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U23
05.11.2021

„Hoffe zwo“ will in Aalen neu durchstarten

U23-Cheftrainer Kai Herdling ist nach seiner Quarantäne seit dieser Woche wieder zurück auf dem Trainingsplatz. Die Rückkehr wollen er und seine Mannschaft als Neustart sehen, der die Negativserie von zuletzt fünf Spielen ohne Sieg vergessen machen soll. Der erste Schritt dahin: morgen Nachmittag beim VfR Aalen punkten.

Das sagt der Trainer

Es waren zwar nur zwei Wochen, doch für Kai Herdling hatte die Rückkehr zu seinem Team Anfang der Woche etwas Befreiendes. „Am Montag war es für mich schon etwas Besonderes und ich hatte ein wenig Gänsehaut, als ich wieder den Trainingsplatz betreten habe“, sagt der 37-Jährige, der aufgrund eines positiven Corona-Tests drei Partien seiner Mannschaft verpasst hatte, die allesamt verloren wurden. „Die Spiele waren natürlich nicht optimal, aber es war für uns alle auch eine Ausnahmesituation.“

Die erste Trainingswoche nach seiner Rückkehr hat Herdling als sehr positiv wahrgenommen. „Es hat so etwas wie Aufbruchstimmung geherrscht und dieses Gefühl wollen wir mit nach Aalen nehmen, um endlich wieder Punkte zu holen.“ Den Gegner schätzt Herdling jedoch, von daher weiß er, dass die kommenden Aufgabe keine einfache werden wird. „Der VfR ist eine sehr gute Regionalligamannschaft, die mit Alessandro Abruscia zudem einen Ausnahmespieler in seinen Reihen hat.“

Das Personal

So langsam sieht die Personalsituation bei „Hoffe zwo“ wieder besser aus. Fisnik Asllani und Gautier Ott hatten schon beim 1:2 am vergangenen Wochenende gegen die TSG Balingen ihr Comeback nach längerer Verletzungspause gefeiert und sind nun auch wieder Startelfkandidaten. Auch Mario Erb steht nach seinem Nasenbeinbruch wieder zur Verfügung. Noah König und Fabian Rüth waren zudem wieder im Aufbautraining und könnten auch schon bald wieder zu Alternativen für Herdling werden. Weiterhin verletzt fehlen Quincy Butler, Hubert Mbuyi-Muamba und Ian Werner.

Der Gegner

Von 2010 bis 2019 war der VfR Aalen durchgängig im Profifußball vertreten. Drei Jahre lang waren die Ostalbstädter sogar Zweitligist und hatten Spieler wie die aktuellen Erstligaprofis Kevin Kampl (RB Leipzig), Joel Pohjanpalo (Bayer Leverkusen, aktuell an den türkischen Erstligisten Caykur Rizespor verliehen) und Dominick Drexler (1.FC Köln) in ihren Reihen. Auch der heutige Premier-League-Trainer Ralph Hasenhüttl (Southampton FC) sowie TSG-Profi Benjamin Hübner und U23-Kapitän Andreas Ludwig standen zu Zweitligazeiten in Aalen unter Vertrag.

Doch nach dem Drittliga-Abstieg 2019 ist das Regionalliga-Mittelfeld die neue Heimat des VfR. Ein 14., ein 13. und zuletzt ein 10. Platz stehen in den drei Spielzeiten seitdem zu Buche. Auch aktuell sind die Aalener Tabellenzehnter mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone.

Trainer des VfR ist seit März 2021 Uwe Wolf, der auch in der TSG-Akademie bestens bekannt ist. Schließlich war Wolf U19-Trainer der ersten Stunde und in der Saison 2004/05 verantwortlich für den Aufstieg der TSG in die A-Junioren-Bundesliga. Damals im Übrigen mit U23-Knipser und Regionalliga-Toptorjäger Nick Proschwitz im Sturm. „Er hat uns damals in die Bundesliga geschossen“, sagte Wolf kürzlich den "Aalener Nachrichten" über Proschwitz.

Toptorjäger des VfR ist der von Herdling hervorgehobene Aalener Kapitän, Alessandro Abruscia, der schon acht Saisontreffer erzielt hat und zuletzt beim 2:2 bei Rot-Weiß Koblenz Doppeltorschütze war. Von 2012 bis 2015 lief Abruscia im Übrigen für die TSG-U23 auf und erzielte in 50 Regionalligaspielen zwei Tore. Neben Abruscia und Cheftrainer Wolf haben auch die Torhüter Tim Paterok und Daniel Bernhardt sowie Stürmer Sean Seitz eine Vergangenheit in der TSG-Akademie.

Serien und bisherige Duelle

Die TSG hat die vergangenen fünf Spiele nicht gewinnen können und davon sogar vier verloren. In der Auswärtstabelle ist die Herdling-Truppe jedoch weiterhin Sechster. Nur die vier Topteams Mainz 05 II, SSV Ulm, Kickers Offenbach und SV Elversberg sowie die U21 des VfB Stuttgart haben bislang in der Fremde mehr Punkte gesammelt als „Hoffe zwo“. Der VfR Aalen hat nach einem Zwischenhoch mit vier Siegen in Folge die vergangenen vier Partien nicht mehr gewinnen können. In der heimischen Ostalb-Arena gab es zuletzt zwei Niederlagen in Folge.

Die Bilanz der TSG-U23 gegen Aalen sieht düster aus. In vier Duellen ging der VfR viermal als Sieger vom Feld. Zuletzt gab es in der vergangenen Saison eine 2:4-Heimniederlage sowie ein 1:3 in der Ostalb-Arena.

Die Lage der Liga

Der Aufstiegskampf ist äußerst spannend und beinahe wöchentlich gibt es einen neuen Spitzenreiter. Aktuell genießt der SSV Ulm den Platz an der Sonne, ist allerdings punktgleich mit dem ärgsten Verfolgern Mainz 05 II. Auch die Kickers Offenbach, die SV Elversberg und der TSV Steinbach Haiger schnuppern an Platz eins. Mit der Partie Steinbach gegen Ulm steht morgen Nachmittag dann auch ein echtes Spitzenspiel an.

Auch der Abstiegskampf ist spannend und alle zwölf involvierten Teams liegen eng beieinander. Mit den Duellen FC Gießen gegen Rot-Weiß Koblenz, TSG Balingen gegen Hessen Kassel und dem Spiel der TSG in Aalen stehen hier drei direkte Aufeinandertreffen an.

 

VfR 1921 Aalen – TSG 1899 Hoffenheim II
Samstag, 6. November, 14 Uhr, Ostalb-Arena, Aalen
Kostenpflichtiger Livestream (5 Euro) auf Leagues.Football

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