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21.12.2020

Ein Duell in 11 Episoden

Am 22. Dezember (18.30 Uhr) empfängt die TSG Hoffenheim in der 2. Runde des DFB-Pokals den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Es ist ein Duell mit bewegter Vergangenheit und Pokal-Historie. Vor der Partie hat SPIELFELD in der Vergangenheit gewühlt und einige interessante Fakten zu dieser Paarung sowie zur Pokalhistorie der TSG zusammengestellt.

(1.)

Die Begegnung mit der SpVgg Greuther Fürth am 22. Dezember in der zweiten Runde des DFB-Pokals ist das erste Pokal-Heimspiel der TSG seit exakt 2.246 Tagen, also seit mehr als sechs Jahren. Letztmals bestritt die TSG Hoffenheim am 29. Oktober 2014 in der heimischen Arena ein Pokalspiel (5:1 gegen den FSV Frankfurt).

(2.)

Hoffenheim war in der Pokal-Historie des Vereins besonders in Heimspielen erfolgreich: 14 Siege in 20 Spielen lautet die Bilanz der TSG seit der Pokal-Premiere im August 2002, seit dem Aufstieg in den Profifußball im Jahr 2007 liest sich die Heimbilanz noch imposanter: Zehn Siege in zwölf Partien, einzig der VfL Wolfsburg und Greuther Fürth anno 2012 konnten hier gewinnen.

(3.)

Am 8. Februar 2012 trafen die TSG Hoffenheim und Greuther Fürth zuletzt im DFB-Pokal aufeinander. Die „Kleeblätter“, damals ebenso wie heute Zweitligist, siegten in der Runde der letzten Acht überraschend 1:0 in Sinsheim und verhinderten so den erstmaligen Einzug der TSG in das DFB-Pokal-Halbfinale. Fürth unterlag im Anschluss zwar Borussia Dortmund, stieg aber in diesem Jahr in die Bundesliga auf. Ein kurzes Vergnügen: Nach Spielzeit 2012/13 stieg der Klub wieder ab. 

(4.)

Das Duell zwei Tage vor Heiligabend wird bereits das vierte Aufeinandertreffen mit der Spielvereinigung aus Franken im Pokal. Gegen die Fürther feierte die TSG sogar ihre Premiere im Wettbewerb. Als Regionalligist gewann die Mannschaft von Hansi Flick im Jahr 2002 gegen den damaligen Zweitligisten aus Fürth. 2007 folgte ein weiterer Sieg gegen die „Kleeblätter“. In der zweiten Runde sorgten damals Carlos Eduardo und Francisco Copado für einen knappen 2:1-Erfolg im Duell der Zweitligisten.

(5.)

Wettbewerbsübergreifend trafen die TSG Hoffenheim und Greuther Fürth bereits sieben Mal aufeinander. In der Statistik liegt die TSG vorn: Vier Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 18:10 lautet die Bilanz aus Hoffenheimer Sicht. Gegen Greuther Fürth gelingen der TSG also im Schnitt mehr als 2,5 Tore. Vielversprechend …

(6.)

Beim jüngsten Pokal-Duell stand im Hoffenheimer Kader ein Spieler, der auch heute das TSG-Trikot trägt. Der damals 21-jährige Sebastian Rudy saß bei der Partie gegen Greuther Fürth allerdings 90 Minuten auf der Ersatzbank. Beim Zweitligisten steht in Mergim Mavraj ebenfalls ein Spieler im Kader, der schon 2012 beim 1:0-Erfolg seiner Mannschaft beteiligt war.

(7.)

Das Spiel wird die 48. Partie der TSG im DFB-Pokal – von den bisherigen 47 Spielen konnte Hoffenheim 29 gewinnen. Gleich sieben Mal erreichte die TSG dabei das Viertelfinale – und scheiterte in der Runde der letzten Acht jeweils knapp. Sechs der sieben Viertelfinalpartien verlor die TSG lediglich mit einem Treffer Rückstand, zuletzt in der Saison 2014/15 mit 2:3 nach Verlängerung bei Borussia Dortmund.

(8.)

Beim vergangenen Pokal-Duell mit Greuther Fürth hießen die Trainer der Mannschaften noch Mike Büskens und Holger Stanislawski. Die beiden heutigen Trainer, Sebastian Hoeneß und Stefan Leitl, haben eine Gemeinsamkeit: Beide sind in München geboren. Sportlich allerdings kreuzten sich ihre Wege bisher nie.

(9.)

In der Vergangenheit gab es einige Spieler, die sowohl für die TSG Hoffenheim als auch für Greuther Fürth auf Profi-Ebene aktiv waren. Stephan Schröck, Robert Zulj, Nicolai Rapp, Jens Grahl und Stefan Thesker sind fünf Akteure, die in ihrer Karriere das blau-weiße Trikot der TSG und das grün-weiße Outfit der Fürther trugen.

(10.)

Im „Who is Who“ des deutschen Fußballs spielt der Verein aus dem Fürther Stadtteil Ronhof eine markante Rolle. Der Klub gewann drei deutsche Meistertitel (1914, 1926 und 1929) und ist der Verein mit den meisten Spielen in der 2. Bundesliga: Fürth absolvierte am 11. Dezember in Sandhausen sein 1.111 Zweitligaspiel. Den heutigen Namen erhielt der Verein am 1. Juli 1996, als sich die Leistungsfußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth anschloss. Daraus entstand der aktuelle Name SpVgg Greuther Fürth.

(11.)

Das aus Hoffenheimer Sicht berühmteste Duell der Kontrahenten aber wurde am 18. Mai 2008 im Dietmar-Hopp-Stadion ausgetragen. An jenem Tag fertigte die TSG die Fürther, trainiert übrigens von Bruno Labbadia, 5:0 ab und stieg durch den Erfolg in die Fußball-Bundesliga auf. Für jeden TSG-Fan, der an jenem Mai-Sonntag am Großen Wald in Hoffenheim dabei sein konnte, wurde es ein unvergesslicher Tag.

Daten & Fakten zum Spiel »

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