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16.04.2022

Fürth stemmt sich gegen zweiten Abstieg

Am Ostersonntag um 17.30 Uhr (Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) empfängt die TSG Hoffenheim die SpVgg Greuther Fürth in der PreZero Arena. Der Aufsteiger nimmt mit zehn Punkten Rückstand auf Platz 16 den letzten Tabellenplatz ein, stemmt sich aber weiter engagiert gegen den Abstieg. tsg-hoffenheim.de stellt den Gegner vor.

Am 27. November kam es im Sportpark Ronhof zu einem Spektakel. Neun Tore bekamen die Zuschauer im Stadion der SpVgg Greuther Fürth zu sehen. Mit 6:3 gewann die TSG, dreimal Ihlas Bebou und zweimal Giorginio Rutter mit ihren Treffern sowie ein Eigentor der Gastgeber brachten der TSG den höchsten Auswärtssieg ihrer Bundesliga-Historie ein. Die Spielnote 1,5 verteilte das Fachmagazin „kicker“ für das Torfestival. Auch für das Rückspiel am Ostersonntag in der PreZero Arena ist eine attraktive Partie zu erwarten, denn in den bisherigen drei Liga-Duellen der beiden Kontrahenten fielen 18 Tore. Die TSG möchte nach zuletzt drei Niederlagen wieder drei Punkte gewinnen, um den Europapokal-Platz zu verteidigen. Aber auch die Fürther sind hochambitioniert. „Wir fahren nach Hoffenheim, um zu gewinnen und zu punkten“, sagte Trainer Stefan Leitl am Gründonnerstag.

Dass bei einem Sieg der TSG der zweite Abstieg der Spielvereinigung aus der Bundesliga besiegelt sein könnte, war kein Thema in der Mannschaft. „Wir werden am Wochenende nicht absteigen“, sagte Leitl mit voller Überzeugung. „Wir liegen in der Rückrundentabelle auf Platz 15. Das kann sich sehen lassen. Wir haben uns gut geschlagen und wollen das gegen Hoffenheim fortsetzen“, erklärte der 44-Jährige. Dass zum zweiten Mal die direkte Rückkehr in die zweite Liga nach 2013 ansteht, ist wegen der Hypothek der Hinrunde, als das Team nur fünf Punkte holte, allerdings nicht auszuschließen. Der Aufsteiger müsste allerdings selbst verlieren, zudem müsste Hertha BSC als Tabellen-17. in Augsburg gewinnen und Arminia Bielefeld, auf Platz 16 liegend, zu Hause drei Punkte gegen Spitzenreiter FC Bayern einfahren.

Leitl und sein Team gehen optimistisch an die Aufgabe in der PreZero Arena heran. „Im Hinspiel sind wir in Führung gegangen, hatten zwei weitere Großchancen und Hoffenheim unter Kontrolle, aber dann wurde die Partie sehr wild. Der Gegner hatte einen Sahnetag und praktisch jeder Schuss der TSG-Spieler war drin“, blickte Leitl zurück. In der vorigen Woche hätte „Hoffe“ große Personalprobleme gehabt und auch am Sonntag wäre damit zu rechnen, dass „der eine oder andere bei der TSG nicht spielen kann“, sagte Leitl: „Wir müssen mental an unsere Grenze gegen, um diesen Gegner zu bezwingen.“ Die Badener hätten eine große Qualität, „viel Power über die Flügel und im Sturm viel Wucht und Tempo“. Dass die TSG über die linke Außenbahn sehr gefährlich sei, liege „an einem, den wir sehr gut kennen“. Gemeint war natürlich Nationalspieler David Raum, der vor einem Jahr noch viel zum zweiten Bundesliga-Aufstieg der Mittelfranken beitrug, ehe er nach Hoffenheim wechselte.

Die TSG sollte die Fürther jedenfalls nicht unterschätzen, denn in den vergangenen Wochen konnte der Gegner mit teilweise ansprechenden Leistungen überzeugen. Dem 0:0 gegen den SC Freiburg im März in einem Heimspiel schloss sich vor zwei Wochen ein weiteres torlosen Remis bei Eintracht Frankfurt an. Am vorigen Samstag unterlagen die Kleeblätter Gladbach 0:2. Dies löste keinen Jubel aus, aber war eine weitere Bestätigung, dass das Team viel gefestigter ist als noch in der Hinrunde.  

Erst kurzfristig wird sich bei Fürth entscheiden, ob die Mittelfeldspieler Max Christiansen (Oberschenkel) und Jeremy Dudziak (Achillessehne) einsetzfähig sind. Als erste Alternative bietet sich Tobias Raschl laut Leitl an. Aber auch Sebastian Griesbeck könne eine Position nach vorne rücken. Wie gegen Gladbach wird wohl Julian Green (früher FC Bayern) in der Startelf stehen. Erkennbar verärgert gab der Coach bekannt, dass Afimico Pululu ausfallen wird, weil der Stürmer aus Nigeria beim 0:0 der U23 beim VfB Eichstätt im Regionalligaspiel am Mittwoch die Rote Karte gesehen hat. Schwerer wiegt der Ausfall von Leistungsträger Marco Meyerhöfer, der sich in Frankfurt schwer verletzte und am Sprunggelenk operiert wurde. Im Auge halten sollte die TSG-Abwehr vor allem Stürmer Branimir Hrgota. Der Schwede (acht Saisontore) traf bereits zweimal gegen die TSG, die fast als Lieblingsgegner in der Bundesliga der Fürther bezeichnet werden kann. Denn nur zweimal in 63 Ligapartien erzielte die Spielvereinigung mehr als zwei Treffer – beide Male gegen Hoffenheim.

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