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U23
02.10.2021

„Hoffe zwo“ feiert höchsten Saisonsieg

Durch einen 5:2 (0:1)-Erfolg hat die U23 das Derby beim FC-Astoria Walldorf für sich entschieden. Ausschlaggebend für die dritten drei Punkte in Folge und gleichzeitig den bislang höchsten Sieg in der laufenden Spielzeit war die starke zweite Halbzeit. Nick Proschwitz gelang ein Dreierpack, außerdem waren Lucas Zeller und Andreas Ludwig erfolgreich.

Das Personal

Nur einen Wechsel nahm TSG-Trainer Kai Herdling gegenüber dem 2:0-Erfolg unter der Woche gegen Hessen Kassel vor: Für den erkrankten Nick Breitenbücher durfte Michael Guthörl beginnen. Taktisch ließ es Herdling erneut im 4-2-3-1 angehen.

Vor Torhüter Luca Philipp verteidigten Marco Boras und Niklas Kölle innen sowie Kapitän Robin Szarka rechts und Max Geschwill links. Die Doppelsechs vor der Viererkette bestand aus Maximilian Zaiser und Melayro Bogarde, die offensive Dreierreihe davor aus Amid Khan Agha im Zentrum sowie Joshua Brenet und Guthörl auf den Außen. Als Stoßstürmer lief abermals Nick Proschwitz auf.

Bei der Startformation der Gastgeber gab es eine Besonderheit: Keiner der elf Walldörfer Akteure hatte eine TSG-Vergangenheit. Dafür saßen mit Andreas Schön, Theodoros Politakis, Maximilian Waack und Jonas Weik gleich derer vier auf der Bank, von denen Schön und Weik noch in die Partie kamen.

Der Spielfilm

Dass der FC-Astoria seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen, die TSG aber die vergangenen beiden Partien siegreich gestaltet hatte, war in der ersten Halbzeit nicht unbedingt zu sehen. Während „Hoffe zwo“ nur wenig Gefahr nach vorne entwickelte, erspielten sich die Gastgeber die eine oder andere Möglichkeit. Bereits in der 4. Minute brach Linksaußen Dennis de Sousa Oelsner durch, scheiterte aber an einer Fußabwehr von Philipp im TSG-Tor. Besser machte es de Sousa Oelsner dann in der 17. Minute, nachdem sich Patrice Kabuya rechts im Strafraum gegen Kölle durchgesetzt und den Ball ins Zentrum an die Fünfergrenze gebracht hatte. Mit der Hacke beförderte de Sousa Oelsner die Kugel über die Linie und sorgte für die Führung der Hausherren.

Im Anschluss hätten Kabuya, der einschussbereit fünf Meter vor dem Tor gerade noch von Boras abgegrätscht werden konnte (24.), und FCA-Toptorjäger Niklas Antlitz mit einem Flachschuss aus 15 Metern, den Philipp parierte (34.), auf 2:0 erhöhen können. Die erste gefährliche Aktion der TSG gab es erst in der 42. Minute zu verzeichnen, als Bogarde den Ball stark über die Abwehr links in den Strafraum in den Lauf von Brenet hob, der frei vor dem Walldörfer Tor jedoch zu lange brauchte, um abzuschließen und somit den Ball vom Fuß gefischt bekam. Kurz danach strich ein 16-Meter-Schuss von Zaiser knapp übers Tor. Auf der anderen Seite hatte Philipp noch einen Freistoß aus 19 Metern von Morris Nag zu entschärfen (45.+1).

Insgesamt ging die FCA-Führung zur Pause in Ordnung, doch in der zweiten Hälfte wendete sich das Blatt. Schon nach 30 Sekunden verfehlte Khan Agha nach Zuspiel von Zaiser das Tor mit einem 15-Meter-Schuss nur knapp. Sechs Minuten später köpfte Boras eine Szarka-Ecke knapp drüber, doch eine weitere Minute später, in der 53., war es dann so weit: Abseits des Geschehens wurde der zur Halbzeit als zusätzlicher Stürmer ins Spiel gebrachte etatmäßige Abwehrspieler Lucas Zeller im Strafraum von Max Müller zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Proschwitz gewohnt souverän. Zehnter Saisontreffer für den Mittelstürmer.

Nun war „Hoffe zwo“ im Spiel und ging in der 64. Minute in Führung: Der eingewechselte Andreas Ludwig ging über die rechte Seite im Strafraum in Richtung Grundlinie und hob den Ball an den zweiten Pfosten. Dort traf Brenet den Ball zwar nicht richtig, wodurch dieser aber ins Zentrum trudelte, wo Proschwitz ihn mit einem langen Schritt zum 2:1 unter die Latte drosch. Nur vier Minuten später hätten die Walldörfer ausgleichen können, doch ein Gewaltschuss des eingewechselten Schön aus 17 Metern lenkte Philipp stark über die Latte.

Statt des 2:2 fiel kurz darauf das 3:1 für „Hoffe zwo“ – und es machte der Aushilfsstürmer Zeller, der sich nach einem langen Ball stark gegen FCA-Innenverteidiger Müller behauptete und anschließend auch Torwart Paul Lawall überwand (71.). Als Proschwitz nach sehenswerter Spieleröffnung des eingewechselten Aljaž Casar und perfekter Vorarbeit von Brenet in der 74. Minute aus kurzer Distanz auf 4:1 stellte, war die Partie endgültig gelaufen. Für Proschwitz war es im neunten Spiel schon der zwölfte Treffer für die TSG, wodurch er seine Führung in der Torjägerwertung der Regionalliga Südwest weiter ausbaute.

Zwar verkürzte Walldorf fünf Minuten vor Schluss nach einer Parade von Philipp per Abstauber von Schön noch einmal, doch das letzte Wort gehörte der TSG durch einen Konter über Proschwitz, Zeller und Casar, der für Ludwig durchsteckte, woraufhin dieser mit einem sehenswerten Lupfer über Lawall den 5:2-Endstand herstellte.

Unterm Strich stand für „Hoffe zwo“ der dritte Sieg in Folge, der höchste Saisonsieg und der Sprung auf Platz sechs.

Die Trainerstimme

Mit dem Ergebnis war U23-Cheftrainer Kai Herdling letztlich natürlich zufrieden, doch die erste Halbzeit lag dem 37-Jährigen noch im Magen: „Wir freuen uns über die drei Punkte, aber die erste Halbzeit hat mir gar nicht gefallen. Da waren wir viel zu träge. In der Halbzeitpause wurde es daher etwas lauter. Das hat dann wohl geholfen.“

Die Szene des Spiels

Das 3:1 ließ die Partie endgültig in Richtung der TSG kippen. Kurz zuvor hatten die Walldörfer noch am Ausgleich geschnuppert, doch wieder mal hatte eine Monsterparade von Luca Philipp die Hoffnungen des „Hoffe zwo“-Gegners zunichtegemacht. Als Lucas Zeller dann in perfekter Manier seine ungewohnte Rolle als Stürmer ausführte und sich durchsetzungsstark um seinen Gegenspieler wickelte sowie vor dem Tor eiskalt blieb, war der Weg zum dritten Sieg in Folge geebnet.

Die Tabelle

Das Tableau der Regionalliga sieht richtig gut aus. Die TSG ist Sechster und hat bei einem Spiel weniger sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Mainz 05 II, der die Spitzenposition durch einen Last-Minute-Erfolg gegen das neue Schlusslicht Rot-Weiß Koblenz verteidigte. Doch auch die Verfolger TSV Steinbach Haiger (3:0 gegen Großaspach), SSV Ulm (1:0 bei Schott Mainz) und SV Elversberg (1:0 beim Bahlinger SC) punkteten dreifach.

Im Tabellenkeller machten der FC Gießen durch einen 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart II und die TSG Balingen durch ein 2:1 gegen den FC Homburg Boden gut. Beide belegen jedoch ebenso noch Abstiegsplätze wie Rot-Weiß Koblenz, Schott Mainz, der FC-Astoria Walldorf und der FK Pirmasens.

Das Stenogramm

FC-Astoria Walldorf – TSG 1899 Hoffenheim II 2:5 (1:0)
Walldorf: Lawall – Goß, Stich, Müller (77. Hauk), Becker (70. Born) – Hanek (66. Schön), Nag – Kabuya (46. Fahrenholz), Hillenbrand, de Sousa Oelsner (66. Weik) – Antlitz.
Hoffenheim: L. Philipp – Szarka (61. Haider), Boras, Kölle, Geschwill (46. Zeller) – Bogarde (70. Casar), Zaiser – Brenet, Khan Agha (61. Ludwig), Guthörl (76. König) – Proschwitz.
Tore: 1:0 de Sousa Oelsner (17.), 1:1 Proschwitz (53., Foulelfmeter), 1:2 Proschwitz (64.), 1:3 Zeller (71.), 1:4 Proschwitz (74.), 2:4 Schön (85.), 2:5 Ludwig (90.+1). Zuschauer: 408. Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee). Karten: Gelb für Müller, Schön, Fahrenholz / Boras, Brenet, Casar.

Daten & Fakten zum Spiel »

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