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U23
11.11.2021

Gierig zum Heimsieg gegen Gießen

Nach zuletzt sechs Spielen ohne Dreier brennt die U23 im Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Gießen auf den ersten Sieg seit sechs Wochen. Vor allem von seiner Defensive verlangt Chefcoach Kai Herdling dafür ein anderes Auftreten als zuletzt.

Das sagt der Trainer

Auf die 2:5-Niederlage beim VfR Aalen am vergangenen Wochenende will U23-Chefcoach Kai Herdling nicht mehr zurückschauen. Der Blick geht nach vorne. „Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie am Samstag gegen Gießen sauber und konzentriert das abruft, was sie kann“, sagt Herdling, dem in Aalen vor allem die Defensivleistung missfallen hat. „Am Samstag will ich wieder die Gier aufs Verteidigen sehen. Wir werden aber auf einen Gegner treffen, der sich auf die Defensive konzentriert. Deshalb müssen wir offensiv Lösungen gegen eine tiefstehende Mannschaft finden.“

Dass die Gießener aktuell Tabellenletzter sind, spielt für Herdling keine Rolle: „Ich sehe sie stärker als ihre aktuelle Platzierung vermuten lässt, und überhaupt ist die Leistungsdichte in der Liga sehr eng. Wir schauen momentan nicht auf die Tabelle, aber ein Sieg ist für uns am Samstag alternativlos.“

Das Personal

Aljaž Casar steht nicht zur Verfügung, da der Slowene mit der U21 seines Heimatlandes um Punkte in der EM-Qualifikation kämpft. Neben den weiterhin verletzten Quincy Butler, Ian Werner und Hubert Mbuyi-Muamba fällt auch Gabriel Haider aus. Fabian Rüth könnte nach seinem Aufbautraining hingegen wieder zum Einsatz kommen.

Der Gegner

Erst etwas mehr als drei Jahre ist der FC Gießen alt. Zum 1. Juli 2018 ging der Verein aus dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und der Fußballabteilung des VfB Gießen hervor. Gleich in seiner ersten Saison wurde der FCG, der seit seiner Gründung vom Ex-Profi Daniyel Cimen (u.a. 16 Bundesligaspiele für Eintracht Frankfurt) trainiert wird, Meister der Hessenliga und stieg in die Regionalliga auf. Seitdem sind die Mittelhessen Viertligist.

In der laufenden Saison ist der FCG jedoch stark abstiegsgefährdet. Aktuell ist man Tabellenletzter. Vor allem offensiv haben die Gießener Probleme: In 16 Saisonspielen gelangen erst zwölf Tore. Fast die Hälfte davon – nämlich fünf Treffer – erzielte der erst 20-jährige Sommerneuzugang Donny Bogicevic, der vor der Saison aus der Nordost-Oberliga Süd von Rot-Weiß Erfurt kam.

Mit den Mittelfeldspielern Michael Fink (137 Spiele für Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach) und Nejmeddin Daghfous (1 Spiel für Mainz 05) sowie Verteidiger Marian Sarr (2 Spiele für Borussia Dortmund) und Torhüter Frederic Löhe (1 Spiel für Borussia Mönchengladbach) haben die Mittelhessen gleich vier Akteure in ihren Reihen, die über Bundesligaerfahrung verfügen. Hinzu kommen mit Mittelstürmer Aykut Öztürk (11 Einsätze für den SV Wehen Wiesbaden) und Innenverteidiger Tobias Reithmeir (3 Einsätze für den 1.FC Heidenheim) zwei Ex-Zweitligaprofis.

Serien und bisherige Duelle

Beide Kontrahenten treffen mit ähnlichen Negativserien aufeinander, denn beide haben an den vergangenen sechs Spieltagen nicht gewinnen können. Während die Gießener die letzten drei Partien verloren haben, ging „Hoffe zwo“ sogar bei den vergangenen vier Regionalligaspielen ganz ohne Punkte aus. Immerhin TSG-Torjäger Nick Proschwitz war zuletzt wieder da und traf sowohl am vergangenen Wochenende in Aalen als auch in der Partie zuvor gegen die TSG Balingen.

Die Bilanz beim Duell „Hoffe zwo“ gegen Gießen ist ausgeglichen. In drei Aufeinandertreffen gab es aus TSG-Sicht je einen Sieg und eine Niederlage sowie ein Unentschieden. Beim letzten Duell, einem 2:2 im Dietmar-Hopp-Stadion, hatte „Hoffe zwo“-Routinier Robin Szarka für die 1:0-Führung gesorgt und sein aktueller Teamkollege Marco Boras das späte 2:2 erzielt – damals allerdings noch im Gießener Trikot.

Die Lage der Liga

Die Top-Vier der Liga haben am Wochenende allesamt Heimrecht. Dabei hat Mainz 05 II zumindest dem Tabellenplatz nach mit dem Bahlinger SC den schwierigsten und die SV Elversberg mit dem FSV Frankfurt den machbarsten Gegner. Tabellenführer SSV Ulm bekommt es schon am Freitagabend mit Sonnenhof Großaspach zu tun.

In den unteren Tabellenregionen gibt es neben dem Duell zwischen der TSG und dem FC Gießen noch ein weiteres Aufeinandertreffen zweier Teams, die aktuell Abstiegsplätze belegen: Der Vorletzte, der TSV Schott Mainz, empfängt am Samstagnachmittag den Drittletzten, den FK Pirmasens.

 

TSG 1899 Hoffenheim II – FC Gießen
Samstag, 13. November, 14 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion, Hoffenheim

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