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U23
16.01.2021

Ein Punkt in Kassel – „Hoffe zwo“ erneut 2:2

Mit dem zweiten 2:2-Unentschieden im zweiten Spiel des Jahres ist die U23 von ihrem Auswärtsspiel bei Hessen Kassel zurückgekehrt. Im Kasseler Auestadion hatte Chinedu Ekene für die Pausenführung gesorgt. Nach dem Ausgleich traf Profi-Leihgabe Maximilian Beier zunächst zum 2:1, ehe die Nordhessen abermals ausglichen.

Das Personal

Vor genau einer Woche war die U23 mit einem 2:2 beim TSV Schott Mainz in das Punktspieljahr 2021 gestartet. Bei der zweiten Auswärtsaufgabe innerhalb von acht Tagen veränderte Chefcoach Kai Herdling seine Startelf nun auf vier Positionen. Für die verletzt ausgefallenen Andreas Ludwig und Luis Görlich begannen Alfons Amade und Quincy Butler. Außerdem durften Niklas Kölle und Winterneuzugang Jihad Boutakhrit von Anfang an ran. Für sie nahmen Rui Jorge Monteiro Mendes und Semih Şahin auf der Bank Platz. Boutakhrit feierte sein Startelfdebüt für die TSG.

Bei Hessen Kassel gab es im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen die SG Sonnenhof Großaspach zwei Wechsel in der ersten Elf. Alexander Mißbach und Sergey Evljuskin fanden sich zunächst auf der Bank wieder, kamen aber beide in der Schlussphase in die Partie. Für sie durften Verteidiger Kevin Nennhuber und „Hoffe zwo“-Schreck Sebastian Schmeer anfangen. Dem Stürmer waren zuvor in zehn Spielen gegen die TSG fünf Treffer gelungen.

Der Spielfilm

Schon nach fünf Minuten lag die Kugel zum ersten Mal im Kasseler Tor. Für den Blitzstart war wieder einmal Chinedu Ekene verantwortlich, der mit einem kräftigen 15-Meter-Flachschuss aus zentraler Position seinen sechsten Saisontreffer erzielte. Die Gastgeber versuchten zurückzuschlagen und hatten durch einen Drehschuss von Toptorjäger Mahir Sağlık ans Außennetz und einen 22-Meter-Schuss von Tim Brandner, den Luca Philipp im TSG-Tor entschärfte, ihre ersten Chancen (13.).

Ganz nah dran an der Kandidatur für das Tor des Monats war in der 25. Minute dann TSG-Stürmer Fisnik Asllani, der es aus 30 Metern mit einem Lupfer über den etwas vor seinem Tor stehenden Kasseler Torwart Maximilian Zunker versuchte, aber das Tor ganz knapp verfehlte. Drei Minuten vor der Pause schwächten sich die Gastgeber dann selber, als der bereits verwarnte Alban Meha nach einem Foulspiel an TSG-Rechtsaußen Quincy Butler mit Gelb-Rot vom Platz musste. Trotz Unterzahl hätte der KSV in der Schlussminute der ersten Halbzeit jedoch noch ausgleichen können, doch Sağlıks Drehschuss aus sieben Metern landete am Innenpfosten und von dort aus in den Armen von TSG-Keeper Philipp.

Auch in der zweiten Halbzeit tauchten zunächst die Kasseler gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf: Nach einem Steilpass von Lukas Iksal auf Schmeer, war jedoch wieder auf Philipp Verlass, der im Eins-gegen-Eins gegen den KSV-Angreifer mit einer Fußparade der Sieger blieb (48.). Fünf Minuten später war dann aber auch der starke TSG-Keeper machtlos, als Schmeer nach einem Zuspiel von Brandner mit einer Direktabnahme aus sechs Metern zum 1:1 traf. Weitere zwei Minuten später hätten die Gastgeber erneut treffen können, doch bei Sağlıks Schuss war Philipp wieder auf dem Posten.

In der 71. Minute dann die erneute Führung für „Hoffe zwo“: Emilian Lässigs Flanke von der rechten Seite landete am ersten Pfosten beim eingewechselten Maximilian Beier, der den Ball stark per Direktabnahme aus zehn Metern in die kurze Ecke schoss. Dritter Regionalligatreffer für den Angreifer aus dem Profikader in der laufenden Saison. Lange hielt die Führung jedoch trotz Überzahl nicht, denn nur acht Minuten später landete eine Kopfballverlängerung bei Schmeer, der sich die Kugel an Philipp vorbeilegte und zum 2:2 einschob. Im elften Spiel gegen „Hoffe zwo“ schon der siebte Treffer für Schmeer. In der 90. Minute hätten die Gastgeber dann sogar noch den Heimsieg einfahren können, als Schmeer aus 14 Metern per Dropkick zum Abschluss kam und der Ball bedrohlich in Richtung Winkel flog. Doch abermals war Philipp zur Stelle und parierte stark.

Die Trainerstimme

„Das war ein durchwachsener Auftritt von uns“, so TSG-Coach Kai Herdling. „In der ersten Halbzeit haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, aber in der zweiten Halbzeit war das nicht mehr gut genug. Wir haben viel zu viel zugelassen und gegen einen in Unterzahl tief stehenden Gegner nicht die richtigen Mittel gefunden. Am Ende ist der Punktgewinn etwas glücklich für uns.“

Die Szene

In der Schlussminute hatten die Gastgeber den Siegtreffer auf dem Fuß und Sebastian Schmeer hätte seinen Doppel- zum Dreierpack machen können. Doch der heute wieder mal sehr starke Luca Philipp im TSG-Tor parierte den Dropkick-Schuss des KSV-Stürmers und rettete seinem Team somit den einen Auswärtspunkt.

Die Tabelle

Mit dem Unentschieden verharren beide Teams auf den Plätzen 13 (Kassel) und 14 (Hoffenheim). Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt weiterhin drei Punkte, wobei der FC Gießen (1:0 gegen Bayern Alzenau), Rot-Weiß Koblenz (1:0 gegen den Bahlinger SC) und der FC-Astoria Walldorf (1:0 gegen den VfR Aalen) mit ihren Siegen wieder etwas Boden im Abstiegskampf gutmachten und somit punktemäßig auch etwas näher an „Hoffe zwo“ rückten.

An der Tabellenspitze siegten die Topteams im Gleichschritt. Sowohl Spitzenreiter FSV Frankfurt (2:1 gegen Mainz 05 II) als auch die Verfolger SC Freiburg II (2:1 beim VfB Stuttgart II), TSV Steinbach Haiger (3:1 bei Schott Mainz), SSV Ulm (4:0 gegen den FK Pirmasens) und die SV Elversberg (4:0 gegen Sonnenhof Großaspach) fuhren drei Punkte ein.

Das Stenogramm

KSV Hessen Kassel – TSG 1899 Hoffenheim II 2:2 (0:1)
Kassel: Zunker – Nennhuber, Urban, Brandner, Bravo-Sanchez, Merle, Dawid, Meha, Iksal (65. Pichinot), Schmeer (90.+3 Mißbach), Sağlık (87. Evljuskin).
Hoffenheim: Philipp – Erb, Borković (46. Beier), Kölle, Butler, Beyreuther, E. Lässig, Amade, Ekene, Asllani (76. Szarka), Boutakhrit (59. Monteiro Mendes).
Tore: 0:1 Ekene (5.), 1:1 Schmeer (53.), 1:2 Beier (71.), 2:2 Schmeer (80.). Zuschauer: 0. Schiedsrichter: Timo Klein (Kaiserslautern). Karten: Gelb-Rot für Meha (42.), Gelb für Merle, Brandner, Sağlık, Dawid / Erb, Gril.

Daten & Fakten zum Spiel »

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