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U23
10.12.2020

Herdling will in Frankfurt Spielfreude sehen

Nach sechs Wochen ohne Ligaspiel nimmt die Regionalliga Südwest am Wochenende wieder den Spielbetrieb auf. Für die U23 geht es zum Ex-Zweitligisten FSV Frankfurt. Cheftrainer Kai Herdling hat seine Mannschaft zuletzt noch enger zusammenrücken sehen und möchte am Bornheimer Hang vor allem Freude bei seinen Spielern sehen.

Das sagt der Trainer

Es geht wieder los. Nachdem vom Mannheimer Landgericht gestern auch die Klage von sechs Regionalliga-Klubs gegen den Re-Start abgewiesen worden ist, kann der 19. Spieltag wie geplant am kommenden Wochenende absolviert werden. „Wir freuen uns natürlich sehr, wieder Wettkämpfe bestreiten können“, sagt U23-Cheftrainer Kai Herdling. „Wir wissen, dass es ein Privileg ist, spielen zu dürfen.“

Sechs Wochen ohne Spielpraxis haben zudem keine allzu großen negativen Spuren hinterlassen, so Herdling. „Die Jungs sind in dieser Zeit noch mehr als Team zusammengerückt. Ich hatte nie das Gefühl, dass sie einen kleinen Durchhänger haben. Im Gegenteil: Sie hatten immer eine unheimliche Gier auf Trainingseinheiten. Das hat Spaß gemacht, denn die Mannschaft hat täglich Freude darüber ausgestrahlt, dass sie ihren Job ausüben darf.“

Für die ausbleibenden Aufgaben des Jahres in Frankfurt sowie gegen Stadtallendorf und Walldorf möchte der Ex-Profi keine Punktezahl als Zielvorgabe nennen: „Es geht vielmehr um Details und Freude, die wir ausstrahlen wollen. Wir beschäftigen uns viel damit, wie wir Fußball interpretieren und wie wir die TSG-U23 nach außen repräsentieren wollen. Das soll man nun auch im Wettkampf auf dem Platz sehen.“ Vom kommenden Gegner hält Herdling viel. „Der FSV ist eine enorm ballsichere Mannschaft und gerade zu Hause sehr stark. Insgesamt haben sie eine hohe Qualität – vor allem im Mittelfeld.“

Das Personal

Die beiden bereits länger verletzten Jacob Young und Tobias Heiland fehlen Herdling weiterhin. Außerdem muss der Chefcoach auf Angreifer Rui Monteiro Mendes und Torhüter Robin Balters verzichten, die ebenfalls angeschlagen sind. 

Der Gegner

Acht Jahre lang – von 2008 bis 2016 – war der FSV Frankfurt fester Bestandteil der Zweiten Bundesliga. Mit dem besten Resultat in der Saison 2011/12, als der Klub aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim unter Trainer Benno Möhlmann Siebter wurde. Vor vier Jahren stieg der wie die TSG im Jahre 1899 gegründete Traditionsverein jedoch in die Dritte Liga ab und wurde direkt in die Regionalliga durchgereicht. Dort haben sich die Frankfurter seitdem unter den Trainern Alexander Conrad und Thomas Brendel, der seit April 2019 das Sagen am Bornheimer Hang hat, im Mittelfeld eingefunden.

In der laufenden Saison sieht es jedoch besser aus für den FSV, der aktuell Sechster ist und mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter SC Freiburg II Kontakt nach ganz oben hält. Zwei Garanten für den Erfolg waren bislang Stürmer Muhamed Alawie, der aktuell bei sechs Saisontreffern steht, und Steffen Straub, der mit sieben Assists der Top-Vorlagengeber der Liga ist.

Straub ist in Hoffenheim bestens bekannt, schließlich lief er von 2008 bis 2014 für die Akademie-Teams von der U15 bis zur U23 auf. In seiner U23-Saison 2013/14 stand er auch mit dem heutigen TSG-Trainer Kai Herdling sowie dessen Kapitän Andreas Ludwig auf dem Feld. „Steffen ist ein schneller Außenbahnspieler, der in dieser Saison durch seine Vorlagen definitiv schon auf sich aufmerksam gemacht hat. Am Samstag wird er das hoffentlich nicht tun“, so Herdling.

Serien und bisherige Duelle

Die Bilanz beim Duell TSG II vs. FSV Frankfurt ist ausgeglichen: Von fünf Partien entschieden die Kraichgauer zwei für sich, eine endete unentschieden und zwei Mal siegten die Frankfurter. Ähnlich sehen die Ergebnisse am Bornheimer Hang aus: In drei Auswärtspartien beim FSV gab es für die TSG einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Der letzte Vergleich im November 2019 endete vor etwas mehr als 1.100 Zuschauern 0:0.

Die TSG kommt mit einer Mini-Auswärtsserie von zwei Siegen in Folge (2:1 beim FC Gießen, 4:1 bei Bayern Alzenau) nach Frankfurt. Der FSV konnte von den vergangenen vier Regionalliga-Partien nur eine gewinnen. Daheim sind die Bornheimer allerdings eine Macht: Von sechs Partien im eigenen Stadion gewannen die Frankfurter fünf.

Dies alles allerdings selbstverständlich vor der Corona-Zwangspause von Anfang November bis zu dem kommenden Wochenende.

Die Lage der Liga

Wo waren wir stehen geblieben? Diese Frage stellt sich nach sechs Wochen Pause für die 22 Regionalligisten. Die meisten Klubs, nämlich zwölf, haben bislang zwölf Partien absolviert, was allerdings auch bedeutet, dass zehn weitere noch mindestens ein Nachholspiel zu absolvieren haben. Zuzüglich zu den Nachholpartien, die nun während der Corona-Pause im November und Anfang Dezember hinzugekommen sind, selbstverständlich.

An der Spitze tummelt sich ein Sextett, das aus der U23 des SC Freiburg sowie dem TSV Steinbach Haiger, der SV Elversberg, dem FC Homburg, den Offenbacher Kickers und dem FSV Frankfurt besteht. Bei sechs Absteigern am Saisonende muss der Rest der Liga allerdings den Blick nach unten richten. Die Klubs, die sich auf den unbeliebten Rängen befinden, sind aktuell der FC-Astoria Walldorf, der TSV Schott Mainz, die SG Sonnenhof Großaspach, Rot-Weiß Koblenz, der FC Gießen und Eintracht Stadtallendorf.

 

FSV Frankfurt – TSG 1899 Hoffenheim II
Samstag, 12. Dezember, 14.00 Uhr, PSD-Bank-Arena, Frankfurt

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