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U23
14.06.2015

U20-WM: Der Traum endet gegen Mali

Endstation Viertelfinale: Für die deutsche U20-Nationalmannschaft ist nach der 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Mali die WM in Neuseeland beendet. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden, so dass die Entscheidung vom Punkt fallen musste.

Wie in den Spielen zuvor standen die drei Hoffenheimer Marvin Schwäbe (Tor), Kevin Akpoguma (Verteidigung) und Grischa Prömel (Mittelfeld) in der Startelf und spielten durch. Im Elfmeterschießen übernahm Kapitän Akpoguma Verantwortung und verwandelte den ersten Versuch der DFB-Elf, Schwäbe parierte später den Strafstoß von Adama Traore – doch danach lief alles schief. Direkt im Anschluss drosch Julian Brandt (Bayer Leverkusen) die Kugel über die Latte, traf Diadie Samassekou zum 4:3 und schoss Niklas Stark (1.FC Nürnberg) am linken Pfosten vorbei.

Schon nach zehn Minuten musste der Frankfurter Marc Stendera mit einer Schädelprellung vom Feld, doch das Team von Bundestrainer Frank Wormuth ließ sich zunächst gegen die Westafrikaner, die nur als Gruppendritte die K.o.-Runde erreicht hatten, nicht beirren. In der 38. Minute beförderte Julian Brandt einen von Hany Mukhtar geblockten Schuss zur 1:0-Pausenführung ins Netz.

Mukhtar verpasst Entscheidung

Im zweiten Durchgang hätte Mukhtar die Weichen endgültig auf Sieg stellen können. Stendera-Ersatz Jeremy Dudziak war im Strafraum gefoult worden, doch Mukhtar ließ sich seinen Elfmeter von Malis Schlussmann Djigui Diarra parieren (56.). Doppelter Nackenschlag: Nur zwei Minuten später glichen die „kleinen Adler“ nach einem Standard aus, Verteidiger Souleymane Coulibaly köpfte eine Freistoß-Hereingabe zum 1:1 ein.

In der Schlussphase der Verlängerung, als das Wechselkontingent bereits erschöpft war, fiel auch noch Julian Weigl mit einer Platzwunde und Gehirnerschütterung aus. „Die entscheidende Szene war der verschossene Elfmeter. Wenn wir 2:0 in Führung gehen, hat es Mali ganz schwer. Im Gegenzug bekommen wir den Ausgleich", resümierte Wormuth die Partie. „Den Ausfall von Marc Stendera hat das Team gut aufgefangen. Natürlich hat er uns gefehlt, aber wir haben einen guten Kader.“

Im Halbfinale treffen die Malier nun auf Serbien, das sich ebenfalls im Elfmeterschießen gegen die USA durchsetzte. Das zweite Semifinale bestreiten Brasilien und Senegal. 

Früher als erhofft treten die drei Hoffenheimer nun also den Rückflug an. Während Schwäbe und Prömel Anfang Juli mit dem Profi-Kader der TSG in die Vorbereitung starten, zieht Akpoguma nach Düsseldorf weiter. Der Verteidiger wird für zwei Jahre an die Fortuna ausgeliehen, um Spielpraxis auf höherem Niveau sammeln zu können.

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