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PROFIS
05.05.2020

Kadeřábek: „Ich vermisse das total“

Er ist einer der dienstältesten TSG-Profis: Pavel Kadeřábek spielt seit fast fünf Jahren bei der TSG Hoffenheim und ist ein fester Bestandteil der Mannschaft von Cheftrainer Alfred Schreuder. Im Interview mit achtzehn99.de spricht der Tscheche über die Zeit während des Coronavirus, das veränderte Training und eine mögliche Fortsetzung der Bundesliga.

Pavel, wie geht es Dir und Deiner Familie?

„Wir sind alle gesund. Das ist ja das Wichtigste. Ich habe zuletzt sehr viel Zeit mit meiner Frau Tereza und meiner kleinen Tochter verbringen können. Das habe ich sehr genossen. Die Situation hat also auch seine schönen Seiten gehabt.“

Hast Du während der Zwangspause etwas Neues für Dich entdeckt?

„Ich habe versucht, etwas Gitarre spielen zu lernen, aber das dauert seine Zeit. (lacht) Zudem war ich häufig angeln. Da war ich auch schon erfolgreich und habe einige Fische gefangen. Das macht mir total viel Spaß.“

20200505 sap tsg hoffenheim aderabek angeln neu

Wie hast Du die vergangenen Tage und Wochen wahrgenommen?

„Die ersten drei Wochen waren schwierig. Ich war jeden Tag im Wald laufen, aber niemand wusste, wie es weitergeht. Das ist nicht einfach für den Kopf. Doch nun trainieren wir wieder in kleinen Gruppen, das ist auf jeden Fall ein Fortschritt.“

Du hast es angesprochen: Seit vier Wochen könnt Ihr wieder in Kleingruppen trainieren. Wie sehr hast Du das gemeinsame Training mit dem Ball vermisst?

„Das ist natürlich immer ein Vorteil. Ohne den Ball ist es einfach richtig langweilig. Der Ball hat mir auf jeden Fall gefehlt. Das ist nun viel besser.“

 

Fehlen Dir die Zweikämpfe im Training?

„Ich vermisse das total. Ich bin ein Spieler, der die Zweikämpfe braucht. Wir passen aber auf, dass wir keinen Körperkontakt mit anderen Spielern haben. Wir warten auf die Entscheidung der Regierung und gucken, ab wann auch solche Dinge wieder erlaubt sind.“

Was wäre, die Fortsetzung der Saison vorausgesetzt, Euer Saisonziel?

„Wir wollten die gesamte Saison in den europäischen Wettbewerb. Der Abstand zu Platz sechs ist mit zwei Punkten gering, da wollen wir natürlich hin. In den vergangenen Wochen sind aber andere Themen in den Fokus gerückt.“

Was verändert sich für Euch durch mögliche Partien ohne Zuschauer?

„Ich bin gespannt. Es wird eine andere Situation werden. Normalerweise ist ein Heimspiel immer ein Vorteil, aber das wird jetzt etwas anderes. Aber natürlich sind uns Partien ohne Zuschauer lieber als gar keine Spiele. Ich habe in Tschechien zwei Mal ohne Fans gespielt. Das war eigenartig und kein tolles Gefühl.“

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