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12.05.2021

Baumann: „Wir können schon stolz sein“

Im Saisonendspurt wird Oliver Baumann der TSG Hoffenheim verletzungsbedingt fehlen. Im Interview mit tsg-hoffenheim.de spricht der Torhüter über seine Verletzung, die anspruchsvolle Saison sowie seine Treue zur TSG.

Oliver, kein anderer Spieler wurde im vergangenen Jahrzehnt in der Bundesliga häufiger eingesetzt als Du. Jetzt musst Du die letzten beiden Spiele in Bielefeld und gegen Hertha in dieser Saison angeschlagen aussetzen. Sicher ungewöhnlich für Dich?

„In der Tat habe ich in meiner bisherigen Laufbahn nur selten gefehlt. Aber aktuell macht bei mir eine Schambein-Entzündung Probleme. Da ist es besser, mal ein bisschen zurückzuschalten.“

Du hast in dieser Saison bereits 40 Pflichtspiele für die TSG bestritten – in der Liga, dem DFB-Pokal und der Europa League. Auch für Dich war das sicher eine herausfordernde Runde?

„Es war mit Abstand die außergewöhnlichste Spielzeit in meiner Karriere. Keine Zuschauer in den Stadien, dazu grade in der ersten Halbserie eine enorme Taktung des Spielplans und die große Corona- und Verletzungsproblematik im Kader, die uns verfolgt hat. Es war wirklich nicht einfach und hat uns auf dem Platz auch beeinträchtigt. Nicht jedes Spiel lief zu unserer Zufriedenheit. Aber wir sind immer zusammengeblieben, haben als Team und als Klub diese Herausforderungen mit viel Ruhe und Konzentration auf die wesentlichen Dinge gemeistert. Ich finde, da können wir auch stolz sein auf uns.“

Seit vergangenem Samstag ist der Klassenerhalt rechnerisch klar und die TSG steht im Mittelfeld der Liga...

„...und das verdient Respekt. Sicher haben wir uns vor der Saison alle mehr erhofft. Aber bei der Beurteilung müssen wir schon die unglaublich schweren Rahmenbedingungen mit einbeziehen, die uns bis heute begleitet haben. Wir mussten lange auf zehn, teilweise sogar 13 Spieler verzichten. Da war es nahezu unmöglich, Kontinuität und Stabilität zu finden. Und deshalb war es mir auch wichtig, mich in den Dienst des Teams, dessen Kapitän ich seit dem Ausfall von Benni Hübner bin, und des Klubs zu stellen. Das ging in enger Abstimmung mit dem Trainerteam, den Medizinern und Physios auch gut. In den Pausen zwischen meinen letzten Spielen stand dann eben Pflege und Regeneration mehr denn je im Fokus. Aber nun, da der Klassenerhalt sicher ist, haben wir uns gemeinsam entschieden, dass ich nicht mit in das vorgeschriebene Quarantäne-Trainingslager gehe, sondern eine Pause einlege, um die Probleme auszukurieren. In Philipp Pentke und Luca Philipp haben wir zwei starke Jungs im Torwartteam, die nun übernehmen.“

Die TSG geht nun bereits in die 14. Bundesligasaison und Du schon in Dein achtes Jahr in Hoffenheim, eine heutzutage eher ungewöhnliche und deshalb erwähnenswerte Treue.

„Das hat Gründe. Hoffenheim und Baumann - das passt einfach gut. Ich freue mich auf neue spannende Herausforderungen nach der Sommerpause mit der TSG. Aber zunächst gilt es für alle nochmal scharf zu stellen und aus den zwei Spielen das Bestmögliche rauszuholen.“

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