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U23
09.10.2020

Herdling-Debüt gegen Freiburg

211 Spiele stand Marco Wildersinn auf der Kommandobrücke der U23. Am Samstag leitet nach sechseinhalb Jahren mit Kai Herdling erstmals ein anderer Cheftrainer an der Seitenlinie die Geschicke der zweiten Mannschaft. Das Debüt wird kein einfaches: Gegner im Dietmar-Hopp-Stadion ist der SC Freiburg II, die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Südwest. Und ausgerechnet jenes Team, gegen das Herdling seine letzte Partie als Aktiver bestritt.

DAS SAGT DER TRAINER

„So ganz neu ist die Regionalliga Südwest für mich ja nicht“, sagt Herdling, der unter seinem Vorgänger Marco Wildersinn bereits zwei Jahre als Co-Trainer arbeitete und das Niveau dieser Spielklasse sehr gut kennt. „Wir hatten jetzt zwei gute Einheiten zusammen und ich bin zuversichtlich, dass die Jungs begriffen haben, worum es geht. Allerdings schauen wir jetzt nicht Spieltag für die Spieltag auf die Tabelle, sondern versuchen, mit attraktivem Fußball Punkte zu holen und wollen gleich gegen Freiburg damit anfangen.“

DAS PERSONAL

Herdling muss auf die Langzeitverletzten Tobias Heiland, Jacob Young, Alexandar Borković, Fisnik Asllani und Gautier Ott verzichten. Ebenso fehlen wird Routinier Mario Erb, der das zweite (und letzte) Spiel seiner Sperre absitzen muss. Von den anderen Spielern, die zuletzt regelmäßig im Kader standen, stehen hinter Keeper Domen Gril (Rücken), Marco John (krank) und Robin Szarka (Zerrung) noch Fragezeichen. Welche Spieler von den Profis runterkommen, steht noch nicht fest.

DER GEGNER

Die U23 des SC beendete die abgebrochene Saison 2019/20 auf Platz 13. Dass das Team von Trainer Christoph Preußer nun so gut in die neue Runde starten würde, war nicht unbedingt zu erwarten. Nach dem 2:2 in Walldorf zum Auftakt, als die Preußer-Elf einen 2:0-Vorsprung verspielte, gewannen die Breisgauer vier Mal in Folge, drei Mal sehr deutlich. Mit einem Spiel und zwei Punkten weniger stehen sie derzeit hinter Steinbach auf Platz zwei. Als erfahrener Spieler kehrte der frühere SC-Profi Johannes Flum an seine alte Wirkungsstätte zurück. Der 32-Jährige wird allerdings wegen einer Roten Karte, die er beim 2:2 gegen Offenbach sah, fehlen. Unklar ist, wie bei der TSG auch, welche Spieler aus dem Profikader abgestellt werden. Auf jeden Fall verfügt Preußer über einen Kader mit ausreichend Qualität, zu dem auch einige U19-Akteure gehören, wie etwa der 18-jährige Franzose Kiliann Sildillia. Mit 20 Toren ins sechs Begegnungen haben die Freiburger derzeit die stärkste Offensive der Südwest-Staffel, allein zwölf erzielte das Sturmtrio Marvin Pieringer (6), Nishan Burkart (4) und Kevin Schade (2).

Pikanterie am Rande: Ausgerechnet gegen den SC Freiburg II absolvierte Kai Herdling im April 2016 das letzte Pflichtspiel seiner aktiven Laufbahn. "Hoffe zwo" gewann 2:1 - allerdings in Freiburg.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

27 Mal trafen die Zweitvertretungen aus dem Breis- und Kraichgau aufeinander, der Sportclub hat fast die Hälfte der Duelle (13) für sich entschieden und die deutlich bessere Bilanz. Beim letzten Aufeinandertreffen im vergangenen November gewann „Hoffe zwo“ allerdings klar mit 7:0.

„Hoffe zwo“ wartet weiterhin auf den ersten Heimsieg seit Ende November 2019, als die TSG Balingen im Dietmar-Hopp-Stadion bezwungen wurde. Seitdem gab es in fünf Heimspielen vier Niederlagen am Stück und ein Remis. Freiburg ist in dieser Saison noch ungeschlagen und platzt entsprechend vor Selbstvertrauen. Die Preußer-Elf hat ihre jüngsten beiden Auswärtsspiele gewonnen – und das jeweils krachend. Das 6:2 in Mainz und das 5:0 in Großaspach – zwei Teams, gegen die „Hoffe“ zwo zu Hause verloren hat – sorgen dafür, dass die Breisgauer mit Respekt empfangen werden.

DIE LAGE DER LIGA

Die Tabelle ist schief und wird es wohl noch eine Weile bleiben. Der FC Gießen zum Beispiel hat gerade mal vier Partien bestritten, Spitzenreiter Steinbach und acht andere Teams schon sieben. Für dieses Wochenende hat es bislang noch keine Absagen gegeben. Mit der Paarung Mainz II gegen VfB II kommt es am Samstag zu einem weiteren U23-Duell, das Top-Match steigt jedoch bereits am Freitagabend, wenn die Überraschungsmannschaft Bayern Alzenau (4.) die Kickers Offenbach (6.), das neben Freiburg noch einzige ungeschlagene Team, empfängt.

TSG 1899 Hoffenheim II – SC Freiburg II
Samstag, 10. Oktober, 14.00 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion

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