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U23
19.10.2017

Wildersinn wünscht sich in Koblenz weniger Drama

Im Stadion Oberwerth spielt die U23 am Samstag um 14 Uhr bei der TuS Koblenz um die nächsten Regionalliga-Punkte. Dabei dürfte Trainer Marco Wildersinn und den Spielern, die schon vergangene Saison im Kader standen, der letzte Auftritt in Koblenz noch bestens in Erinnerung sein. Genauso erfolgreich, aber weniger dramatisch soll es diesmal zugehen.

DAS SAGT DER TRAINER

Durch ein Tor in der 90. Minute und einen Treffer in der Nachspielzeit hatte die TSG fast genau auf den Tag vor einem Jahr in einem atemberaubenden Finish aus einem 0:1-Rückstand im Koblenzer Stadion Oberwerth noch einen 2:1-Sieg gemacht. Auch für jemanden, der schon so lange im Fußballgeschäft ist, wie Marco Wildersinn war die Partie am 22. Oktober 2016 ein besonderes Spiel. „Wir sind damals auf einen sehr tiefstehenden und leidenschaftlich verteidigenden Gegner getroffen. Es war sehr dramatisch, aber natürlich haben wir es aufgrund des Sieges positiv in Erinnerung. Trotzdem brauche ich so etwas nicht noch mal.“

Auch diesmal erwartet der angehende Fußball-Lehrer, der sein Praktikum bei den Profis mittlerweile beendet hat und seit dieser Woche wieder von Montag bis Mittwoch in der Sportschule Hennef weilt, jedoch einen engagiert verteidigenden Gegner. „Sie spielen einen anderen Fußball als unser letzter Gegner Walldorf. Deshalb wird es auch ein ganz anderes Spiel werden. Man muss gegen Koblenz gut die langen Bälle verteidigen und in den Zweikämpfen die nötige Power haben. Die wenigen Räume, die wir bekommen werden, sollten wir dann gut nutzen“, so der U23-Cheftrainer.

DAS PERSONAL

Neben Kemal Ademi (Knie) und Johannes Bender (Schulter), die weiterhin ausfallen, steht in Koblenz auch Mittelfeldspieler Maximilian Waack aufgrund von Achillessehnenproblemen nicht zur Verfügung. Zudem hat sich der gerade erst von einer schweren Knieverletzung genesene Furkan Çevik im Training erneut verletzt und droht länger auszufallen. Ob es Verstärkungen aus dem Profikader gibt entscheiden die beiden Trainer Julian Nagelsmann und Marco Wildersinn kurzfristig.

Eine positive Nachricht gab es im Laufe der Woche aus dem Trainerstab der U23 zu vermelden. Co-Trainer Kai Herdling bestand seine Prüfung zur A-Lizenz. Gleiches hatte sein Co-Trainer-Kollege Andreas Ibertsberger kurz zuvor geschafft. „Das freut mich natürlich sehr für sie“, sagte Wildersinn. „Dass sie bestehen würden, habe ich nie bezweifelt, denn ich weiß ja, welch gute Arbeit sie bei uns im Training leisten.“

DER GEGNER

Der Trend spricht ganz und gar nicht für die TuS Koblenz, die noch von 2006 bis 2010 in der Zweiten Bundesliga beheimatet war. Die vergangenen fünf Partien konnte die Mannschaft des ehemaligen Bundesligatrainers von Energie Cottbus, Petrik Sander, nicht gewinnen. Zuletzt setzte es gar bei Aufsteiger Schott Mainz eine Niederlage, nach der Sander sein Team zum Teil deutlich kritisierte.

Vor allem offensiv hapert es bei der TuS. In 13 Saisonspielen gelangen nur 14 Treffer. Lediglich der FSV Frankfurt kann noch weniger eigene Tore vorweisen. Durch die Negativserie sind die Koblenzer vom 13. auf den 18. und damit vorletzten Rang abgerutscht, womit sie sich in akuter Abstiegsgefahr befinden.

SERIEN UND BISHERIGE DUELLE

Acht Mal standen sich die TSG und die TuS bislang gegenüber. Immer in der Regionalliga und nur einmal musste sich „Hoffe zwo“ geschlagen geben. Unter dem damaligen Trainer Thomas Krücken gab es im September 2013 eine 0:2-Niederlage. Wildersinn ist mit der TSG also noch ungeschlagen gegen Koblenz. Im Stadion Oberwerth haben die Kraichgauer zudem noch nie verloren. Besagte Niederlage trug sich im Dietmar-Hopp-Stadion zu.

Während die TuS zuletzt eine Negativserie hinlegte, lief es bei der TSG ausgesprochen gut. Vor der 0:2-Heimniederlage gegen Walldorf blieb die Wildersinn-Truppe in sechs Partien ohne Niederlage. Die letzte Auswärtsniederlage liegt beinahe schon zwei Monate zurück.

Kurioserweise hat Koblenz im Übrigen gegen das Profiteam der TSG eine bessere Bilanz als gegen die U23. Im DFB-Pokal, der Zweiten Liga und der Regionalliga trafen die ersten Mannschaften der TSG und der TuS insgesamt sieben Mal aufeinander, wobei der Sieger drei Mal Koblenz und zwei Mal Hoffenheim hieß.

DIE LAGE DER LIGA

An der Spitze der Regionalliga Südwest ziehen die Offenbacher Kickers und der 1.FC Saarbrücken weiter relativ einsam ihre Kreise. Nach den letzten Ausrutschern der ärgsten Verfolger Waldhof Mannheim und SV Elversberg haben die Hessen und die Saarländer bereits ein komfortables Punktepolster auf Rang drei, den aktuell die U23 des SC Freiburg belegt.

Spannender gestaltet sich da schon die Lage im Keller der Liga. Mit Hessen Kassel, der TuS Koblenz und Röchling Völklingen liegen drei Teams punktgleich am Tabellenende. Auch davor geht es eng zu, sodass die halbe Liga den Blick nach unten richten muss.

Knapp in der oberen Tabellenhälfte befindet sich als Neunter noch die TSG. Durch drei Punkte in Koblenz besteht aber theoretisch die Möglichkeit, bis auf Rang fünf vorzustoßen.

 

TuS Koblenz – TSG 1899 Hoffenheim II
Samstag, 21. Oktober, 14 Uhr, Stadion Oberwerth, Koblenz

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