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12.04.2016

Jeremy Toljan: "Wegen mir kann es so weitergehen"

Jeremy Toljan hat sich festgespielt. Der gelernte Innenverteidiger gibt den Außenverteidiger, stand in den vergangenen sieben Partien sechs Mal über die gesamte Spielzeit auf dem Rasen. Im Interview spricht er über seinen Lauf, sein Laufen, Reaktionen und das Duell mit der Hertha am Samstag in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena.

Hi, Jerry. Deine Rettungsaktion gegen Carlos Zambrano war wohl deine wichtigste Aktion im Spiel bei der Eintracht. Wie hast du sie erlebt?

Jeremy Toljan: Wir besetzen die Pfosten bei Eckbällen eigentlich nicht, aber ich muss den hinteren Raum decken. Ich habe gesehen, wie die Ecke reinkommt und bin instinktiv zur Torlinie gelaufen. So konnte ich den Ball zum Glück wegköpfen. Es stand zu diesem Zeitpunkt 0:0, deshalb war es wichtig. Wenn wir in Rückstand geraten, wird es ungemein schwer, etwas mitzunehmen. Das war schon eine entscheidende Szene und ich bin froh, dass ich dort stand und der Mannschaft helfen konnte.

Du hast zuletzt fünf Mal 90 Minuten gespielt. Erleben wir den konstantesten Jeremy Toljan bisher?

Toljan: In der Vorrunde gab es auch schon mal eine Phase, in der ich sehr oft über die gesamte Spielzeit auf dem Platz stand. Dann aber auch wieder eine Reihe von Spielen nicht. Mich freut die aktuelle Situation, aber ich weiß, dass ich weiter hart arbeiten muss, um in der Startelf zu stehen. Wegen mir kann es natürlich so weitergehen.

Einige deiner Mitspieler glauben, du seist der schnellste Spieler der Bundesliga. Natürliche Begabung oder harte Arbeit?

Toljan: Ich weiß nicht, ob ich der Schnellste bin, aber ganz langsam bin ich sicher nicht. Die Schnelligkeit war schon immer da - auch in der Schule. Deshalb ist es eher eine Begabung, die mir auf dem Platz hilft. Dennoch muss ich wie alle anderen auch an der Geschwindigkeit arbeiten.

Kennst du deine 100-Meter-Zeit?

Toljan: Ehrlich gesagt nicht. Die ist im Fußball ja auch nicht so wahnsinnig relevant. Da kommt es eher auf kürzere Distanzen an. Wir messen beispielsweise Zeiten über 10 und 30 Meter. Die sind bei mir schon ganz ordentlich (lacht).

Welchen Anteil hat Julian Nagelsmann an der jüngsten Entwicklung?

Toljan: Sowohl bei mir persönlich als auch bei der gesamten Mannschaft einen sehr großen. Er hat einen frischen Wind sowie eine neue Moral in die Kabine hineingetragen und wir haben schnell gesehen, dass seine Ideen greifen. Wichtig ist, dass wir Selbstvertrauen haben und auch Ergebnisse liefern, wenn es auf dem Platz mal nicht so gut läuft.

Woran willst du zukünftig noch arbeiten?

Toljan: Ich habe mich im Lauf der Saison schon ganz gut an die neue Position auf der linken Abwehrseite angepasst. Zuvor habe ich ja meist rechts gespielt. Ich denke, defensiv mache ich schon vieles richtig, auch wenn es da natürlich noch Spielraum nach oben gibt. Ich will mich vor allem im Spiel nach vorne verbessern und meinen linken Fuß stärken. So kann ich vorne mutiger sein, besser flanken und Tore vorbereiten.

Am Samstag kommt die Hertha nach Sinsheim - der Tabellendritte. Mit welchem Ziel gehst du in die Partie und was erwartest du?

Toljan: Die Hertha ist eine Überraschung in dieser Saison - sie spielen richtig guten Fußball. Davor muss man den Hut ziehen. Aber zuletzt lief es zwei Mal nicht so gut bei ihnen und wir haben keine Punkte zu verschenken. Wir sind unter Julian Nagelsmann zuhause immer gut aufgetreten und wollen mit unseren Fans im Rücken drei Punkte holen. Das ist das ganz klare Ziel.

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