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U23
10.10.2020

Unglückliche Niederlage in der Schlussminute

Durch einen Foulelfmeter in der 89. Minute ist der U23 im Heimspiel gegen den SC Freiburg II ein verdienter Punkt verwehrt geblieben. „Das ist sehr ärgerlich“, haderte Kai Herdling vor allem mit dem späten Zeitpunkt des Treffers. Aber unabhängig von den fehlenden Punkten war der neue U23-Cheftrainer auch mit dem Gesamtauftritt nicht zufrieden.

Personal & Taktik

Gegenüber dem 0:2 in Steinbach nahm Herdling sechs Veränderungen an der Startformation vor. Fabian Rüth, Lucas Zeller, Alfons Amade, Semih Şahin, Robin Szarka und Franko Kovačević blieben draußen, neu ins Team rückten Luis Görlich, Niklas Kölle, Emilian Lässig und Quincy Butler sowie die beiden Profi-Abstellungen Klauss und Melayro Bogarde. Herdling spielte in einem 3-4-3-System, in dem Deji Beyreuther (links) und Görlich die Außenbahnen und Kapitän Andreas Ludwig mit Lässig das zentrale Mittelfeldpaar bildeten.

Freiburg kam ebenfalls im 3-4-3 und mit einer erneuerten Startelf daher. Kiliann Sildillia, der rotgesperrte Johannes Flum, Yannik Keitel und Luca Hermann, die beim 2:2 gegen Offenbach dabei waren, fehlten in der Silbergasse. Neu ins Team rutschten die Verteidiger Felix Bacher und Claudio Kammerknecht, Mittelfeldmann Carlo Boukhalfa sowie im Dreier-Sturm Kevin Schade.

Der Spielfilm

9

Die erste gute Chance nach kurzer Abtastphase erspielen sich die Hausherren. Butler setzt sich auf der rechten Seite schön durch und legt in die Mitte zu Klauss, der aber keinen Druck in seinen Schuss bekommt, der zudem auch unplatziert ist und somit zur leichten Beute für Freiburgs Keeper Niclas Thiede wird.

15

Das muss das 1:0 sein! Nach Balleroberung Bogarde kommt Klauss über rechts und narrt den Freiburger Felix Bacher. Vor dem Tor legt der Brasilianer uneigennützig auf den heranrauschenden Adamyan ab, der jedoch den Ball am Tor vorbei schießt.

19

In der Partie ist Feuer drin. Die Unparteiische Karoline Wacker zückt die ersten Karten, als Bogarde im Mittelfeld abgeräumt wird, lässt sie allerdings weiterlaufen. Beide Mannschaften agieren wenig zimperlich, die Partie spielt sich zwischen den Strafräumen ab.

45

Hoffenheim und Freiburg begegnen sich auf Augenhöhe. Mit Ausnahme der „Hundertprozentigen“ von Adamyan erzeugen sie aber keine Torgefahr. „Im ersten Abschnitt war Zug drin. Aber wir müssen einfach in Führung gehen“, hadert Herdling mit der vergebenen Großchance.

59

Nach der Pause wirkt Freiburg zielstrebiger. Lino Tempelmann setzt zwei Akzente: Erst mit einem 20-Meter-Schuss, den Daniel Klein zur Ecke lenkt (56.), dann mit einem schönen Pass auf Marvin Pieringer: Der Torschützenkönig der Liga schießt freistehend Klein an.

61

Es ist die attraktivste Phase des Spiels, denn nun kommt es zu guten Möglichkeiten. Bogarde steckt schön auf Ludwig durch, der überlupft Thiede … doch der Ball trudelt am linken Pfosten vorbei.

62

Meris Skenderović sprintet nach Ballgewinn auf Höhe der Mittellinie über das halbe Feld, am Schluss fehlt ihm die Kraft für einen harten und präzisen Abschluss, die Kugel kullert am Tor vorbei.

65

Trotz Sonne und blauem Himmel regnet es. Eine unwirkliche Atmosphäre. Klein ist gegen Nishan Burkart zur Stelle.

70

Der Ball läuft gut durch die Hoffenheimer Reihen. Skenderović wird von Bacher gefoult, aber Wacker lässt zum Unmut der Hoffenheimer weiterspielen. Selbst Freiburgs Trainer Christoph Preußer nickt der TSG-Bank zustimmend zu.

80

Freiburg wirkt in der Schlussphase frischer. Pieringer kommt im Sechzehner zum Abschluss, sein Schuss wird aber durch ein Abwehrbein abgebremst – kein Problem für Klein.

84

Der Sportclub hat den Torschrei auf den Lippen, als nach einem Eckball von der linken Seite der aufgerückte Innenverteidiger Claudio Kammerknecht mit links direkt auf die linke Ecke zielt. Die Arme sind bereits zum Jubeln ausgestreckt, da kommt Klein herbeigeflogen. Glanzparade.

89

Tor für Freiburg!
Es scheint auf ein 0:0 hinauszulaufen, als plötzlich ein langer Ball Richtung TSG-Strafraum fliegt. Pieringer bringt Philipp Strompf im Laufduell zu Fall, der gewünschte Pfiff bleibt aus. Schließlich lupft Pieringer den Ball über Klein, der wiederum Pieringer zu Boden bringt. Jetzt ertönt der Pfiff. Strafstoß. Der Gefoulte verwandelt selbst, humorlos flach in die von Klein aus gesehen rechte Ecke.

90

Der Sportclub bringt die Restspielzeit clever über die Zeit, die große Ausgleichschance gibt es nicht mehr. Preußer stürmt auf den Rasen und ballt die Becker-Faust. Auch der SC-Coach hatte wohl nicht mehr an den Dreier geglaubt. „Wir haben uns auch im zweiten Durchgang gut gewehrt, Freiburg hatte in der Schlussphase jedoch mehr Körner. Ein 0:0 wäre in Ordnung gewesen, aber unverdient ist das Ergebnis auch nicht“, gesteht Herdling.

Die Szene des Spiels

Natürlich das Vorspiel zum Elfmeter. Foult der Pieringer Strompf, bevor er wiederum von Klein zu Fall gebracht wird? In Echtzeit schwer zu sagen. In der Bundesliga hätte der Videoschiedsrichter eingegriffen, in der Regionalliga gibt es ihn nicht.

Die Zahl des Spiels

15 – Die 15. Minute hätte der Partie eine andere Wendung geben können. Das 1:0 hätte in dieser Phase sogar dem Spielverlauf entsprochen.

Das Stenogramm

TSG Hoffenheim II – SC Freiburg II 0:1 (0:0)
Hoffenheim: Klein – Bogarde, Strompf, Kölle – Görlich (61. Ekene), E. Lässig, Ludwig, Beyreuther – Butler (61. Skenderović), Klauss, Adamyan (73. Şahin).
Freiburg: Thiede – Kammerknecht, Bacher, Ezekwem – Faber, Boukhalfa, Tempelmann, Weißhaupt (46. Risch) – Schade (84. Nieland), Pieringer, Burkart (74. Furrer).
Tor: 0:1 Pieringer (89., Strafstoß). Zuschauer: 234. Schiedsrichterin: Karoline Wacker (Lehrensteinsfeld). Karten: Gelb für Görlich, E. Lässig, Klein, Ludwig / Boukhalfa, Pieringer.

Daten & Fakten zum Spiel »

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