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21.02.2020

Hofmann: „Wir wollen uns da oben festbeißen“

Er galt in der Jugend als der Lieblingsspieler von TSG-Gesellschafter Dietmar Hopp. Sieben Jahre spielte Jonas Hofmann bei der TSG Hoffenheim, ehe er 2011 erst zum BVB nach Dortmund und 2016 weiter zur anderen Borussia nach Mönchengladbach wechselte. Am Samstag (15.30 Uhr/Liveticker auf achtzehn99.de) trifft der 27 Jahre alte Mittelfeldspieler mit seinem Klub auf die TSG. Vor dem Duell sprach Jonas Hofmann mit achtzehn99.de über seine neue Torgefahr, mögliche Titelambitionen der Gladbacher und die Wiedersehensfreude vor der Partie am Samstag.

Jonas, Du bist derzeit in bestechender Form, hast zuletzt zwei Spiele nacheinander getroffen. Im ganzen Kalenderjahr 2019 hast Du dagegen überhaupt nicht getroffen. Wie kann das sein?

„Das mit dem torlosen 2019 habe ich gelesen. Es hat mich auch gewundert. (lacht) Und die Jungs in der Kabine fordern schon mehr Treffer von mir. Ich hoffe, dass ich das Tempo halten kann. Aber Fußball ist bekanntlich kein Wunschkonzert.“

Hat es mit einer etwas veränderten Rolle auf dem Platz zu tun?

„Das denke ich schon. Ich habe zuvor meist auf der Sechser- oder Achter-Position gespielt. Wenn man dann mal wieder offensiver ran darf, merkt man direkt, dass man öfter in die gefährlichen Räume kommt und man an den offensiven Aktionen beteiligt ist. Dadurch hat man entsprechend mehr Torchancen. Da liegt es fast in der Natur der Sache, dass man auch mal richtig steht und der Ball reinrutscht.“ (lacht)

Ihr steht nach zwei Dritteln der Saison brillant da, rangiert auf Platz 4, bei nur vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayern und sogar noch einem Nachholspiel gegen den 1. FC Köln in der Hinterhand. Was kann da in dieser Saison noch alles gehen für Borussia Mönchengladbach?

„Die Frage hören wir oft in letzter Zeit. (grinst) Aber es ist schön, dass wir diese Frage gestellt bekommen. Das ist doch eine komfortable Situation. Generell ist vieles möglich, da muss man nicht drumherum reden. Aber wichtig ist: Im Erfolg macht man die größten Fehler. Das sollte uns nicht passieren. Wir denken von Spiel zu Spiel. Das klingt blöd, ich weiß, aber so machen wir das wirklich. Damit fahren wir richtig gut und was dann dabei herauskommt, sehen wir nach dem 34. Spieltag. Aber die Marschroute ist, dass wir uns da oben festbeißen wollen, in der Spitzengruppe mitmischen wollen.“

Spielt es euch vielleicht sogar in die Karten, dass die anderen Spitzenklubs auch international gefordert sind?

„Wir hätten schon gern weiter in der Europa League gespielt, das Aus gegen Istanbul Başakşehir im Dezember war schon bitter. Aber nichtsdestotrotz muss man das Beste daraus machen – und vielleicht ist es dann jetzt ein kleiner Vorteil, dass wir die einzige Mannschaft in der Spitzengruppe sind, die keine Mehrfachbelastung mehr hat. Aber eigentlich haben die anderen Klubs auch einen entsprechenden Kader und sollten das Pensum gewohnt sein.“

Am Samstag kommt dein Jugendklub Hoffenheim nach Gladbach. Als gebürtiger Heidelberger hast Du eine besondere Beziehung zur TSG und zur Region.

„Ja, absolut. Meine Familie lebt noch da, ich habe noch viele Freunde aus meiner Jugendzeit dort. Und man freut sich vor den Duellen ja immer auf das Wiedersehen mit dem einen oder anderen altbekannten Gesicht im Verein. Das wird natürlich weniger nach so vielen Jahren, die ich jetzt schon weg bin (seit 2011; d. Red.). Aber ein paar Namen und Handynummern von ehemaligen Wegefährten habe ich immer noch gespeichert. Der Kontakt zu Herrn Hopp etwa besteht bis heute. Ab und zu schreiben wir uns oder telefonieren auch mal – das freut mich sehr.“

Und was erwartest du am Samstag auf dem Rasen von der TSG?

„Die Duelle mit der TSG waren immer eng, umkämpft und es fielen zumeist viele Tore. Das Hinspiel haben wir zwar auf dem Papier klar mit 3:0 gewonnen, aber es war ja viel enger als es das Ergebnis vermuten lässt – und zudem hat sich die TSG sicher weiterentwickelt seit dem Hinspiel, sie ist viel näher rangekommen. Das wird jetzt eine ganz andere Partie werden. Ich glaube, die Zuschauer können sich auf ein gutes Spiel freuen.“

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