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U23
28.09.2021

„Hoffe zwo“ bezwingt auch Kassel

Die U23 hat sich durch ihren zweiten 2:0-Sieg in Serie auf Rang acht hochgearbeitet. Am zehnten Spieltag der Regionalliga Südwest bezwang das Team von Cheftrainer Kai Herdling den bisherigen Tabellennachbarn KSV Hessen Kassel mit 2:0 (1:0). Die Tore markierten Nick Proschwitz per Foulelfmeter und Joshua Brenet.

Das Personal

Mit fast unveränderter Aufstellung gegenüber dem 2:0-Erfolg bei Rot-Weiß Koblenz vor zehn Tagen schickte Herdling sein Team aufs Feld. Nick Breitenbücher kehrte nach Verletzung in die Startformation zurück, ebenso Profi-Leihgabe Joshua Brenet. Marco John und der am Knie angeschlagene Quincy Butler waren hingegen nicht dabei.

Der Spielfilm

Die Herdling-Elf zeigte von Beginn an, dass sie die Forderung des Trainers, die drei Punkte im Dietmar-Hopp-Stadion zu behalten, umsetzen wollte. Proschwitz schlug jedoch in der Anfangsphase aus aussichtsreicher Position einen Haken zu viel und wurde in letzter Sekunde geblockt (2.). Im Anschluss taten sich die Hausherren im Herausspielen glasklarer Chancen schwer, auf der anderen Seite klärte Marco Boras an seinem 20. Geburtstag vor dem einschussbereiten Moritz Flotho (19.).

Der TSG-Führung ging ein Ballgewinn von Melayro Bogarde voraus, der auf Amid Khan Agha durchsteckte. Der wiederum legte quer auf den besser postierten Proschwitz, der von KSV-Keeper Nicolas Gröteke von den Beinen geholt wurde – und den fälligen Strafstoß sicher verwandelte (25.). Von den Hessen kam im ersten Durchgang wenig. Khan Agha verzog aus 15 Metern zentraler Position (34.), Proschwitz probierte es mit einem Schlenzer aus der Distanz (37.), scheiterte aber an Gröteke.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit lag der Ausgleich in der Luft, aber Flotho köpfte einen Eckball aus kurzer Distanz über das Tor (47.), die Trainerbank musste sich kurz durchschütteln. In der Folge übernahm die U23 zwar wieder die Kontrolle, die Torraumszenen blieben jedoch aus, und so musste nach Vorarbeit von Bogarde und Breitenbücher ein Schlenzer Brenets aus 22 Metern herhalten – 2:0 (58.).

Kassel stemmte sich noch einmal gegen die vierte Niederlage im fünften Auswärtsspiel, aber Luca Philipp im TSG-Gehäuse erwischte zum wiederholten Mal einen Sahnetag. In der 65. Minute wehrte der 20-Jährige einen Distanzschuss von Ingmar Merle ab, hatte aber Glück, dass Lukas Iksal den Seitfallzieher-Nachschuss über die Latte setzte. Wenig später eine Nick-Nick-Produktion, Breitenbücher auf Proschwitz, der zwar seinen Abschluss gut platzierte, aber dennoch in Gröteke seinen Meister fand (69.).

In der Schlussphase agierten die Hoffenheimer nicht mehr so geradlinig und ließen sich etwas hinten reindrängen, und als Bogarde dem eingewechselten Mike Feigenspan von hinten in die Fersen lief, deutete der Unparteiische erneut auf den Punkt – und das gleich zwei Mal. Denn nachdem Philipp den ersten Versuch Jascha Döringers per Fußabwehr pariert hatte, musste der Strafstoß wiederholt werden. Und wieder war Philipp zur Stelle und hielt die Null fest.

Die Trainerstimme

„Die drei Punkte gehen in Ordnung, weil wir 60 Minuten sehr solide aufgetreten sind“, so Herdling. „Allerdings hätten wir höher führen und uns noch mehr klare Torchancen herausspielen müssen, aber wir haben den letzten Ball oft nicht sauber gespielt. Am Schluss hatte Kassel dann etwas Oberwasser, aber richtig gefährlich wurde es für uns nicht. Ich freue mich über den zweiten Zu-Null-Sieg in Folge.“

Die Szene

Die Kasseler Fan-Reporter hofften in der 76. Minute vergeblich, „dass Jascha jetzt sein erstes Saisontor erzielt“, aber Luca Philipp parierte Döringers ersten Foulelfmeter mit dem Fuß. Doch als der Strafstoß wiederholt werden musste, keimte die Hoffnung neu auf. Döringer wählte dieselbe, die linke Ecke – diesmal war Philipp mit den Fäusten zur Stelle. Zwei Elfmeter binnen 60 Sekunden zu entschärfen, können nicht viele Torhüter für sich reklamieren. Und das auch in einer wichtigen Phase der Partie, denn ein 2:1 eine Viertelstunde vor Spielende hätte noch einmal für nervöse Spannung gesorgt.

Die Tabelle

"Hoffe zwo" kletterte nach dem zweiten Sieg in Folge auf Platz acht. Die Spitze übernahm vorerst wieder Mainz II, das das Spitzenspiel beim SSV Ulm 2:0 gewann. Die Überraschung des Spieltags gelang Schott Mainz mit einem 1:0-Erfolg bei Kickers Offenbach.

Das Stenogramm

TSG 1899 Hoffenheim II – KSV Hessen Kassel 2:0 (1:0)
Hoffenheim: Philipp – Szarka, Boras, Kölle, Geschwill – Bogarde (85. Casar), Zaiser – Brenet (72. Guthörl), Khan Agha (72. Ludwig), Breitenbücher (83. Boutakhrit) – Proschwitz.
Kassel: Gröteke – Merle (72. Stendera), Starostzik, Springfeld, Najjar – Kahraman (72. Mißbach), Schwechel – Döringer, Vesco (56. Durna), Iksal (72. Fischer) – Flotho (56. Feigenspan).
Tore: 1:0 Proschwitz (25., Foulelfmeter), 2:0 Brenet (58.). Zuschauer: 170. Schiedsrichter: Jan Dennemärker (Saarlouis). Karten: Gelb für Breitenbücher / Iksal, Durna. Bes. Vorkommnis: Philipp pariert Foulelfmeter von Döringer (76.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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