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CAMPUS
07.02.2015

U17 hält den Club auf Distanz

Am Ende war es ein hartes Stück Arbeit. In ihrem ersten Spiel als Spitzenreiter hat die U17 den 1.FC Nürnberg mit 1:0 (0:0) bezwungen und für eine erfolgreiche Premiere des neuen Kunstrasenplatzes in Zuzenhausen gesorgt. Das Tor des Tages markierte Hayk Galstyan Sekunden nach seiner Einwechslung in der 53. Minute.

Die 100 Zuschauer auf der Sportanlage Häuselgrund sahen eine sehr kampfbetonte Partie mit äußerst wenigen Torchancen. Die Nürnberger, die zuletzt 15 Zähler aus sieben Partien geholt hatten, zeigten vom Anpfiff weg, dass sie keinen Zentimeter herschenken wollten und gingen resolut – aber nicht unfair – zur Sache. Nach zehn Minuten zog Robin Hack von der Strafraumgrenze ab und zwang FCN-Schlussmann Leon Krapf zu einer Glanztat, kurz darauf lupfte Meris Skenderović die Kugel über Krapf hinweg – aber auch am Tor vorbei (14.).

Hoffenheims Trainer Jens Rasiejewski musste schon nach einer Viertelstunde wechseln, weil Furkan Çevik einen Schlag aufs Innenband bekommen hatte, für ihn kam Julian Tomas. Die Platzherren übernahmen nun bei klirrender Kälte nach und nach die Kontrolle, fanden aber gegen die kompakte Defensive der kontergefährlichen Nürnberger keine Mittel. Kurz vor der Pause die erste nennenswerte Chance der Franken, doch der Kopfball des aufgerückten Innenverteidigers Tim Hüttl senkte sich knapp über der Latte (37.).

Zwei Mal Rot in der Schlussphase

„Es war erwartet hart“, bilanzierte später Rasiejewski. „Die Nürnberger haben uns zuletzt immer alles abverlangt.“ Vor fast genau einem Jahr beendeten die „Clubberer“ die zweieinhalb Jahre währende Unbesiegbarkeit der U17 in Heimspielen. In der Halbzeit schwor der Trainer seine Jungs auf die zweiten 40 Minuten ein und prophezeite: „Es wird der eine Moment kommen, der das Spiel entscheidet.“

Dieser Moment war in der 53. Minute. Hayk Galstyan, erst Sekunden zuvor eingewechselt, zog aus 16 Metern in zentraler Position ab und ließ mit seinem harten, aber nicht unhaltbaren Linksschuss Krapf nicht gut aussehen. Dabei war der FCN besser aus der Kabine gekommen, Ben Müller kam nach einem Eckball frei zum Schuss und hätte für die Führung sorgen können, doch TSG-Keeper Leon Jankowski war zur Stelle.

In der Schlussphase wurde es schließlich hektisch. Nürnberg drängte auf den Ausgleich, die Hoffenheimer hielten dagegen. Der eingewechselte Tim Wöhrle sah mit seiner ersten Aktion die Rote Karte, als er einen Gegenspieler auf Höhe der Mittellinie humorlos abgrätschte. Der Schiedsrichter hatte bereits die Gelbe Karte in der Hand, wurde aber von seinem Assistenten lautstark darauf hingewiesen, Rot zu zeigen. Und schließlich forderte der Assistent Gelb für den diskutierenden Dennis Geiger – mit Erfolg. Hoffenheims Spielmacher ist nun für die kommende Partie gesperrt.

In der Nachspielzeit sah auch der Nürnberger Luca Ziegler – etwas überzogen – Rot. „Das war ein intensiver Fight, den wir verdient gewonnen haben, weil wir mehr Spielkontrolle hatten“, freute sich Rasiejewski über die drei Zähler zum Punktspielauftakt 2015. Zumal in der Vorbereitung viele Spieler krankheitsbedingt ausgefallen waren und erstmals am Mittwoch in voller Stärke trainiert hatten.

TSG 1899 Hoffenheim – 1.FC Nürnberg 1:0 (0:0)

 

Hoffenheim: Jankowski – Kouadio, Politakis, Amade, Belkahia, Geiger (78. Pander), Karlein (52. Galstyan), Bender, Skenderović, Cevik (15. Tomas), Hack (74. Wöhrle).

Nürnberg: Krapf – Sommer, Baer, Hüttl, Ziegler, Müller, Diawusie (74. Heinze), Heußer (74. Arndt), Geyer (71. Langhans), Engelhardt, Harlass.

Tor: 1:0 Galstyan (53.). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Felix Ehing (Engen). Karten: Gelb für Politakis, Belkahia, Geiger / Sommer; Rot für Wöhrle (75.) / Ziegler (80.).

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