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CAMPUS
15.05.2016

U15 zum dritten Mal Süddeutscher Meister!

Die U15 der TSG Hoffenheim ist am Ziel: Dank eines 3:1 (0:1)-Erfolgs gegen den SC Freiburg am letzten Spieltag der Regionalliga Süd setzte sich das Team von Trainer Wolfgang Heller im Fernduell mit dem Verfolger VfB Stuttgart durch und sicherte sich zum dritten Mal nach 2012 und 2013 die Süddeutsche Meisterschaft.

Die Vertreter des Süddeutschen Fußball-Verbands (SFV) hatten den richtigen Riecher. Sie mussten sich entscheiden, ob sie den Meisterwimpel und die Pokale für die Spieler nach Stuttgart oder auf die Sportanlage Häuselgrund karren sollten. Nach der ersten Halbzeit waren sie am falschen Ort, denn zu diesem Zeitpunkt war der VfB Meister. Doch die Hoffenheimer kamen mit einer unglaublichen Wucht aus der Kabine, drehten – vom Eltern-Fanclub frenetisch unterstützt – den Rückstand gegen den Sportclub in ein 3:1 und durften sich zurecht vom süddeutschen Jugendobmann Karl-Heinz Wilhelm zum Meister küren lassen.

„Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft“, freute sich Heller über die dritte „Süddeutsche“ – die erste unter seiner Regie. „Das war eines unserer besten Saisonspiele, und es war irgendwie sinnbildlich für dieses Meisterschaftsfinale.“ Am achten Spieltag hatten die Hoffenheimer die Tabellenführung übernommen und sich zwischenzeitlich einen Zwölf-Punkte-Vorsprung an der Spitze erspielt, der aber in den zurückliegenden Wochen auf zwei geschmolzen war. „Uns war klar, dass wir heute gewinnen müssen“, sagte Heller. Das Ergebnis des Parallelspiels VfB Stuttgart gegen Darmstadt 98 (4:0) war für den Trainer zweitrangig.

Rekordmeister der Regionalliga Süd

Doch die Partie begann schlecht. Mit ihrem ersten Angriff trafen die Freiburger, die in Bestbesetzung angetreten waren und ihrem scheidenden Trainer André Malinowski einen würdigen Abschied bereiten wollten, durch Tim Heinzelmann direkt ins Schwarze (10.), doch von Nervenflattern bei den Hoffenheimern war in der Folge keine Spur. Sie schnürten die Breisgauer in deren Hälfte ein, blieben aber im Abschluss erfolglos.

„In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass sie ihr bestes Spiel seit langem zeigen und einfach so weitermachen sollen.“ Gesagt, getan. Kurz nach dem Wiederanpfiff drehten die Heller-Schützlinge mit einem Doppelschlag die Partie. Bei Antonis Aidonis‘ Strafstoßtor (38.) hielt sich der Jubel noch in Grenzen, doch als Jassin Naainiaa fünf Minuten später die Führung markierte – und die in der Blitztabelle zu diesem Zeitpunkt entthronten Hoffenheimer wieder auf Platz eins schoss – brachen alle Dämme. Kurz vor Schluss war es erneut Naainiaa, der mit dem 3:1 alles klar machte.

Mit dem dritten Titel in sechs Regionalliga-Spielzeiten darf sich die TSG Rekordmeister der Süd-Staffel nennen, auf den Plätzen folgen der VfB Stuttgart (2) und Eintracht Frankfurt (1). „Diese Truppe hat eine tolle Mentalität. Es war beeindruckend, wie sie heute den Rückstand gedreht hat“, freute sich Heller. Vergangene Woche hatte noch ein Pfostentreffer in Regensburg den vorzeitigen Titelgewinn verhindert. „Es sind Kleinigkeiten, die aus einer sehr guten eine überragende Saison machen.“

Immer wieder Ausfälle kompensiert

Nach dem 1:0-Sieg im Top-Spiel gegen den VfB vor fünf Wochen waren die Hoffenheimer vier Mal in Folge sieglos geblieben und hatten dabei die Hälfte aller Saisongegentore kassiert. „Wir sind in diesen Partien teilweise ins Zuschauen verfallen und viel zu lethargisch aufgetreten“, erklärte Heller, der leichte Versagensängste festgestellt hatte. Versagensängste, die gegen Freiburg wie weggeblasen waren. „Wenn man bedenkt, dass fünf, sechs Stammspieler im Laufe der Runde dauerhaft ausgefallen sind, ist dieser Titel umso wertvoller. Im Winter konnte ich die Tabellenführung nicht so genießen, jetzt trotz oder gerade wegen der Anspannung umso mehr“, so Heller. „Heute ist ein sehr schöner Tag.“

Als Erfolgsfaktoren nennt der Fußballlehrer die starke Defensive, die die wenigsten Gegentore der Liga kassiert hat, das gute Spiel gegen den Ball sowie die Tatsache, dass die Mannschaft auch den Ausfall von Lukas Schappes so gut kompensiert hat. Der Angreifer hatte sich beim Nike-Cup Ende März in Berlin den Fuß gebrochen. „Unser Kader war in der Breite sehr gut besetzt.“

Nach den Jubeltänzchen auf dem Platz mit Humba, Ehrung und Erinnerungsfotos für den Eltern-Fanclub ging es ins Förderzentrum, der Trainingsheimat der U15, zur Saisonabschlussfeier. „Die hätte heute auf jeden Fall stattgefunden“, stellte Heller klar. Aber als Meister lässt es sich einfach schöner feiern!

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 3:1 (0:1)
Hoffenheim: Klein – Jungmann, Tripi, Landwehr (65. Haile), Naainiaa (66. K. Özkaya), Geschwill, Aidonis, Frauendorf (70.+3 Hofmann), Heimpel (61. Brand), Groß, Lee.
Freiburg: Karcher – Tran, Markanic (44. Bakici), Wiemann, Placzek, Tost, Albrecht (46. Awell), Repple, Heinzelmann, Bührer (64. Hug), Weißhaupt (63. Asam).
Tore: 0:1 Heinzelmann (10.), 1:1 Aidonis (38., Strafstoß), 2:1 Naainiaa (43.), 3:1 Naainiaa (65.). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Lukas Heim.

Hier geht's zu früheren Meisterberichten: 2012, 2013.

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