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FRAUEN
25.09.2013

Betz: "Wollen Köln endlich mal schlagen"

Theresa Betz ist eine der Führungsspielerinnen der 1899-Frauen. Mit achtzehn99.de sprach die Medizinstudentin über das Testspiel gegen die Männer des FC UNITAS Karlsruhe, das mit 4:9 verloren ging. Außerdem blickt Betz auf das bevorstehende DFB-Pokal-Spiel beim 1. FC Köln, erzählt von Führungsstilen und eigenen Ansprüchen.

Hallo Theresa, wie war das Testspiel gegen die Männer?

Für uns als Mannschaft war es eine ganz neue Erfahrung, auch wenn es kein typisches Spiel gegen eine Männermannschaft in Bezug auf Aggressivität und Zweikampfhärte war. Ziel war eher, unsere Trainingsinhalte mit schnellem Umschalten nach Ballgewinn bzw. Ballverlust umzusetzen. Mir persönlich hat es sehr viel Spaß gemacht, ich denke das Spiel hat seinen Zweck voll erfüllt.


Am Samstag geht es im Pokal nach Köln (28.09., 14 Uhr). Was waren deine ersten Gedanken nach der Auslosung?

Ich dachte: „Das musste ja irgendwie so kommen.“ Es hätte aber auch schlimmer kommen können.


Was erwartest du vom Spiel?

Hohe Intensität und Aggressivität. Köln wird sehr motiviert ins Spiel gehen und uns wenigstens durch einen Sieg im DFB-Pokal eine kleine Revanche für den verpassten Aufstieg geben wollen. Genauso wollen wir unter Beweis stellen, dass wir zu Recht jetzt in der 1. Liga spielen.

Köln ist in der 2. Bundesliga mit zwei Siegen gestartet und hat noch kein Gegentor bekommen: Wird das Spiel eine Partie auf Augenhöhe und Bundesliganiveau?

Es hat sich in den beiden letzten Aufeinandertreffen schon gezeigt, dass die Partien immer eng und umkämpft sind. Nicht umsonst gab es zwei Unentschieden. Beide Mannschaften haben sich nochmal gezielt verstärkt, sodass sich die Zuschauer wieder auf ein spannendes Spiel freuen dürfen, das so auch sicherlich in der 1. Liga stattfinden könnte.


Wie schätzt du die Chancen auf ein Weiterkommen ein?

Das Team mit dem größeren Siegeswillen und der besseren Tagesform wird die Partie für sich entscheiden. In den Trainingseinheiten der letzten Woche hat man schon gesehen, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Niederlage gegen Duisburg gezogen haben. Wenn wir das am Samstag auf den Platz bringen, bin ich zuversichtlich, dass wir Köln nun auch mal endlich schlagen können.


Wie bist du mit deinem persönlichen Saisonstart zufrieden?

Ich sehe das als eher durchwachsen. Die Vorbereitung lief aus meiner Sicht ganz zufriedenstellend, die Spiele gegen Bardenbach und Sindelfingen waren dann noch nicht der Gradmesser für die 1. Liga. Und dass ich einen anderen Anspruch an mich selbst habe, wie die Leistung gegen Duisburg, versteht sich von selbst. Ich will möglichst schnell wieder an die Leistungen in der Rückrunde anknüpfen, am besten schon am Samstag.

Du gehörst mittlerweile zu den Führungsspielerinnen im Team. Welche Art von Führung liegt dir und warum führt die deiner Meinung nach zu guten Ergebnissen?

Wir haben in der Mannschaft im Allgemeinen eine eher flache Hierarchie, was für die fußballerische und auch persönliche Entwicklung gerade der jüngeren Spielerinnen wichtig ist. Ich selbst finde es noch immer sehr hilfreich direkt in Spielsituationen eine Rückmeldung zu bekommen, was vielleicht die bessere Lösung der Situation gewesen wäre, wie man sich anders hätte verhalten sollen oder einfach ein positives Feedback für eine gelungene Aktion zu bekommen. Von daher versuche ich das im Training weiterzugeben.

Martina und du seid momentan auf der „Doppelsechs“ gesetzt. Wie bist du mit Eurem Zusammenspiel zufrieden? Was könnt Ihr noch verbessern?

Prinzipiell verstehen wir uns sehr gut auf dem Platz. Wir haben ähnliche Vorstellungen und Ideen vom Spiel, sodass man weiß, was der andere macht und die Abstimmung meistens passt. Zu verbessern gibt es dennoch genug, sei es Verhalten im Spielaufbau, Zweikampfführung, abwechselndes Einschalten in die Offensive oder generell als zentrale Mittelfeldspieler die Philosophie der Trainer leitend und kommunikativ auf dem Platz mit der Mannschaft umzusetzen.

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