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15.03.2016

Andrej Kramaric: "Das wäre unsere Meisterschaft"

Andrej Kramaric kam im Winter zur TSG - von Leicester City, dem Überraschungsteam der englischen Premier League. Für "Hoffe" traf der kroatische Stürmer in bisher 393 Minuten drei Mal und bereitete ein Tor vor. Mit achtzehn99.de spricht er über seine Buden, seinen Ex-Klub und das kommende Spiel beim Hamburger SV.

Drei Tore und eine Vorlage in knapp 400 Minuten Spielzeit. Wie zufrieden bist du mit deiner Zeit bei der TSG bisher?

Andrej Kramaric: Es läuft ganz gut. Ich freue mich über die Tore und die Vorlage, aber das wichtigste ist der Erfolg der Mannschaft. Wir wollen unbedingt in der Bundesliga bleiben und ich will meinen Teil dazu beitragen. Insgesamt fühle ich mich hier sehr wohl - in der Mannschaft und im Umfeld.

Wo gibt es noch Luft nach oben?

Kramaric: Ich habe in Leicester bis zu meinem Wechsel nach Hoffenheim nicht so viel gespielt, bin also körperlich nicht ganz bei 100 Prozent. Aber das wird kommen - mit jeder Trainingseinheit, mit jedem Spiel.

Was kommt am Samstag in Hamburg auf euch zu?

Kramaric: Ich habe dort noch nicht gespielt, aber alle aus dem Team sagen, dass es eine tolle Atmosphäre ist, gegen die man erst einmal anspielen muss. Wir müssen alles geben und voll fokussiert sein, um etwas mitzunehmen. Das ist unser Ziel - jeder Punkt ist ein Big Point.

Deine Vorbilder sind Davor Suker, Ronaldinho und Leo Messi...

Kramaric: Davor Suker ist in Kroatien ein Nationalheld; er ist der beste Spieler, den wir jemals hatten. Die Weltmeisterschaft 1998 war unglaublich, er wurde Torschützenkönig und Kroatien hat ein großes Turnier gespielt. Auf dem Platz habe ich vor allem seine Cleverness bewundert. Es ging nie um Kraft oder Geschwindigkeit, er war im Kopf schnell und hat vor dem Tor die richtigen Entscheidungen getroffen. Bei Ronaldinho und Messi ist es ähnlich - sie bestachen und bestechen durch ihre Technik und ihre Eleganz, nicht durch ihre Kraft. Ronaldinho war, wenn er konzentriert war, der beste Spieler seiner Zeit und Messi ist in meinen Augen der beste Fußballer der Geschichte. Ich bin mir sicher, dass ich nie wieder einen Spieler wie ihn sehen werde.

Wann hast du Davor Suker zum ersten Mal getroffen?

Kramaric: Ich war ein kleiner Junge und in der Weihnachtszeit mit meinem Vater in Zagreb unterwegs. Er hat plötzlich gesagt: 'Da ist Davor Suker'. Er hat ihn angehalten, wir haben ein Foto gemacht und ich habe ein Autogramm bekommen. Das war ein unglaublicher Moment für mich. Heute ist er Präsident des kroatischen Fußball-Verbandes. Deshalb sehe ich ihn häufiger.

Du hast die WM 1998 angesprochen. Bist du durch dieses Turnier zum Fußball gekommen?

Kramaric: Ich habe 1997 im Alter von sechs Jahren mit dem Fußball angefangen. Das Turnier war für alle Kroaten etwas Besonderes. Wir wurde klar, dass mir Fußball unglaublich wichtig ist. Dass es mein Leben wird, konnte ich in diesem Alter noch nicht abschätzen.

Nach deinem Tor gegen Wolfsburg hat dich der kroatische Verband zum "kroatischen Spieler der Woche" gewählt...

Kramaric: Das ist eine schöne Sache. Ich hoffe, es war nicht zum letzten Mal in dieser Saison. Ein paar Möglichkeiten gibt es ja noch.

Wir springen gedanklich zu deinen ehemaligen Teamkollegen nach Leicester. Verfolgst du ihre Spiele noch?

Kramaric: Natürlich. Ich habe zum Beispiel diese Woche die Partie gegen West Ham gesehen. Ich war mir schon vor einigen Wochen sicher, dass sie auf jeden Fall die Champions League erreichen. Jetzt ist die Chance groß, dass sie tatsächlich die Premier League gewinnen. Und sie würden es verdienen. Dort gibt es viele tolle Typen und im gesamten Verein herrscht eine sehr positive Grundstimmung. Aber viel wichtiger ist, dass die TSG in der Bundesliga bleibt. Das wäre unsere Meisterschaft.

Dein idealer Saisonabschluss sieht also so aus: die TSG hält die Klasse, Leicester wird Meister und du fährst zur EM?

Kramaric: Ja, das kann man so sagen. Ich hoffe, dass es so endet und ich mit Kroatien in Frankreich eine gute Rolle spielen kann. Mit Spanien, Tschechien und der Türkei haben wir eine sehr starke Gruppe erwischt, aber wenn wir die Gruppe überstehen, ist vieles möglich. Es macht mich sehr stolz, das Nationaltrikot zu tragen und es wäre großartig für mein Land bei der EM zu spielen.

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