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CAMPUS
26.02.2014

Ex-Profi Axel Roos über die Kooperation mit der TSG: Zur Förderung der Kinder

328 Spiele in der 1. und 2. Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern – Axel Roos war zwischen 1984 und 2001 ein „roter Teufel“ durch und durch. Seine Fußballschule aber hat sich mit der achtzehn99 AKADEMIE verbunden und feilt mit den Verantwortlichen des Hoffenheimer Kinderzentrums (KidZ) um Leiter Dominik Drobisch an Konzepten zur Verbesserung der kindgerechten Trainingsarbeit.

Seit Ende des vergangenen Jahres besteht die Verbindung nun schon. Am Dienstag wurde sie auf einer Pressekonferenz in Kaiserslautern abermals untermauert. Im Interview mit achtzehn99 spricht Roos über seine Karriere, das Konzept seiner Fußballschule und die Zusammenarbeit mit dem Kinderzentrum.

Herr Roos, Sie haben eine Karriere als Fußballprofi hingelegt, von der viele Jugendliche träumen. Können Sie neben der sportlichen Veranlagung einen Grund dafür nennen, dass Sie so lange als Profi durchgehalten haben?

Da muss ich etwas ausholen. Mein Vater Ludwig war selbst Fußballer und hat beim FK Pirmasens in der damals höchsten deutschen Klasse gespielt. Außerdem war er bis zur C-Jugend mein Trainer bei der SG Thaleischweiler-Fröschen, bevor ich zum FCK gewechselt bin. Er hatte also großen Einfluss auf mich, hat mich einfach spielen lassen und versucht, den Druck so lange wie möglich von mir fernzuhalten. Das hat mir geholfen. Ich konnte mir bei allem Ehrgeiz eine gewisse Lockerheit bewahren. Das ist ein Punkt, den ich an die Fußballer in meiner Schule weitergebe und den ich auch in Hoffenheim sehe – denn dort steht das Ergebnis im Kinderzentrum nicht an erster Stelle.

Stand Ihr Entschluss, eine Fußballschule aufbauen zu wollen, schon vor dem Ende Ihrer aktiven Karriere fest?

Nein. Diese Idee kam mir während meiner Zeit als Co-Trainer der Nationalmannschaft Albaniens (Anm. d. Red.: 2003 bis 2006). Dort gab es keine Jugendarbeit so wie wir sie in Deutschland kennen. Ich habe diese Aufgabe übernommen. Es hat mir Spaß gemacht, die Früchte meiner Arbeit zu sehen, wenn ein junger Spieler Fortschritte gemacht hat. Edmond Kapllani, den wir damals gefördert haben, ist heute noch Profi in Deutschland beim FSV Frankfurt. Als die Zeit in Albanien zu Ende ging, wollte ich im Jugendbereich weiterarbeiten und habe die Fußballschule gegründet.

Ihre Fußballschule ist mittlerweile die größte dieser Art in Rheinland- Pfalz. Hat Ihr Name alleine dafür gesorgt oder war die Entwicklung an manchen Stellen auch steinig?

Was die Anzahl an Anmeldungen betrifft, hat mir mein Name geholfen. Ich hatte ein anderes Problem: Sämtliche Trainingspläne, die ich vor meinen ersten Camps konzipiert hatte, konnte ich erst einmal wieder weglegen, weil ich feststellen musste, dass es vielen Kindern an elementaren Grundlagen mangelte. Ich musste quasi als Sportlehrer arbeiten, um Defizite aufzuarbeiten. Mittlerweile haben wir einen guten Mittelweg für unsere Camps und Fördereinheiten gefunden.

Wen möchten Sie in Ihrer Fußballschule besonders fördern?

Bei uns können nicht nur talentierte Fußballer trainieren, wir bedienen auch den Breitensport. Außerdem spielen wir nicht nur Fußball, sondern auch Basketball und Handball. Wir stehen auch in Kontakt mit der Heidelberger Ballschule, mit der das Kinderzentrum ebenfalls kooperiert.

Was waren Ihre Beweggründe für die Kooperation mit dem KidZ?

Die Zusammenarbeit mit Hoffenheim bietet mir einen Mehrwert, den ich bei anderen Vereinen nicht erhalten hätte. Der regelmäßige Austausch zwischen unserer Schule und dem Kinderzentrum trägt zur Förderung der Kinder bei mir und in Hoffenheim bei, was im Interesse aller Beteiligten ist. Meine Trainer und die von uns betreuten Spieler können an Veranstaltungen in Hoffenheim teilnehmen. Umgekehrt steht es auch den Trainern und Spielern aus dem Kinderzentrum frei, uns zu besuchen.

Wie wird die Zusammenarbeit mit der achtzehn99 AKADEMIE konkret aussehen?

Sobald es an die genauen Planungen unserer nächsten Fußballcamps geht, wird das Kinderzentrum mit einbezogen. Es wird definitiv Fortbildungen mit KidZ-Beteiligung und regelmäßig Freundschaftsspiele gegen die Kinderperspektivteams der TSG geben. Alles Weitere wird man sehen. Im Mai veranstalte ich beispielsweise ein Camp in Dallas und trainiere dort bei einem meiner Partner junge Fußballer aus den USA. Vielleicht können wir auch hier die TSG in die Planungen mit einbeziehen.

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