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26.01.2018

Niklas Süle: "Es wird schwer für uns"

Niklas Süle wechselte im Sommer 2017 von der TSG Hoffenheim zu Rekordmeister Bayern München. Der Innenverteidiger wollte in erster Linie von seinen Weltklasse-Nebenleuten Mats Hummels und Jerome Boateng lernen, nun hat er 23 Pflichtspiele absolviert, stand 18 Mal in der Münchner Startelf. Vor dem Spiel der TSG bei den Bayern am 20. Bundesliga-Spieltag (Samstag, 27. Januar, 15.30 Uhr) sprach Süle mit achtzehn99.de über seine Entwicklung, das Duell mit der TSG und die Saisonziele des FC Bayern.

Niklas, seit etwas mehr als sechs Monaten wohnst du in München. Hast du dich eingelebt und gibt es schon einen Lieblingsplatz?

Niklas Süle: "Ich habe mich wirklich sehr gut eingelebt in München, das ist schon eine tolle Stadt. Am liebsten bin ich mit meiner Freundin im Zentrum rund um den Marienplatz und in der Fußgängerzone. Aber auch die Umgebung Münchens finde ich sehr schön."

Auf dem Platz läuft es nach Wunsch. Hast du in deiner ersten Saison mit so vielen Einsätzen gerechnet?

Süle: "Wir haben nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz gut in die Liga gefunden und ich freue mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte. Von den Spieleinsätzen ist es auf jeden Fall mehr als ich mir vor der Saison erträumt hatte. Meine Erwartungen wurden daher beim FC Bayern bis dato übertroffen. So war das nicht abzusehen, es spielen ja auch mit Mats Hummels und Jerome Boateng zwei Weltmeister im Defensivzentrum. Für meine Entwicklung waren die zahlreichen Spieleinsätze auf alle Fälle sehr gut."

Die Qualität im Bayern-Kader ist sehr hoch. Wie profitierst du davon?

Süle: "Das Niveau und der Anspruch hier beim FC Bayern sind schon enorm. Da musst du in jedem Training 100 Prozent geben. Für meine persönliche Entwicklung ist das natürlich sehr gut, wenn man tagtäglich mit Weltmeistern wie Hummels, Boateng und Müller oder internationalen Stars wie Ribéry, Robben, Vidal, James oder Lewandowski zusammen trainieren kann."

Der einzige echte Rückschlag für dich war das Champions-League-Spiel in Paris. Wie bist du damit umgegangen?

Süle: "Wir haben die Fehler damals von Paris ganz klar angesprochen und analysiert. Das war nicht das Gesicht des FC Bayern bei diesem 0:3. Danach hat der Verein ja den Trainerwechsel von Ancelotti zu Heynckes vollzogen und jeder Spieler hat sich auch selbst hinterfragt, da man die gesamte Schuld ja nicht nur immer dem Trainer anlasten darf. Wir haben danach unter Heynckes bis heute sehr hart gearbeitet im Training, intern viele Dinge angesprochen, uns dann da selbst wieder herausgeholt und jetzt ein sehr gutes Polster in der Liga erspielt."

Dein Trainer Jupp Heynckes hat kürzlich gesagt: "Niklas bekommt Feuer von mir." Wie muss man sich das vorstellen?

Süle: "Jupp Heynckes verlangt nicht nur von mir sehr viel, er ist oft sehr kritisch. Aber ich bin ja immer noch ein sehr junger Spieler, der zwar schon ein bisschen Erfahrung sammeln konnte, aber von Heynckes, der ja schon so viel im Fußball erlebt und mit Bayern schon das Triple gewonnen hat, kann man immer noch so viel lernen. Ich bin sehr froh, dass er sich so viel mit mir beschäftigt und mir gegenüber hin und wieder auch mal ein bisschen lauter wird, weil ich vielleicht ein Typ bin, der so etwas auch mal braucht."

In der Bundesliga habt ihr 16 Punkte Vorsprung, im Pokal steht ihr im Viertel- und in der Champions League im Achtelfinale. Mit welchen Zielen geht ihr in die kommenden Wochen?

Süle: "Wir wollen so weitermachen wie bisher und versuchen, jedes Spiel für uns zu entscheiden – egal, ob Bundesliga, DFB-Pokal oder Champions League. Auch wenn es hin und wieder so einfach aussieht: Wir müssen auch ganz schön hart arbeiten für unsere Punkte und Erfolge. Vor allem die Liga ist da kein Selbstläufer, auch wenn wir aktuell 16 Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten haben. Gerade gegen den Sechzehnten Werder Bremen hat man am letzten Wochenende gesehen, wie schwer es doch in der Liga sein kann. Wir haben jedenfalls eine sehr gute Ausgangsposition in allen drei Wettbewerben und wollen jetzt bis Mai das Maximale herausholen."

Das Hinrunden-Duell hat die TSG für sich entschieden. Was blieb bei dir von diesem Spiel hängen?

Süle: "Das war schon etwas Besonderes für mich, am dritten Spieltag, so kurz nach meinem Wechsel, gleich gegen meinen ehemaligen Klub zu spielen und dann auch noch zu verlieren. Aber ich schaue nach vorne und will mit Bayern am Samstag gegen Hoffenheim gewinnen."

Wie verfolgst du die TSG und zu wem hast du noch Kontakt?

Süle: "Ich versuche natürlich immer noch alles zu verfolgen, was in Hoffenheim und rund um die Mannschaft passiert. Mit einigen Spielern habe ich noch regelmäßigen Kontakt, da wird schon öfters mal telefoniert, vor allem aber mit meinen ehemaligen Reha-Spezialisten Otti (Otmar Rösch) und Manu (Manuel Kreuzberger)."

Was erwartest du vom Spiel am Samstag?

Süle: "Ich freue mich natürlich erst einmal darauf, die alten Gesichter wiederzusehen. Hoffenheim war ja lange Zeit meine sportliche Heimat. Die Niederlage aus dem Hinspiel wollen wir natürlich wettmachen und mit einem Sieg und drei Punkten die Konkurrenz weiterhin auf Distanz halten. Aber es wird sehr schwer, das hat man schon im Hinspiel gesehen. Die Bayern konnten zudem die letzten drei Spiele gegen Hoffenheim allesamt nicht gewinnen, diese Negativserie will ich mit meinem neuen Klub natürlich in der Allianz Arena vor 75.000 Zuschauern beenden."

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