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U23
20.04.2021

„Hoffe zwo“ ohne Punkte bei VfB-Reserve

In Führung gegangen und gut gespielt, Elfmeter verschossen und am Ende noch verloren. Einen bitteren Nachmittag erlebte die U23 bei der 1:2 (0:0)-Niederlage beim VfB Stuttgart II. Max Geschwill hatte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit das 1:0 erzielt, Fisnik Asllani scheiterte dann vom Punkt und die Partie kippte noch zugunsten der Schwaben.

Das Personal

Um nur drei Tage nach dem Spiel gegen den FC Gießen wieder etwas mehr Frische auf den Platz zu bringen, nahm „Hoffe zwo“-Coach Kai Herdling vier Wechsel an seiner Startformation vor. Philipp Strompf und Fabian Rüth saßen auf der Bank, Niklas Kölle und Melayro Bogarde hatten die Reise nach Stuttgart gar nicht erst mit angetreten. Für sie durften sich Lucas Zeller, Max Geschwill, Mario Erb und Fisnik Asllani von Anfang an zeigen.

Im Tor stand abermals Daniel Klein, davor ordnete sich die TSG erneut in einem 4-5-1 an. Die Abwehrkette setzte sich aus den beiden Innenverteidiger Zeller und Gabriel Haider sowie Robin Szarka auf der rechten und Geschwill auf der linken Seite zusammen. Davor bildeten Alfons Amade und Erb die Doppelsechs im zentralen Mittelfeld. Die offensive Dreierreihe hinter Sturmspitze Asllani bestand aus Semih Şahin im Zentrum sowie Maximilian Beier auf der rechten und Chinedu Ekene auf der linken Seite.

Der Spielfilm

Nicht etwa im Robert-Schlienz-Stadion wie üblich bei Spielen der VfB-U21, sondern auf Platz 1 des Stuttgarter Trainingsgeländes fand das Duell der beiden Reserveteams der Südwest-Bundesligisten statt. Beobachtet im Übrigen von ein paar wenigen Zuschauern, die von den Parkplätzen aus einen Blick auf das Spielfeld erhaschen konnten.

Die Partie begann mit einem Aufreger. Keine sechs Minuten waren gespielt, als VfB-Rechtsverteidiger Manuel Reutter den Ball im Spielaufbau genau in die Füße von Ekene passte, dieser dadurch zentral vorm Stuttgarter Tor zum Abschluss kam, aber an VfB-Keeper Sebastian Hornung scheiterte. Doch damit war die Szene noch nicht vorbei, denn der Ball stieg zur Kerze empor und fiel steil wieder hinunter. Beier witterte seine Chance und kam auch mit dem Kopf an den Ball, doch auf der Linie bewahrte ein Stuttgarter sein Team vor dem ganz frühen Rückstand.

In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel ohne die ganz großen Torchancen. Ein geblockter Distanzschuss von Amade (16.) und ein zentraler Abschluss des Ex-Hoffenheimers Domenico Alberico, der das TSG-Tor jedoch verfehlte (24.), waren lange Zeit die einzigen nennenswerten Szenen. Nachdem Zeller in der 32. Minute noch aufmerksam eine gefährliche Kontersituation der Schwaben bereinigt hatte, ergab sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann noch eine weitere Möglichkeit für „Hoffe zwo“: Nachdem Asllani den Spielaufbau des VfB gestört und den Ball zu Amade gespitzelt hatte, leitete dieser weiter zu Beier, der sich schön durchsetzte und aus halbrechter Position zum Abschluss kam. Doch Hornung entschärfte den Schuss und klärte zur Ecke, die keine weitere Torgefahr brachte. Halbzeit.

Verheißungsvoll begann dann auch der zweite Durchgang. Wieder waren knapp sechs Minuten gespielt bis zur ersten großen TSG-Chance. Doch diesmal lag der Ball im Tor: Eine Ecke von Szarka köpfte Geschwill mit Wucht aus acht Metern zur erlösenden und durchaus verdienten Führung ein. „Hoffe zwo“ blieb am Drücker und wieder sorgte eine Standardsituation von Szarka für Gefahr: Sein Freistoß von der linken Seite landet bei Erb im Zentrum, der ihn aufs lange Eck köpft, wo Zeller heranfliegt, aber knapp verpasst (60.).

In der 67. Minute dann die ganz große Chance auf das 2:0: Nachdem Şahin mit einem starken Pass in die Tiefe Beier auf die Reise geschickt hatte, kam dieser im Zweikampf mit VfB-Profi Holger Badstuber zu Fall. Für Schiedsrichter Jonas Brombacher ein Foul und Elfmeter. Asllani übernahm die Verantwortung, versuchte es mit einem Flachschuss, doch VfB-Torwart Hornung parierte. Bitter!

Nur drei Minuten später die Quittung: Stuttgarts Richard Weil bediente Reutter auf der rechten Seite, der den Ball flach in den Strafraum gab. Klein stürzte heraus und wehrte die Kugel nach oben ab, doch am zweiten Pfosten lauerte der Ex-Hoffenheimer Marcel Sökler, der eine Viertelstunde zuvor eingewechselt worden war und mit seinem zehnten Saisontreffer aus zwei Metern einköpfte. 1:1.

Der VfB-Nachwuchs hatte nun Oberwasser und versetzte der TSG in der 77. Minute den K.o.-Schlag: Über die rechte Seite kam mit Marco Pašalić ein weiterer Ex-Hoffenheimer an den Ball, der sich geschickt bis vor das Tor durchdribbelte und frei vor Klein zum 2:1 einschoss. Der Treffer verfehlte seine Wirkung nicht. In den Schlussminuten hatte die Herdling-Elf nichts mehr hinzuzusetzen und musste somit die dritte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen.

Die Trainerstimme

Es war wie so häufig: Die TSG-U23 legte einen vernünftigen Auftritt hin, doch der Lohn in Form von Punkten fehlte am Ende. Entsprechend enttäuscht zeigte sich "Hoffe zwo"-Chefcoach Kai Herdling nach der Partie: "Wir haben es lange Zeit wirklich ordentlich gemacht. Bis zum Elfmeter sah das alles ganz gut aus. Den müssen wir ganz einfach reinmachen. So haben wir danach den Faden verloren und konnten den Hebel nicht mehr umlegen. Das Ergebnis ist natürlich extrem ärgerlich für uns."

Die Szene

Ganz klar der verschossene Elfmeter in der 67. Minute. Bis dahin machte die Herdling-Truppe ein ordentliches Spiel und lag völlig verdient in Führung. Der Zweikampf zwischen Beier und Ex-Nationalspieler Badstuber war dann eher Ball gespielt als ein Foul, weshalb es lange Diskussionen gab. Als Fisnik Asllani dann endlich zur Tat schreiten durfte, war VfB-Keeper Hornung zur Stelle. Nur drei Minuten später fiel der Ausgleich und das Unheil nahm seinen Lauf.

Die Tabelle

Mit einem Sieg hätte „Hoffe zwo“ zumindest bis zu den Abendspielen die Abstiegsränge verlassen, so ist klar, dass die TSG auch nach dem 33. Spieltag unter dem Strich stehen wird. Die U21 des VfB verbesserte sich hingegen vorerst auf den siebten Platz und darf auf ein entspanntes Saisonfinale blicken.

Das Stenogramm

VfB Stuttgart II – TSG 1899 Hoffenheim II 2:1 (0:0)
Stuttgart: Hornung – Reutter, Rios Alonso, Badstuber, Kleinhansl, Michel (55. Münst), Weil, Wolf (55. Sökler), Richter, Pašalić, Alberico.
Hoffenheim: Klein – Szarka, Zeller, Haider, Geschwill (71. E. Lässig), Erb (81. Ott), Amade, Beier (81. Skenderović), Şahin, Ekene (64. Monteiro-Mendes), Asllani.
Tore: 0:1 Geschwill (51.), 1:1 Sökler (70.), 2:1 Pašalić (77.). Zuschauer: nicht zugelassen. Schiedsrichter: Jonas Brombacher (Kandern). Karten: Gelb für Asllani, Erb / Reutter, Sökler. Besonderes Vorkommnis: Hornung hält Foulelfmeter von Asllani (67.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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