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Loris Karius: "Das wird ein ziemlicher Fight"

Bevor es in der Vorbereitung in die Wärme ging, wart ihr ein paar Tage in den Schweizer Bergen. Erzähl mal davon und warum war die Aktion im Nachhinein gut für euch?

Loris Karius: Das war eine sehr intensive Erfahrung für uns, und ich denke solche besonderen Tage, die man als Team gemeinsam erlebt, verbinden. Die Schneewanderung in der Höhe war zwar anstrengend und klar war es ziemlich kalt da oben auf dem Berg, aber dank der guten Ausrüstung haben wir nicht allzu arg gefroren im nächtlichen Biwak. Außerdem hat es viel Spaß gemacht und war echt mal was anderes und der Ausblick morgens über den verschneiten Gipfeln - einfach überragend.

Tattoos sind in der Bundesliga ja eher die Norm als die Ausnahme. Deine sind aber ein wenig anders. Kannst du uns über die Vögel im Sturzflug aufklären?

Karius: Also von Absturz kann keine Rede sein (lacht). Das sind zwei Schwalben auf meiner Brust. Eine besondere Bedeutung haben sie eigentlich nicht, vielleicht dass sie als Vögel eine gewisse Freiheit und Hoffnung symbolisieren. Aber in aller erster Linie hat mir das Motiv gefallen, deshalb habe ich sie mir stechen lassen.

Es läuft bei euch. Zuletzt mit drei Siegen nacheinander. Was ist Euer Erfolgsgeheimnis?

Karius: Uns macht unser guter Teamgeist stark. Unsere Truppe harmoniert einfach top miteinander, auf dem Platz, in der Kabine und abseits des Trainingsgeländes. Das kann neben fußballerischer Qualität, die wir ohne Zweifel auch schon unter Beweis gestellt haben, den entscheidenden Unterschied ausmachen. Dazu kommt ein leidenschaftlicher Trainer, der uns von außen pusht.

Habt ihr euch mit Beginn der Rückrunde neue Ziele gesetzt?

Karius: Nein, das oberste Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Sobald wir diesen sicher haben, schauen wir weiter. Wir sind damit bisher immer gut gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken, daher halten wir an dieser Strategie fest und rufen jetzt keine neuen Fernziele aus.

Wie sieht für euch ein gelungener Abschluss der Saison aus – bei welchem Tabellenplatz wird der ausgefallene Rosenmontags-Umzug nachgeholt?

Karius: Wenn wir in den Top-Acht wären, wäre das für uns ein Riesenerfolg. Und ob es einen nachgeholten Umzug gibt, steht soweit ich weiß noch nicht fest. Ich bin zwar nicht so der Riesen-Fastnachter, aber da oben auf dem Wagen mitzufahren, wäre sicher schon ein tolles Erlebnis gewesen. Schade, dass der Sturm uns und vor allem den tausenden anderen Mainzer Fastnachtsfeiernden da einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Du spielst seit 2012 für Mainz. Welche Vorteile hat der Verein für einen jungen Spieler?

Karius: Hier erhält jeder die Chance, sich unter optimalen Voraussetzungen zu entwickeln. Das Umfeld ist ruhig, der Club sehr familiär und auch als Nachwuchstalent ist ein Kaderplatz zum Bundesligaspiel kein unerreichbarer Traum, wenn die Leistung im Training stimmt. Ich denke das ist für junge Fußballer gut, um das Beste aus sich rauszuholen und den nächsten Schritt machen zu können.

Du hast in der Rückrunde schon dreimal zu null gespielt…

Karius: … und ich hoffe, diese Statistik noch ausbauen zu können, am besten gleich am Samstag in Hoffenheim.

Die TSG steckt mitten im Abstiegskampf. Was erwartest du vom Spiel am Samstag in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena?

Karius: Auf jeden Fall ziemlich intensive 90 Minuten. Dass Hoffenheim auch mit dem Rücken an der Wand nicht aufsteckt, hat man in Bremen gesehen. Dazu hat der Kader zu viel individuelle Qualität und einen jungen, neuen Trainer, der vielleicht den entscheidenden Impuls geben kann. Das wird sicher ein ziemlicher Fight um die Punkte.

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