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U23
29.09.2020

„Hoffe zwo“ rettet in Unterzahl einen Punkt

Zwei späte Tore mit einem Mann weniger auf dem Platz bescherten der U23 im Regionalliga-Heimspiel gegen die TSG Balingen beim 2:2 (0:1) immerhin noch einen Zähler. Trainer Marco Wildersinn konnte sich an seinem 40. Geburtstag aber nicht so richtig freuen, weil sein Team zu fahrlässig Chancen liegen ließ und er die Rote Karte für Mario Erb als nicht gerechtfertigt sah.

Personal & Taktik

Never change a winning team. Eine Änderung musste Wildersinn gegenüber dem 2:0 am Freitag in Pirmasens aber doch vornehmen: Für Sargis Adamyan rückte mit Klauss ein anderer Angreifer aus dem Profi-Kader in die Startformation. Für den Brasilianer war es das erste Regionalliga-Spiel seit zweieinhalb Jahren. Taktisch blieb es ebenfalls beim 4-2-3-1 (siehe Stenogramm). Nach der Roten Karte für Mario Erb rückte Niklas Kölle in die Innenverteidigung und Deji Beyreuther auf die Linksverteidigerposition.

Balingens Trainer Martin Braun, der sein Team am vergangenen Wochenende unfreiwillig schonen durfte, tauschte im Vergleich zum 2:2 in Großaspach zwei Mal. Für Marcel Binanzer kehrte Julian Hauser zwischen die Pfosten zurück, im Mittelfeld ersetzte Kaan Akkaya Ivan Cabraja. Da sich beim Warmmachen Sascha Eisele, der bereits auf dem Spielberichtsbogen stand, verletzte, musste Braun kurzfristig umdisponieren und schob Tobias Dierberger von der Bank in die Startelf. Die drei Ex-Hoffenheimer Simon Klostermann, Tim Wöhrle (beide Startelf) und Luca Kölsch standen allesamt im Kader. Balingen präsentierte sich in einem 4-4-2-System.

Der Spielfilm

5

Was für eine Chance: Deji Beyreuther holt sich hinten die Kugel, sprintet übers halbe Feld und bedient Maxi Beier mustergültig. Der verzieht allerdings aus halbrechter Position. Das hätte die Führung sein können!

9

Nächste Gelegenheit. Chinedu Ekene setzt sich stark auf der rechten Seite durch, bedient Klauss – Außennetz.

10

Balingen versteckt sich nicht. Zuckerpass von Leander Vochatzer auf den schnellen Marc Pettenkofer, dessen Schuss jedoch abgefälscht wird und übers Tor fliegt.

19

Robin Szarka bringt eine Ecke von der rechten Seite flach auf den Elfmeterpunkt, wo Ekene lauert und direkt abzieht. Hauser pariert, es gibt ein paar Pressschläge, weiter 0:0.

22

Hoffenheim macht das Spiel, Balingen reagiert und deutet seine Gefährlichkeit an. Doch nun rettet der Pfosten für die Eyachstädter. Klauss erobert den Ball, läuft und läuft und läuft und legt für Beier ab. Matthias Schmitz kriegt aber noch den Fuß rein. Dann hallt das Aluminiumgeräusch durch das Dietmar-Hopp-Stadion.

34

Jetzt müsste mal das 1:0 fallen, aber der Winkel ist nach Klauss‘ Ablage für Beier zu spitz. Immer noch torlos. Auch nach Klauss‘ Direktabnahme auf Ekenes Zuspiel, die sich knapp hinter die Latte senkt.

39

Glanzparade Philipp. „Hoffe zwo“ kriegt den Ball nicht aus der Gefahrenzone, doch der TSG-Keeper entschärft Klostermanns Kopfballverlängerung.

40

Tor für Balingen!
Und jetzt klingelt es doch. Klostermann liegt schreiend am Boden, das Spiel geht weiter – und aus dem Gewühl heraus trifft Pettenkofer zum 0:1.

45

Hoffenheim ist klar spielbestimmend, aber Balingen setzt regelmäßig Nadelstiche. Aus neutraler Sicht ein ansehnliches Spiel, in dem es hoch und runter geht. Geburtstagskind Wildersinn sieht das anders: „Wir müssen die Partie zur Pause schon entschieden haben, stattdessen murmeln wir uns wieder so ein Ding rein, weil wir den Ball nicht entscheidend klären.“

47

Rote Karte für Mario Erb! Der Innenverteidiger bringt an der Strafraumgrenze Dierberger zu Fall. Balingen will einen Elfmeter, kriegt ihn nicht. Spielt aber ab sofort in Überzahl.

58

Hoffenheim bleibt am Drücker. Szarkas Hereingabe von der linken Seite muss Beier nur über die Linie drücken, aber: Er trifft die Kugel nicht.

61

Tor für Balingen!
Der auffälligste Balinger, Vochatzer, knallt die Kugel aus 18 Metern an die Latte, die anschließende Verwirrung im TSG-Strafraum nutzt der aufgerückte Jonas Vogler aus spitzem Winkel zum 2:0.

75

Pettenkofer hat das 3:0 und somit die Vorentscheidung auf dem Fuß, drischt das Spielgerät aber ans Lattenkreuz – und hält „Hoffe zwo“ somit am Leben.

78

TOR FÜR DIE TSG!
Die offensiven Wechsel – Şahin und Skenderović sind neu im Spiel – zahlen sich aus. Skenderović verkürzt nach Philipp Strompfs Zuspiel mit einem Flachschuss von der linken Seite in die lange Ecke auf 1:2! Noch ist alles drin.

83

Es geht weiter hoch und runter. Eben noch verzieht Skenderović am linken Pfosten, im Gegenzug bremst Niklas Kölle Pettenkofer in letzter Sekunde aus.

89

TOR FÜR DIE TSG!
Da ist das Ding! Beyreuther tankt sich stark über die linke Seite durch und bringt den Ball in die Mitte, wo sich Klauss nicht zwei Mal bitten lässt und per Kopfball zum 2:2 einwuchtet. Immerhin ein Zähler!

90

„Wir waren in Unterzahl fast besser als im ersten Durchgang mit elf Mann, weil wir schneller gespielt haben. Dass wir uns mit viel Willenskraft zurückgekämpft haben, freut mich und ist enorm wichtig für die Moral, aber generell können wir nicht zufrieden sein. Vor der Roten Karte haben wir den Ball schon und schenken ihn wieder her“, war Wildersinn nach dem Schlusspfiff trotz Geburtstags nicht in Feierlaune.

 

Die Szene des Spiels

Welche nehmen? Die fünfte Minute, als Beier die Weichen früh auf Sieg stellen kann, aber verzieht? Oder die Rote Karte für Erb? Klar, das 2:2 in der Schlussminute wäre auch ein Kandidat. Aber vielleicht war es doch eher Pettenkofers Schuss ans Lattenkreuz in der 75. Minute. Fällt hier das 0:3, gehen die Punkte komplett an Balingen.

Die Zahl des Spiels

30 - Nach 30 Monaten steht Klauss wieder für die U23 in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Der Brasilianer trifft prompt zum späten 2:2.

Das Stenogramm

TSG 1899 Hoffenheim – TSG Balingen 2:2 (0:1)
Hoffenheim: Philipp – Görlich, Erb, Strompf, Kölle – E. Lässig (64. Şahin), Szarka – Ekene (82. Monteiro Mendes), Klauss, Beyreuther – Beier (64. Skenderović).
Balingen: Hauser – Vogler, Schmitz, Wöhrle, Guarino – Pettenkofer, Foelsch, Vochatzer, Akkaya – Dierberger (82. Heim), Klostermann (86. Seemann).
Tore: 0:1 Pettenkofer (40.), 0:2 Vogler (61.), 1:2 Skenderović (78.), 2:2 Klauss (89.). Zuschauer: 200. Schiedsrichter: Philipp Michels (Lissendorf). Karten: Gelb für Vogler, Vochatzer, Foelsch, Heim; Rot für Erb (47.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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