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21.01.2016

Stevens vor B04-Spiel: "Ich hasse es, zu verlieren"

Der Auftakt in die Rückrunde steht an. Am Samstag kommt Bayer Leverkusen in die WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. achtzehn99.de bereitet alle TSG-Fans mit Chef-Trainer Huub Stevens auf das Duell gegen die Werkself vor.

Huub Stevens über ...

... den Gegner.

Leverkusen ist eine gute Mannschaft, die vor allem in der Offensive sehr große Qualität hat. Die Art und Weise ihres Fußballs passt sehr gut zu den Spielern. Sie versuchen, den Gegner durch eine große Aggressivität zu Fehlern zu zwingen. Diese darf man nicht machen, vor allem nicht dort, wo sie erzwungen werden sollen. Leverkusen weiß vor dem Start nicht genau wo es steht und uns geht das genauso.

... das Personal.

Tarik Elyounoussi und Pirmin Schwegler werden uns am Samstag auf jeden Fall fehlen. Schwegler trainiert zwar individuell, aber das wird noch nicht reichen. Zudem haben wir den einen oder anderen angeschlagenen Spieler - Steven Zuber, Fabian Schär, Nadiem Amiri und Kevin Volland haben am Donnerstag gut mit der Mannschaft trainiert, aber sie kann auch noch einmal ein Rückschlag ereilen. In diesen Fällen müssen wir abwarten. Was Andrej Kramaric betrifft, kann ich auch noch nicht sagen, ob er im Kader ist. Er hat in den bisherigen eineinhalb Einheiten einen guten Eindruck hinterlassen. Alles weitere werden wir sehen.

... die sportliche Situation I.

Die Tabelle lügt nicht und für den Kopf der Spieler ist das nicht einfach. Aber die Tabelle, die letztendlich zählt, ist die des 34. Spieltags. Daran denke ich jetzt noch nicht. Es kommt ein Spiel nach dem anderen. Wir arbeiten im Jetzt. Das heißt auch, dass jeder Spieler zu jeder Zeit die Chance hat, in den Kader oder in die Startelf zu kommen. Bei uns allen - mir, dem Trainerstab, den Spielern - kribbelt es. Ich will für die Jungs da sein, aber auf dem Platz, in den 90 Minuten, müssen sie es richten. Während des Spiels kann ich nur bedingt Einfluss nehmen. Ich versuche ihnen vorher das Vertrauen zu vermitteln, das sie brauchen. Ich hasse es zu verlieren. Das wissen sie.

... die sportliche Situation II.

Wir haben in der Vorrunde zu wenige Tore geschossen. Andrej Kramaric ist ein Spieler, der uns hoffentlich helfen kann, das zu ändern. Seine Qualitäten in dieser Hinsicht hat er schon nachgewiesen. Er ist zudem variabel und kann sowohl als einzige Spitze als auch im 4-4-2 agieren. Er wird uns auch als Team in taktischer Hinsicht flexibler machen.

... die sportliche Situation III.

In einer Vorbereitung hat man immer angeschlagene Spieler - das ist ganz normal. Aber diejenigen, die aktuell fit sind, sind richtig fit. Die Spieler haben mit ihrem Willen in der südafrikanischen Hitze auch ein Zeichen gesetzt. Sie müssen den Schweinehund überwinden. In den Spielen geht es manchmal auch darum, den Kopf wieder auf null zu drehen und weiterzumachen. Die Spieler müssen mit dem negativen Druck, den es auf Platz 18 gibt, umgehen.

Die bisherigen Duelle:

Ein Sieg und ein Unentschieden stehen auf der TSG-Habenseite nach 15 Bundesliga-Duellen mit Bayer 04. Eine Bilanz, eher zum Vergessen. Den einzigen Sieg schoss Anthony Modeste im März 2013 mit einem Treffer in der Nachspielzeit heraus. "Hoffe" siegte in Leverkusen mit 3:2. Der Franzose trug das Trikot mit der Nummer 27 - das trägt seit Mittwoch Andrej Kramaric. Vielleicht ja ein gutes Omen für den Neuzugang und die TSG.

Die Form des Gegners:

1:0 gegen Santa Fe, 3:3 gegen den SC Internacional und 1:2 gegen den VfL Bochum - die Testspiel-Ergebnisse der Werkself lassen nicht gerade auf eine überragende Form schließen, aber es waren eben auch nur Testspiele. Vier der fünf erzielten Tore gehen auf das Konto der Bayer-Stürmer Kießling (1), Chicharito (2) und Mehmedi (1), ein Treffer fiel per Eigentor. Die Leverkusener Angreifer sind also schon wieder in Torlaune. Wie sich die Mannschaft von Roger Schmidt als Ganzes präsentiert, verrät wohl erst das Spiel in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena.

Das Schlüsselduell:

Ein Spieler entscheidet nur selten alleine eine Partie, aber ein Spieler kann schon dann und wann den Unterschied machen. In Leverkusen war Neuzugang Javier Hernandez, alias Chicharito, dieser Spieler. In 14 Partien und nur knapp über 1.000 Minuten Einsatzzeit erzielte der Mexikaner elf Tore. Vielleicht kann die TSG die WIRSOL Rhein-Neckar-Arena am Samstag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ja zur Tiefkühltruhe machen. Wenn die "Kleine Erbse" nicht auftaut, wäre das ein wichtiger Schritt im Kampf um Punkte zum Rückrunden-Auftakt.

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