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CAMPUS
04.04.2015

Dallas Cup, Tag 9 / BBQ im Crowley Park

USA ohne Barbecue ist wie Deutschland ohne Oktoberfest. Der Texas-Aufenthalt der U19 anlässlich des Dallas Cups wäre ohne ein Grillfest in einem öffentlichen Park unvollständig gewesen. Die Gasteltern wussten das zu verhindern - und organisierten am Samstag im Crowley Park von Richardson ein gemütliches Zusammentreffen.

Spieler und Eltern der Houston Texans hatten an alles gedacht. Baseballschläger, -bälle und -handschuhe, ein Football und ein Basketball – alles da. Während der Grillmeister Burger und Hot Dogs vorbereitete und die mitgebrachten Salate und Soßen gerichtet wurden, flogen im Crowley Park die Bälle durch die Luft. Auch Cornhole und Ladderball wurden mit großer Begeisterung gespielt, zudem wurde ein mobiles Volleyballfeld aufgebaut. TSG-Coach Julian Nagelsmann hatte die Gelegenheit, einen kurzen Plausch mit David Hudgell, dem britischen Trainer der Texans, zu halten.

Andrew Munoz wird die letzten beiden Tage mit seinen Gastspielern Patrick Kapp und Johannes Bühler genießen. „Wir hatten eine super Zeit“, sagt der Verteidiger der Texans, der im Facebook-Zeitalter den Kontakt zu seinen neuen deutschen Kumpels problemlos aufrechterhalten wird. „Er hat uns gleich am ersten Abend die gesamte Gegend gezeigt und in der fußballfreien Zeit viel mit uns unternommen“, so Kapp. Kaum angekommen, wurde gleich „FIFA“ gezockt – und wie im „echten“ Fußball musste Andrew auch an der Konsole die Überlegenheit seiner deutschen Kollegen anerkennen.

„Das Erste, was mir an ihnen aufgefallen ist“, sagt Andrew Munoz, „dass sie über die Pancakes Tonnen von Apfelmus geschüttet haben. Das kennen wir nicht.“ Weitere Unterschiede zwischen US-amerikanischen und deutschen Jungs? Munoz muss kurz überlegen. „Wir ziehen uns anders an, rennen in Basketball-Hosen durch die Gegend, während die Deutschen kurze Jeans anziehen, die sind bei uns ein No-Go. Oder Musik. Was die Deutschen als Country bezeichnen, empfinden wir als Techno.“

"Gut, dass wir nicht gegen sie ran mussten"

Naja, allzu groß sind die Unterschiede zwischen den 18-Jährigen dann doch nicht. „Wir haben alles Mögliche miteinander unternommen“, so Munoz, und zählt auf: Golf, Bowling, fischen, Quad fahren, abhängen… „Und wir waren bei den Dallas Mavericks! Dirk Nowitzki ist ein absoluter Held hier, er wohnt ganz in der Nähe in Preston Hollow.“ Seit 16 Jahren spielt der Würzburger für die „Mavs“. „Wir sind alle große Anhänger der Mavericks“, sagt Munoz und verweist auf den Hashtag #mffl, Mavs fans for life. Einmal Maverick, immer Maverick.

Klar war aber auch Fußball ein Dauerthema. „Bei uns werden nur die Spiele von Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke übertragen“, sagt der Manchester-United-Fan. „Über die anderen Vereine wissen wir nicht viel.“ Zumindest in Bezug auf die TSG 1899 Hoffenheim hat sich das nun geändert. Mit seinen Gastbrüdern messen will sich Andrew Munoz nicht. „Ich habe zwei ihrer Spiele beim Dallas Cup gesehen. Gut, dass wir nicht gegen sie ran mussten. Was die technisch drauf haben, da können wir nicht ganz mithalten.“

Eigentlich ist Andrew mit Baseball aufgewachsen, aber Fußball wird in den USA immer populärer. Allerdings sind die Texans eher ein Breitensportteam. „Ich spiele nur zum Spaß.“ Apropos Spaß: „Dass wir in der Vorrunde ausgeschieden sind, hatte auch etwas Gutes. So konnten wir mehr Zeit miteinander verbringen.“

Nach knapp fünf Stunden neigte sich der BBQ dem Ende entgegen. Das Abendprogramm? Andrew Munoz lächelt. „Mal schauen. Wir haben ein Lagerfeuer geplant. Vielleicht gehen wir auch auf eine College-Party.“ Munoz – der zwar schon in Europa, aber noch nie in Deutschland war – will die letzten Stunden mit seinen neuen deutschen Kumpels genießen.

Lukas Hoffmann und Max Waack waren mit ihrem Gastbruder noch beim Rodeo. Auch das gehört zu einem vollständigen Texas-Aufenthalt dazu.

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