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FRAUEN
15.12.2015

Martina Moser: "Nicht mehr ohne die TSG"

Die Hinrunde in der Allianz Frauen-Bundesliga ist beendet. Die TSG darf zufrieden sein. Spielführerin Martina Moser blickt auf die erste Saisonhälfte zurück und ist sich sicher: Die TSG gehört in die Bundesliga.

Jürgen Ehrmann ist mit der Ausbeute der Hinrunde zufrieden – wie sieht’s bei dir aus? Wäre es nicht noch besser gegangen?

Martina Moser: Auf jeden Fall können wir mit der Punktausbeute zufrieden sein. Sicher trauern wir besonders den beiden verlorenen Punkten im Spiel gegen Köln nach und auch gegen Jena wäre ein Sieg drin gewesen. Aber ich finde auch, dass wir eine gute Hinserie gespielt haben.

Es ist Eure dritte Saison in der Bundesliga – würdest du schon davon sprechen, etabliert zu sein?

Moser: Wenn wir diese Saison überstehen und in der Liga bleiben, dürfen wir davon sprechen, etabliert zu sein. Eine Allianz Frauen-Bundesliga ohne die TSG soll es nicht mehr geben. Wir gehören dahin.

Was ist Euer Anspruch?

Moser: Unser Anspruch bleibt weiterhin, so schnell wie möglich den Klassenerhalt klar zu machen. Danach schauen wir, wie weit nach oben es noch geht. Ein Mittelfeldplatz wäre schön. Ob wir die letzte Saison toppen können, müssen wir abwarten. Es ist in diesem Jahr alles noch enger, aber das ist auch gut so - die Saison bleibt bis zum Schluss spannend.

Was habt ihr wieder dazugelernt? Welche Dinge machen dir Freude?

Moser: Unsere Leistungen sind konstanter geworden und wir haben uns spielerisch verbessert. Unser Kombinationsspiel gefällt mir und ich glaube, es macht auch Spaß, dabei zuzuschauen. Wir kämpfen immer bis zum Abpfiff, geben niemals auf – genau so muss das sein. Leider haben wir in letzter Zeit die erste Halbzeit verschlafen. Das darf uns nicht passieren, weil wir so oft ins Hintertreffen geraten, uns dann zurückkämpfen müssen. Und das kostet Kraft. Ich hoffe, wir finden schnell eine Lösung, damit uns das nicht mehr passiert.

Stichwort: Unbekümmertheit. Wie wichtig ist diese und ist das etwas, das die vielen jungen Spielerinnen im Team mitbringen und damit vielleicht für wichtige Lockerheit sorgen?

Moser: Das sind zwei wichtige Eigenschaften. Noch wichtiger ist aber die Balance aus beidem. Zu viel Lockerheit kann unserem Spiel schaden, allerdings auch zu viel Respekt. Die richtige Mischung ist entscheidend. Das Allerwichtigste ist aber, dass wir Spaß haben.

Wie wollt ihr das Jahr am kommenden Sonntag gegen den SC Freiburg beenden?

Moser: Wir streben auf jeden Fall einen Sieg an, wären aber auch mit einem Punkt zufrieden. Freiburg ist gerade sehr stark und es wird eine schwierige, hart umkämpfte Partie. Wenn wir an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Bayern München anknüpfen können, ist für uns sicherlich etwas drin und die Zuschauer bekommen nochmal ein schönes Spiel zu sehen.

Was waren deine schönsten Momente 2015?

Moser: Natürlich war die Weltmeisterschaft in Kanada für mich das schönste Erlebnis. Es war überragend, dabei gewesen zu sein und gegen Kanada vor 53.000 Zuschauern zu spielen. Aber auch jeder Sieg mit der TSG hat sich super angefühlt.

Wie verbringst du die Weihnachtszeit und hast du irgendwelche Wünsche?

Moser: Ich verbringe die Weihnachtszeit bei meiner Familie in der Schweiz. Ich freue mich, einfach mal wieder bei meinen Liebsten zu sein und werde das genießen. Was ich mir wünsche? Gesund zu bleiben, mit der TSG die Rückrunde zu rocken und mit der Schweizer Nationalmannschaft die Olympia- und EM-Qualifikation zu schaffen.

 

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