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14.12.2021

DFL trifft richtungsweisende Entscheidungen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat am Dienstag auf ihrer Mitgliederversammlung richtungsweisende Entscheidungen getroffen. Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, wird ab dem 11. Februar 2022 Vorsitzender des Aufsichtsrats der DFL in Nachfolge von Peter Peters, der sich um die Präsidentschaft des Deutschen Fußball-Bundes bewirbt. Neben dieser wichtigen Personalentscheidung fassten die Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga weitere bedeutende Beschlüsse in Sachfragen. Sie verpflichten die Klubs künftig zu nachhaltigem Handeln, zudem müssen sie in einen regulierten, ständigen Dialog mit ihren Fans eintreten. Die Versammlung wertete zudem den e-Football auf, indem sie der Virtual Bundesliga (VBL) den Status eines offiziellen DFL-Wettbewerbs verlieh.

Als erste große Profifußball-Ligen nehmen die Bundesliga und 2. Bundesliga Nachhaltigkeitskriterien verpflichtend in ihre Lizenzierungsordnung auf. Dies war eine Forderung, die auch von der TSG Hoffenheim und ihrem Mehrheitseigner Dietmar Hopp in der Vergangenheit an die DFL gerichtet wurde. Die Umsetzung des Prozesses ist in mehreren Stufen vorgesehen: Die Klubs haben beschlossen, ein eindeutiges Bekenntnis zu Nachhaltigkeit in der Präambel der DFL-Satzung zu verankern. Zudem haben die Vereine verbindlich festgelegt, dass Mindestkriterien sowie erweiterte Kriterien zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für die Erlangung einer Lizenz erfüllt werden müssen. Als Grundlage dienen die Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen sowie Einschätzungen externer Expertinnen und Experten. Hinzu kommen Erkenntnisse der in der DFL tätigen Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit sowie des Klub-Arbeitskreises Verantwortung. Vorgesehen ist, dass die Kriterien in den nächsten Monaten durch die DFL-Mitgliederversammlung verabschiedet werden. Zunächst ist eine Pilotphase in der Saison 2022/23 vorgesehen. Ab 2023/24 sollen die Nachhaltigkeitskriterien ins Lizenzierungsverfahren aufgenommen werden, deren Nicht-Erfüllung zu Auflagen oder Sanktionen führen können.

Lizenzverfahren verschärft – Fan-Dialog verpflichtend

Verabschiedet wurden auf der DFL-Mitgliederversammlung auch die Rahmenbedingungen für das Lizenzierungsverfahren zur nächsten Spielzeit 2022/23. Nachdem das Lizenzierungsverfahren zur vergangenen Saison 2020/21 bei den finanziellen Kriterien wegen zahlloser Unwägbarkeiten aufgrund der Corona-Krise weitgehend ausgesetzt wurde, wurde bereits zur laufenden Saison 2021/22 wieder eine Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vorgenommen, mit der Option Sanktionen bei Fehlverhalten vorzunehmen. Dies gilt erneut für die nächste Spielzeit 2022/23, erweitert mit der Möglichkeit, die Klubs wieder mit Kapitalauflagen zu belegen.

Die 36 der DFL angehörenden Klubs entschieden auch, dass ab der Saison 2022/23 erstmals verbindliche Voraussetzungen für einen Klub-Fan-Dialog in die Lizenzierungsordnung festgeschrieben wird. Der Fan-Dialog bezeichnet strukturierte Dialogformate, in denen sich die Vereine mit Fans austauschen und deren Meinungen zu unterschiedlichen Themen einholen. Damit wird eine Erkenntnis umgesetzt, die im Ergebnisbericht der „Taskforce Zukunft Profifußball“ aufgeführt worden war.

e-Football der DFL soll professioneller werden

Dass die Virtual Bundesliga (VBL) als zusätzlicher Wettbewerb in die Statuten der DFL aufgenommen wird, war eine weitere Entscheidung der in Frankfurt am Main veranstalteten Tagung. Damit soll die Professionalisierung und Etablierung des eFootball-Wettbewerbs weiter vorangetrieben werden. Bereits im Jahr 2012 hat die DFL in Kooperation mit EA SPORTS als erste professionelle Fußballliga überhaupt mit der VBL einen eSport-Wettbewerb ins Leben gerufen, der zudem direkt in das Spiel EA SPORTS FIFA integriert ist. Seit ihrer Einführung hat die VBL eine stetig größer werdende Popularität mit zuletzt rund 130.000 Teilnehmenden.

Künftig ist für medizinisches Personal in der Bundesliga und 2. Bundesliga eine jährliche Teilnahme an einer sportmedizinischen Notfallschulung verpflichtend. Damit wird das Schutzniveau für alle Akteure auf den Spielfeldern der Bundesligen erhöht. Diesen Antrag der DFL nahmen die Klubs mit einem entsprechenden Beschluss an.

en zu verankern.

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