativ starke Mannschaft, in der Offensive klare Abläufe, spielt sehr variabel und einen gepflegten Fußball. Das ist uns bisher entgegenkommen. Auch wir versuchen immer wieder, spielerische Lösungen zu finden“, sagte der Trainer, der einen „Hoffe“-Spezialisten in seinen Reihen hat. Linksaußen Filip Kostic, der fleißigste Flankengeber der Bundesliga vor TSG-Profi David Raum, hat gegen keinen anderen Bundesliga-Klub mehr Tore (5) geschossen als gegen Hoffenheim.

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