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U23
18.09.2020

„Hoffe zwo“ sehnt erste Punkte herbei

Nach drei Niederlagen steht für die U23 nun das schwierige Auswärtsspiel bei Kickers Offenbach an. In dem Stadion am Bieberer Berg konnte „Hoffe zwo“ noch nie gewinnen. Trotz dieser Bilanz und dem Fehlstart in die neue Regionalligasaison glaubt TSG-Trainer Marco Wildersinn daran, dass sein Team beim OFC etwas reißen kann.

DAS SAGT DER TRAINER

Viel Zeit war für Marco Wildersinn und sein Trainerteam nicht, um die 1:4-Niederlage am Dienstagabend gegen die SG Sonnenhof Großaspach aufzuarbeiten. Nach der Regeneration und der Analyse folgte auch schon die konkrete Vorbereitung auf den nächsten Gegner. Der Fehlstart mit drei Niederlagen hat seine Spuren hinterlassen. „Man merkt schon, dass die Stimmung etwas gedrückt ist. Das ist für uns alle natürlich momentan kein schöner Zustand, aber die Mannschaft ist sehr fokussiert und hat sich für Samstag einiges vorgenommen“, sagt Wildersinn.

Die Aufgabe in Offenbach ist für „Hoffe zwo“ traditionell eine der schwierigsten. Noch nie konnte die TSG-U23 auf dem Bieberer Berg gewinnen. „Es ist immer schwierig, dort zu spielen. Wenn wir mal nah dran waren, etwas zu holen, haben die Zuschauer ihre Mannschaft oft noch zusätzlich nach vorne gepeitscht. Dieser Faktor fällt nun etwas kleiner aus, vielleicht ist dann etwas möglich“, sagt Wildersinn, dessen Team nun statt vor 6.0000 bis 7.000 Offenbacher Fans aber immerhin noch vor 1.500 Zuschauern spielen wird.

An seine Mannschaft glaubt er trotz des punktlosen Starts. Und so rechnet sich der Fußballlehrer gegen den Tabellenzweiten aus Offenbach durchaus etwas aus: „Wir wollen Paroli bieten und natürlich auch etwas mitnehmen.“ Es wäre an der Zeit.

DAS PERSONAL

Nicht nur die Niederlage schmerzte beim Spiel gegen Großaspach. Mit Gautier Ott und Marco John mussten auch noch zwei Spieler verletzungsbedingt frühzeitig das Feld verlassen. Beide fallen auch für die Partie in Offenbach aus. Ott zog sich eine Zerrung zu, John muss sich von dem Check seines Gegenspielers erholen, der ihm eine Schädelprellung, eine Gehirnerschütterung und Platzwunden einbrachte. Auch die vier zuvor schon verletzen Spieler Alexandar Borković, Jacob Young, Fisnik Asllani und Tobias Heiland stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

DER GEGNER

Nach dem achten Platz in der abgebrochenen Corona-Saison hat der OFC einen kleinen Umbruch erlebt: Neun Abgängen stehen 13 Neuzugänge gegenüber, die zum Teil sofort einschlugen. So übernahm Torwart Stephan Flauder, der von Viktoria Berlin nach Offenbach gekommen war und den langjährigen TSG-Akademie-Keeper Dominik Draband verdrängt hat, die Kapitänsbinde und auch die drei bisherigen Torschützen sind allesamt Neuzugänge: Flo Bojaj kam vom FK Etar aus der ersten bulgarischen Liga, Tunay Deniz wechselte vom türkischen Erstliga-Aufsteiger BB Erzurumspor nach Offenbach und Mathias Fetsch kehrte vom Drittligisten Hallescher FC zurück an seine alte Wirkungsstätte. In der Saison 2012/13 absolvierte der heute 31-jährige Angreifer bereits 36 Drittligaspiele für den OFC, in denen ihm zwölf Treffer gelangen. Mit David Tuma vom Chemnitzer FC stieß zudem noch ein weiterer Angreifer aus der Dritten Liga zu der Mannschaft von Trainer Angelo Barletta.

Die Kickers sind ein Traditionsklub, der sieben Jahre (1968/69, von 1970 bis 1976 sowie 1983/84) in der Bundesliga spielte und 1970 durch einen 2:1-Erfolg gegen den 1.FC Köln sogar den DFB-Pokal gewann. Akteure wie die ehemaligen deutschen Nationalspieler André Hahn, Oliver Reck, Rudi Völler, Uwe Bein, Manfred Binz, Jimmy Hartwig, Dieter Müller, die Zwillingsbrüder Helmut und Erwin Kremers, Erwin Kostedde oder Siegfried Held liefen einst in im Offenbacher Trikot auf. Nach dem letzten Zweitliga-Aufstieg 2005 spielten die Offenbacher noch drei Jahre in der zweithöchsten Spielkasse, ehe 2008 der Gang in die Dritte Liga und 2013 der Abstieg in die Regionalliga folgten.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Der Trend ist vor der Partie in Offenbach kein Freund der TSG. Die ersten drei Saisonspiele haben die Kraichgauer alle verloren, saisonübergreifend blieb die Wildersinn-Truppe gar fünf Spiele in Folge ohne Punkte. Höchste Zeit also, mal wieder Zählbares auf die Habenseite zu schaffen. Allerdings sind die Kickers aus Offenbach gerade gut drauf, denn der OFC ist in den ersten drei Spielen ungeschlagen und ohne Gegentor geblieben.

Auch die direkten Duelle mit den Kickers sprechen nicht gerade für die TSG. In 13 Partien ging „Hoffe zwo“ nur am 17. April 2016 beim 5:1-Erfolg im Dietmar-Hopp-Stadion als Sieger vom Feld. Sieben Mal setzte sich der Ex-Bundesligist aus Hessen durch. So auch in den vergangenen drei Duellen. Zwei weitere Negativserien gilt es für die TSG zu durchbrechen: Erstmals soll ein Auswärtssieg gegen den OFC her und zu Null gespielt werden. 

DIE LAGE DER LIGA

Der Blick auf die Tabelle macht momentan so gar keinen Spaß, denn die TSG ist mit null Punkten Letzter. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz ist nach drei Spieltagen aber noch überschaubar und beträgt aktuell drei Punkte. Jenen 16. Platz belegt momentan im Übrigen die von nahezu allen Experten als Topfavorit genannte SV Elversberg, die zwei ihrer drei bisherigen Partien verloren hat.

Am besten sind der SSV Ulm, Aufsteiger Hessen Kassel und der kommende Gegner Kickers Offenbach aus den Startlöchern gekommen. Das punktgleiche Trio belegt mit jeweils sieben Zählern die ersten drei Plätze. Zwei Siege nach drei Spieltagen konnten auch der TSV Steinbach Haiger, der TSV Schott Mainz, die TSG Balingen, der FC Homburg und die U23 von Mainz 05 verbuchen.

 

Offenbacher FC Kickers – TSG 1899 Hoffenheim II
Samstag, 19. September, 14.00 Uhr, Kommt-Gesund-Wieder-Stadion, Offenbach

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