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AKADEMIE
16.09.2020

„Wir wollen jedes Spiel gewinnen!“ | U19 vor Saisonstart

Am Samstag endet mit dem Heimspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern die über sechs Monate währende Pflichtspielpause der U19. Wie Cheftrainer Marcel Rapp die Rolle seines Teams in der Bundesliga Süd/Südwest bewertet, welche Ziele er sich gesteckt hat und wie ihn die Zeit als Interimstrainer bei den Profis beeinflusst hat, erzählt er im Beitrag von TSG.TV.

Marcel, ein halbes Jahr ohne Pflichtspiel: Wie groß ist die Vorfreude, dass es jetzt wieder losgeht?

Rapp: Die Vorfreude ist riesengroß. Aber vor allem freuen wir uns, dass wir wieder richtig trainieren können. Seit ein paar Wochen dürfen wir auch wieder Testspiele bestreiten, aber klar: Die Bundesliga ist nochmal etwas anderes und wir fiebern dem Start entgegen.

Du gehst nun in Deine vierte Saison als U19-Bundesligatrainer und kennst die Liga sehr gut. Mit welchen Erwartungen startest Du in die Spielzeit 2020/21, wie ordnest Du die TSG ein?

Rapp: Unsere Erwartungen sind grundsätzlich sehr hoch, und das zu Recht. Wobei man dem aktuellen Kader auch gerecht werden muss: Wir haben extrem viele Abgänge, darunter erfreulicherweise auch drei Jungs, die bereits zu den Profis aufgerückt sind. Aber wir müssen die Erwartungen etwas runterschrauben. Es wird viele Spiele auf Augenhöhe geben gegen Gegner, über die man bisher gesagt hat: Hoffenheim muss gewinnen. Die Jungs präsentieren sich zurzeit hervorragend, so dass ich sehr zuversichtlich bin.

Du hast es eben angesprochen: Maximilian Beier, Melayro Bogarde und Marco John sind vorzeitig in den Profi-Kader aufgerückt. Was überwiegt: Die Freude für die Jungs oder der Schmerz über den sportlichen Verlust?

Rapp: Natürlich die Freude für die Jungs und für die Arbeit der gesamten Akademie. Das ist doch der Grund, warum wir alle hier unser Bestes geben, damit wir die Jungs für den Profi-Kader ausbilden. Und mit solchen Beförderungen werden wir in unserer Arbeit bestätigt.

Was kannst Du über die externen Neuzugänge Gabriel Haider und Abdoul Camara sagen?

Rapp: Abdoul Camara kommt aus Belgien und dürfte noch in der U17 spielen. Er macht jetzt bei uns in der U19 seine ersten Schritte und hat sich sehr gut integriert. Für ihn ist es jetzt wichtig, die Sprache zu lernen, damit er sich noch weiter verbessern kann. Gabriel Haider ist ein Spieler des älteren Jahrgangs, er kommt aus Ried in Österreich und bringt sehr viel Energie, Schnelligkeit und Aggressivität in die Mannschaft. Und er ist vom Typ her sehr professionell.

Coronabedingt wird es eine 18er Liga geben, die nur eine Hinrunde spielt. Wie bewertest Du diesen Modus?

Rapp: Dass wir nur einmal gegen jeden Gegner spielen und das Ganze dadurch etwas entzerrt wird, ist für die U19 eine vernünftige Lösung. Ich hoffe natürlich, dass die Entwicklung weiter in diese Richtung geht, aber wir wissen alle nicht, was kommt und ob nicht doch wieder Spiele abgesagt und nachgeholt werden müssen. Aber die Jungs werden ausreichend Wettkampfpraxis bekommen, viele sind ja auch mit ihren Nationalmannschaften unterwegs, und wir werden genügend Zeit haben, Freundschaftsspiele gegen hochklassige Gegner zu terminieren. Die Jungs werden also nicht unter dem verkürzten Spielplan leiden.

Welche Saisonziele habt ihr euch abgesehen von der Spielerentwicklung für den Profikader gesetzt?

Rapp: Die Spielerentwicklung ist eigentlich die obligatorische Antwort, weil es nunmal das Ziel ist, das über allem steht. Ansonsten ist die Sache recht einfach: Wir wollen jedes Spiel gewinnen und alles dafür tun. Die Jungs sollen das Erlernte im Spiel umsetzen.

Du warst für die abschließenden vier Spieltage 2019/20 Interimstrainer bei den Profis und hast Bundesligaluft schnuppern dürfen. Wie hast Du diese Zeit erlebt und welche Erfahrungen hast Du mitgenommen?

Rapp: Diese Frage wird mir sehr oft gestellt, sie ist aber nur schwer zu beantworten. Man nimmt immer etwas mit, bei jedem Spiel, das man anguckt, in jedem Gespräch über Fußball. Ich kann jetzt nicht exakt auf den Punkt bringen, was ich nun genau aus diesen Wochen mitgenommen habe, aber ich bin mir sicher, ein besserer Trainer geworden zu sein.

 

 

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