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U23
30.01.2021

Keine Punkte in Aalen

Die U23 wartet weiter auf ihren ersten Regionalliga-Sieg im neuen Kalenderjahr. Beim VfR Aalen unterlag das Team von Trainer Kai Herdling, für das Sejad Salihović sein Comeback im TSG-Dress gab, mit 1:3 (0:1). Den einzigen Treffer für „Hoffe zwo“ markierte Chinedu Ekene zum zwischenzeitlichen 1:2.

Das Personal

Gegenüber dem 2:4 in Elversberg nahm Herdling drei Änderungen in der Startelf vor. Für Maximilian Beier (Profis), Deji Beyreuther (nicht im Kader) und Robin Szarka (Bank) standen diesmal Max Geschwill, Luis Görlich und Fisnik Asllani beim Anpfiff auf dem Rasen. Der unter der Woche reaktivierte Ex-TSG-Profi Sejad Salihović wurde zum ersten Mal seit fünfeinhalb Jahren wieder auf der Hoffenheimer Seite eines Spielberichtsbogens notiert und nahm zunächst auf der Bank Platz. Taktisch stellte sich das Ganze im gewohnten 3-5-2 dar.

Der Spielfilm

Der Schnee auf der Ostalb war rechtzeitig geschmolzen und die Temperaturen bei sechs Grad auch erträglich, die Witterung der vergangenen Tage hatte allerdings auf dem Rasen ihre Spuren hinterlassen. Entsprechend schwer fanden die Hoffenheimer gegen eine gut gestaffelte und zupackende Aalener Mannschaft mit dem Ex-U23-Spieler Alessandro Abruscia auf der Zehnerposition in die Partie. Nach einem unnötigen Querpass in den hinteren Reihen kam der aufgerückte Rechtsverteidiger Andreas Knipfer an den Ball und flankte punktgenau auf Steffen Kienle, der aus fünf Metern einköpfte (13.). Ausgerechnet Kienle, der kurzfristig seinen Vertrag in Ulm aufgelöst hatte und bei seinem Debüt für seinen Ex-Klub nur wenige Stunden später einen Einstand nach Maß feierte.

„Hoffe zwo“ hatte im Spiel nach vorn wenig gute Aktionen. Nach Vorarbeit von Emilian Lässig und Semih Şahin kam Fisnik Asllani frei zum Schuss, ihm rutschte jedoch die Kugel auf dem matschigen Untergrund über den Spann (24.). Als Alfons Amade gelbwürdig gefoult wurde, landete Şahins Freistoß in der Mauer (34.). Die Herdling-Elf hatte nun mehr Ballbesitz und war optisch überlegen, gefährlicher waren aber die Hausherren. Wieder war es Knipfer, der von der rechten Seite diesmal den freistehenden Toni Vastic bediente, doch der schob seine Direktabnahme aus vier Metern neben das Tor (40.). Die letzte nennenswerte Aktion vor der Halbzeit hatte Amade, dessen Versuch aus zwölf Metern Aalens Schlussmann Daniel Bernhardt nicht festhalten konnte. Es war aber niemand zum Abstauben da (44.).

Herdling brachte nach der Pause Rui Monteiro Mendes für Fabian Rüth und stellte auf Viererkette um, doch auch nach dem Wechsel zeigte sich der VfR bissiger. Leon Volz‘ Distanzschuss streifte die Lattenoberkante (48.), wenig später drang Abruscia in den Sechzehner ein und hielt einfach mal drauf. Daniel Klein tauchte ab und parierte stark, konnte aber den Ball nur abwehren. Kienle reagierte blitzschnell und drückte ihn zum 2:0 über die Linie (61.). Der mittlerweile eingewechselte Salihović sorgte schließlich mit einigen Eckbällen und Freistößen für Gefahr. Aufregung gab es, als Geschwill nach einem Standard im Strafraum zu Fall kam und liegen blieb. Der Elfmeterpfiff blieb allerdings aus.

Dann der Anschlusstreffer! Salihović bediente Amade auf der rechten Seite, und dessen Hereingabe pflanzte Ekene aus zentraler Position volley in die linke Ecke (81.). Jetzt keimte Hoffnung auf. „Hoffe zwo“ warf alles nach vorn, wurde aber dadurch anfällig für Konter. In der Nachspielzeit brachte Lässig einen Ball in die Mitte, doch Amade kam nicht richtig in Position und schoss über das Tor. Im Gegenzug sorgte dann Volz nach einer Aneinanderreihung individueller Fehler für die Entscheidung, als er den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste (90.+3).

Die Trainerstimme

Herdling war nach dem durchwachsenen Auftritt seiner Elf bedient. „Bei dieser Leistung gibt es nichts schönzureden“, sagte der 36-Jährige. „Wir müssen uns jetzt mal endlich strecken, und zwar so richtig.“ Mit einigen Spielern ging der Cheftrainer hart ins Gericht. „Es geht jetzt nur noch darum, Punkte zu sammeln und am Ende überm Strich zu stehen. Und mit dem Punkten sollten wir so langsam mal anfangen“, kritisierte der Coach.

Die Szene

Die 59. Minute. Fünfeinhalb Jahre nach seinem letzten Punktspieleinsatz für die TSG feierte Sejad Salihović, der für Fisnik Asllani eingewechselt wurde, sein Comeback. Der Bosnier bereitete den Anschlusstreffer vor und knallte in gewohnter Manier die Standards vors Gehäuse.

Die Tabelle

Mit 22 Punkten rutschte „Hoffe zwo“ auf Platz 15, das Polster auf die hinteren Ränge wird zudem immer dünner. Der Vorsprung auf Platz 21 (TSV Schott Mainz) beträgt bei einem Spiel mehr nur vier Zähler. An der Spitze gab es keine Veränderungen, da das Top-Spiel zwischen dem FSV Frankfurt und dem TSV Steinbach abgesagt wurde. Der SC Freiburg II schob sich durch einen 3:1-Sieg bei RW Koblenz – am Dienstag im Dietmar-Hopp-Stadion zu Gast – auf den zweiten Platz.

Das Stenogramm

VfR Aalen – TSG Hoffenheim 3:1 (1:0)
Aalen:
Bernhardt – Knipfer, Appiah, Windmüller, Herrmann – Volz, Grupp, Sakai – Abruscia (85. Hoffmann) – Kienle (69. Morabet), Vastic (61. Merk).
Hoffenheim:
Klein – Rüth (46. Monteiro Mendes), Strompf, Kölle – Görlich, Amade, Lässig, Şahin (73. Skenderović), Geschwill – Ekene, Asllani (59. Salihović).
Tore:
1:0 Kienle (13.), 2:0 Kienle (61.), 2:1 Ekene (81.), 3:1 Volz (90.+3). Zuschauer: nicht zugelassen. Schiedsrichter: Fabian Knoll (Bexbach). Karten: Gelb für Appiah / Monteiro Mendes, Lässig, Salihović.

Daten & Fakten zum Spiel »

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